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	<title>Anette Dröge, Autor bei Anette Dröge</title>
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	<title>Anette Dröge, Autor bei Anette Dröge</title>
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		<title>Krankheit ohne Diagnose – ein weit verbreitetes Phänomen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2018 12:14:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit ohne Diagnose]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Psychosomatische Krankheiten entziehen sich den normalen Diagnosen und Behandlungsmethoden, weil sie seelische Ursachen haben. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/krankheit-ohne-diagnose-ein-weit-verbreitetes-phaenomen/">Krankheit ohne Diagnose – ein weit verbreitetes Phänomen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><section class="vc_section"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><h2 style="font-size: 30px;line-height: 1.0;text-align: left;font-family:Montserrat;font-weight:400;font-style:normal" class="vc_custom_heading" >Krankheit ohne Diagnose – ein weit verbreitetes Phänomen</h2>
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			<h4><span style="color: #55595b;"><em><strong>Psychosomatische Krankheiten entziehen sich den normalen Diagnosen und Behandlungsmethoden, weil sie seelische Ursachen haben. </strong></em></span></h4>
<p>Dadurch gibt es viele Menschen, die sich sehr krank fühlen aber keine eindeutige Diagnose und dadurch auch keine effektive Behandlung bekommen.</p>
<p>Durch die moderne Forschung aus dem Bereich Psychosomatik, der sogenannten Psychoneuroimmunologie (kurz: PNI), wissen wir inzwischen, wie und wodurch psychosomatische Krankheiten entstehen. Die Hauptursachen sind in der Regel verschiedene Formen von Dauerstress, die durch innere Konflikte und Anforderungen durch die Umwelt entstehen.</p>
<p><strong>Man hat herausgefunden, dass der Körper sowohl auf inneren wie auf äußeren Stress mit der gleichen biochemischen Kaskade reagiert.</strong></p>
<p><strong>Er macht dabei keinen Unterschied zwischen seelischen und körperlichen Problemen, sei es schmerzlicher Kummer oder ein Autounfall. </strong><strong>Das bedeutet konkret: Wir haben viel öfter Stress, als wir es bewusst wahrnehmen!</strong></p>
<p>Bei der Stressreaktion steigen Blutdruck und Herzfrequenz an, die Verdauung wird heruntergefahren und wir spannen bzw. verspannen ganz unwillkürlich unsere Muskeln, um bereit zu sein für Kampf oder Flucht. So verläuft unser ganz archaischer physiologischer Überlebensmechanismus, der durch jedwede Art von Stress im Körper ausgelöst wird.</p>
<p>Wer viel Stress hat, bekommt auf Dauer körperliche Beschwerden wie chronische Verspannungen und Kopfschmerzen, Bluthochdruck oder Verdauungsprobleme, um nur einige zu nennen. Wir bekommen gewissermaßen das Gefühl, Körper und Geist werden immer enger.</p>
<p>Dauerstress entsteht, wenn wir unsere eigentlichen Bedürfnisse nicht äußern (können) oder trotz Unzufriedenheit in bestimmten Situationen oder Beziehungen verweilen. Wenn wir ein Problem nicht selbst lösen können, wie beispielsweise die Trennung der Eltern, und darin verharren müssen. Seelischer Dauerstress entsteht auch durch die Pflege eines schwerkranken geliebten Menschen, die Doppelbelastung bei Alleinerziehenden oder den Verlust des Arbeitsplatzes.</p>
<p>Diese und andere seelischen Nöte können zur Ausganglage für psychosomatische Beschwerden werden. Neben Magen- und Darm-Beschwerden oder Bluthochdruck, lösen auch die chronischen Verspannungen alle Arten von Schmerzen aus. Von Knieschmerzen über Rückenschmerzen und Zähneknirschen bis zum Schulter-Nackensyndrom und Kopfschmerzen reicht das Spektrum an Krankheiten, die durch Dauerstress entstehen können. Ein weiteres großes Thema unserer Zeit sind Autoimmunkrankheiten, wie Hashimoto oder Colitis Ulcerosa, die nachweislich durch dieses entgleiste Immunsystem bei permanenter Angespanntheit entstehen. Bei Autoimmunkrankheiten, greift das überdrehte Immunsystem den eigenen Körper an und zerstört z.B. bei Hashimoto nach und nach die Schilddrüse.</p>
<p>Was können wir nun tun, um unseren Körper wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen?</p>
<p>Das wichtigste ist im ersten Schritt eine schonungslose und gründliche Bestandsaufnahme.</p>
<p><u>Frag dich selbst mal ganz ehrlich:</u></p>
<ul>
<li>Über welche Grenzen gehst du regelmäßig hinweg?</li>
<li>Welche Überzeugungen treiben dich voran?</li>
<li>Hast du oft das Gefühl, nicht gut genug zu sein?</li>
<li>Wie gehst du mit dir und deinem Körper um?</li>
<li>Trinkst du, wenn du durstig bist?</li>
<li>Machst du Pausen, wenn du müde wirst?</li>
<li>Isst du, wenn du Hunger hast?</li>
</ul>
<p>An diesen ganz einfachen Fragen und deinen Antworten, kannst du schon ganz viel über dich selbst erkennen.</p>
<p>Als nächstes frage dich selbst, wie und wo du sofort ein bis zwei kleine Änderungen vornehmen kannst, um deinem Körper mehr Ruhe</p>

		</div>
	</div>
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			<p><strong>Wir brauchen eine neue Definition von Ruhe</strong><strong> </strong></p>
<p>In unserem ganzen gesellschaftlichen Perfektionismus und Optimierungswahn ist, das Wissen um die innere gesunde Gegenpendelbewegung von Erholung, Reinigung, Verdauung und Entgiftung vollkommen verloren gegangen.</p>
<p>Diese überlebenswichtigen Vorgänge finden aber hauptsächlich in der Ruhe statt. Egal ob es sich um seelische oder körperliche Verdauung handelt. Körper, Seele und Geist brauchen Ruhe um auszusortieren, zu verdauen und die Batterien wieder aufzuladen.</p>
<p>Es gibt vieles, was du selber verbessern kannst. Das erste ist wirklich wieder bewusst auf deine inneren Rhythmen von Hunger, Durst und Schlaf zu achten. Darüber hinaus ist es sehr effektiv und wirkungsvoll, dir zum Beispiel ganz bewusst Pausen zu gönnen oder neben Sport, Yoga und Singen auch Phasen von echter körperlicher Ruhe und Erholung einzubauen.</p>
<p>Wenn aber dein inneres Gleichgewicht schon zu sehr aus der Balance geraten ist, ist es sinnvoll, dir Unterstützung zu suchen. Je eher desto schneller kannst du dich wieder ins Lot bringen.</p>
<p>In der Körperorientierten Psychotherapie, haben wir durch die Kombination von Gesprächen und Körperarbeit die Möglichkeit auf allen Ebenen Stress und die Ursachen dafür zu verstehen und abzubauen. Wir entwickeln gemeinsam ein tiefes Verständnis, für deine Beschwerden und ihre seelische Funktion. Achtsam und respektvoll, können wir durch die Körperarbeit deinen Körper einladen sich nach und nach tief zu entspannen und den alten Stress loszulassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="color: #993300;">Das nächste Seminar: &#8222;Fühlen ist gesund&#8220; findet  am 29.9. – 1.10.2023</span></strong></p>
<p><span style="color: #993300;">Mach dir deinen Körper wieder zum Freund. Bei vielen Psychosomatischen Krankheiten, empfinden die  Betroffenen ihren Körper als Feind, denn er reagiert nicht mehr auf die bekannten Therapie- und Behandlungsmethoden. An diesem Wochenende wenden wir uns ganz wohlwollend diesen, inneren Fragen zu. Dabei erforschen wir zunächst ganz aufmerksam dein Symptom, einfach um es besser zu Verstehen und der tiefen inneren Wahrheit, die dahinter liegt auf die Spur zu kommen. Darüber hinaus, laden wir deinen Körper und deine Seele, durch die Arbeit mit inneren Bildern und einfacher Körperarbeit, zu Entspannung und tiefem Loslassen ein. In dem die innere Spannung abfließen kann, die sich in den letzten Wochen oder Monaten angesammelt hat, können Körper, Seele und Immunsystem, sich tief regenerieren und Kraft tanken.</span></p>
<p><strong><span style="color: #993300;">Ort: </span></strong><strong><span style="color: #993300;">Praxis, Xantenertsrasse 6, 10707 Berlin &#8211; Charlottenburg</span></strong></p>
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<p><span style="color: #993300;"><b>Seminarzeiten jeweils:</b></span><br />
<strong><span style="color: #993300;">Fr. 18.00 – 21.00 Uhr,  Sa.11.00 – 19.00 Uhr,  So. 10.00 – 15.00 Uhr</span></strong></p>
<p><span style="color: #993300;"><b>Preis:</b> <strong>Regulär 250 Euro, Frühbucherpreis bis zum 22.9.2023: 230€</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #993300;">Bitte bequeme Kleidung mitbringen. Eine Teeküche ist vorhanden, für die Mittagspause gibt es diverse leckere Cafés und Restaurants in der Umgebung.</span></p>
</div>
</div>
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		<item>
		<title>Psychosomatik – können Gefühle uns tatsächlich krankmachen?</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/psychosomatik-koennen-gefuehle-uns-tatsaechlich-krankmachen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2018 12:26:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle machen krank]]></category>
		<category><![CDATA[Psychsomatik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gefühle sind wichtige Hinweisgeber für unser Leben und im Grunde nie...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/psychosomatik-koennen-gefuehle-uns-tatsaechlich-krankmachen/">Psychosomatik – können Gefühle uns tatsächlich krankmachen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><section class="vc_section"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><h2 style="font-size: 30px;line-height: 1.0;text-align: left;font-family:Montserrat;font-weight:400;font-style:normal" class="vc_custom_heading" >Psychosomatik – können Gefühle uns tatsächlich krankmachen?</h2>
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			<h4><span style="color: #55595b;"><strong><em>Körper, Seele und Immunsystem sind biochemisch sehr eng miteinander verknüpft. Sie kommunizieren miteinander durch biochemische Botenstoffe. Dadurch halten sie sich sozusagen gegenseitig auf dem Laufenden.</em></strong><strong><em> </em></strong></span></h4>
<p>Gefühle sind wichtige Hinweisgeber für unser Leben und im Grunde nie per se gut oder schlecht. Einige Gefühle sind uns sehr angenehm und andere sind schwierig oder fühlen sich sehr schmerzhaft an. Einige Gefühle sind gesellschaftlich anerkannt und manche werden gerne unter den Tisch gekehrt. Was unter anderem dazu geführt hat, dass wir als Gesellschaft nur sehr wenig Wissen und Erfahrung im Umgang mit Gefühlen haben.</p>
<p>Durch die neue Forschung der Psychoneuroimmunologie (PNI), wissen wir heute, dass Gefühle über die Biochemie des Körpers tatsächlich Veränderungen im Nerven-, Hormon- und Immunsystem hervorrufen.</p>
<p>In wissenschaftlichen Studien, wurde beobachtet, dass positive Gefühle wie Liebe, Hoffnung, Sicherheit und Geborgenheit das Immunsystem stärken, indem sie es aktivieren. Negative Gefühle wie Sorgen, Unglück, Unzufriedenheit und Ohnmacht hingegen, können das Immunsystem nachweislich schwächen, indem sie die Produktion von Abwehrzellen reduzieren.</p>
<p><strong><em>Positive Gefühle fühlen sich also nicht nur besser an und beleben unsere Seele, sondern fördern auch unsere Gesundheit.</em></strong></p>
<p>Aber wie kann man sich nun gut, hoffnungsvoll und stark fühlen, wenn man gerade traurig, hoffnungslos oder unglücklich ist?</p>
<p>Wie können wir in einen positiven Gefühlszustand zurückkehren, wenn wir uns gescheitert, ungeliebt oder total erschöpft fühlen?</p>
<p>Wie die meisten von uns bestimmt schon festgestellt haben, reicht es in solchen Fällen nicht aus, sich Sätze wie „Ich bin schön. Ich bin erfolgreich!“ auf den Spiegel zu schreiben. Wenn wir in der Tiefe unserer Seele nicht daran glauben, dann wirst du keine spürbaren Veränderungen erleben.</p>
<p><strong><em>Fühlen ist gesund</em></strong></p>
<p>Deswegen ist es enorm wichtig zu lernen, mit den Gefühlen umzugehen, ohne sie zu verändern und ohne sie zu bewerten. Das ist leichter gesagt als getan, aber es lohnt sich. Denn in unseren Symptomen sind immer sehr wichtige seelische Botschaften verborgen.</p>
<p>Die Forschung der PNI hat darüber hinaus herausgefunden, dass der bewusste Umgang und Ausdruck von Gefühlen den biochemischen Stress im Körper abbaut und damit die Genesung deutlich verbessert.</p>
<p><strong><em>Nicht bestimmte Gefühle machen uns krank, sondern unser Umgang damit.</em></strong></p>
<p>In den meisten Fällen, steigen unsere Gefühle nach einer schwierigen Situation erst auf, wenn wir wieder zu Hause sind. In der Ruhe und Sicherheit fließt der biochemische Stress ab und unsere Gefühle werden wieder spürbar. Das kann sich in Form eines Gedankenkarussells äußern, in Form innerer Unruhe, Schlaflosigkeit  oder in Symptomen wie Kopf-, Rücken- oder Magenschmerzen.</p>
<p>Das bedeutet, diese Symptome versinnbildlichen in diesem Moment unsere Gefühle. Der Schmerz, die Spannung oder die Unruhe geben uns Hinweise auf das Thema und die Stärke der Irritation, mit der wir zu tun haben.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1543839814288 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="vc_empty_space"   style="height: 350px"><span class="vc_empty_space_inner"></span></div></div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p><strong><em><u>Was können wir tun, um mit unseren Gefühlen, so um zu gehen, dass wir gesund bleiben?</u></em></strong></p>
<p>Durch die bewusste Auseinandersetzung mit unseren Gefühlen fließt auch die biochemische Stressreaktion in unserem Körper schneller ab. Ein gefühltes Gefühl dauert ungefähr fünf bis zehn Minuten, ein nicht gefühltes Gefühl kann ein Leben lang andauern.</p>
<p><strong><em><u>1- Einen sicheren Raum schaffen </u></em></strong></p>
<p>Wenn wir emotional angeschlagen, enttäuscht oder sehr aufgebracht sind, fühlen wir uns verletzlich und dünnhäutig. Zu Hause können wir uns mit verschiedenen Methoden einen sicheren Raum schaffen, um uns dann mit dem, was uns bedrückt, besser auseinander zu setzen.</p>
<p><u>2- <strong><em>Fühlen was du fühlst</em></strong></u></p>
<p>Nimm dir Zeit, zu fühlen, was gerade da ist – ohne es zu bewerten und zu verändern.</p>
<p>Wenn wir sehr aufgebracht oder traurig sind, also sehr aufgewühlt von unseren Gefühlen, kann es sei, das du erstmal nur diese innere Aufregung spürst. Lass sie da sein.</p>
<p>Es ist gut, dir einen Wecker oder eine Eieruhr zu stellen und dir so einen zeitlichen Rahmen von zehn oder 20 Minuten zu geben. Es geht bei diesem Schritt nicht darum, dich in deinen Gefühlen aufzulösen, sondern sie zu erforschen und zuzulassen.</p>
<p><strong><em>Frage dich:</em></strong></p>
<ul>
<li>Erforsche, wo in deinem Körper fühlst du die größte Aufregung? &#8211; (Bauch, Brustkorb, Rücken, Schultern?)</li>
<li>Wie genau fühlt sich das an? – (Druck, Spannung, Kälte, Wärme, Taubheit?)</li>
<li>Wie ist deine Atmung dabei?</li>
<li>Wie ist deine bevorzugte Körperhaltung dabei?</li>
<li>Was passiert, wenn du dich gerade und aufrecht hinsetzt und dabei die Füße fest auf die Erde stellst?</li>
</ul>
<p><strong><em><u>3- Schreiben</u></em></strong></p>
<p>Eine überaus effektive Methode, um mit Gefühlen umzugehen, ist das Schreiben. Du kannst dir die Ereignisse buchstäblich von der Seele schreiben. Durch das Aufschreiben, bekommen die Gefühle eine Form und du musst sie nicht länger in deinem Kopf festhalten und bewegen. Schreiben ist eine sehr gute Methode, um das Gedankenkarussell zu stoppen. Du kannst es auch nachts machen, wenn du nicht schlafen kannst.</p>
<p><strong><em><u>4- Spazierengehen</u></em></strong></p>
<p>Ein anderes sehr gutes Ventil, um in einem sicheren Raum mit Gefühlen umzugehen, ist ein Spaziergang. Hierbei ist es wichtig MIT den Gefühlen zu laufen. MIT dem Schmerz, MIT der Wut oder MIT der Ohnmacht. Das laufen MIT den Gefühlen führt zu ganz ungewöhnlichen Erkenntnissen. Wer es schafft sich trotz Ohnmacht zu bewegen, lernt, dass es möglich ist, trotz starker Gefühle wie Wut, Enttäuschung oder Ohnmacht innerlich beweglich und lebendig zu bleiben. Die Gefühle verlieren dadurch ihre überwältigende Wirkung.</p>
<p><strong><em><u>5- Miteinander sprechen</u></em></strong></p>
<p>Die bekannteste Art mit Stress umzugehen ist es, mit einem vertrauten Menschen darüber zu sprechen. Dadurch bekommen wir wieder mehr Abstand zu der Situation und in den meisten Fällen durch die Sichtweise unseres Gegenübers neue Erkenntnisse.</p>
<p><strong><em>Durch diese Schritte, bekommst du mehr Erfahrung und Wissen im Umgang mit deinen Gefühlen.</em></strong></p>
<p>Dadurch verliert das Fühlen seinen Schrecken. Diese Empfehlungen sind vergleichbar mit einer Hausapotheke. Sie können täglich bzw. bei Bedarf angewendet werden und sind eine wunderbare Unterstützung im Alltag.</p>
<p>Allerdings ersetzen sie nicht eine professionelle Behandlung, wie sie bei chronischen und tiefgreifenden körperlichen und seelischen Problemen ratsam ist. Wenn du schon krank bist, ist es sehr hilfreich eine erste Bestandsaufnahme zu machen und dir zusätzlich professionelle Unterstützung zu holen. Die Körperorientierte Psychotherapie bietet dir einen Raum, in dem du sehr achtsam und wohlwollend eine Brücke zwischen Kopf und Körper schlagen kannst, um dein Symptom und ihre Botschaft, besser zu verstehen.</p>
<p>Welche Gefühle liegen dir auf der Seele? Was hat dich krankgemacht? Was will dein Körper dir sagen?</p>
<p>Viel Erfolg auf deiner Forschungsreise wünsche ich dir, herzliche Grüße, Anette Dröge</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="color: #993300;">Seminar zum Thema: &#8222;Fühlen ist gesund&#8220; </span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #993300;">Die nächsten Termine werden Anfang 2022 </span></strong><span style="color: #993300;"><span style="caret-color: #993300;"><b>veröffentlicht.</b></span></span></p>
<p><span style="color: #993300;">Mach dir deinen Körper wieder zum Freund. Bei vielen Psychosomatischen Krankheiten, empfinden die  Betroffenen ihren Körper als Feind, denn er reagiert nicht mehr auf die bekannten Therapie- und Behandlungsmethoden. An diesem Wochenende wenden wir uns ganz wohlwollend diesen, inneren Fragen zu. Dabei erforschen wir zunächst ganz aufmerksam dein Symptom, einfach um es besser zu Verstehen und der tiefen inneren Wahrheit, die dahinter liegt auf die Spur zu kommen. Darüber hinaus, laden wir deinen Körper und deine Seele, durch die Arbeit mit inneren Bildern und einfacher Körperarbeit, zu Entspannung und tiefem Loslassen ein. In dem die innere Spannung abfließen kann, die sich in den letzten Wochen oder Monaten angesammelt hat, können Körper, Seele und Immunsystem, sich tief regenerieren und Kraft tanken.</span></p>

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	</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Warum Stress dick macht &#8211; Wege aus dem Metabolischen Syndrom</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/warum-stress-dick-macht-wege-aus-dem-metabolischen-syndrom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2019 09:18:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Metabolischen Syndrom]]></category>
		<category><![CDATA[Stress macht dick]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.anette-droege.de/?p=1562</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/warum-stress-dick-macht-wege-aus-dem-metabolischen-syndrom/">Warum Stress dick macht &#8211; Wege aus dem Metabolischen Syndrom</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><section class="vc_section"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><h2 style="font-size: 30px;line-height: 1.0;text-align: left;font-family:Montserrat;font-weight:400;font-style:normal" class="vc_custom_heading" >Stress verändert unseren Stoffwechsel, deshalb werden die meisten von uns durch Stress, langsam aber sicher immer dicker.</h2>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Warum und wie das passiert, dass möchte ich in diesem Beitrag genauer beleuchten. Wenn wir verstehen, wie das geschieht, ist es viel einfacher, diesem Effekt vorzubeugen bzw. ihm entgegen zu wirken.</p>
<p>Abends, noch gemütlich ein Bier, ein Gläschen Wein oder eine Tafel Schokolade&#8230;</p>
<p>Wer kennt das nicht? Zum „runterkommen“, wie es immer so schön heißt.</p>
<p>Natürlich ist uns allen klar, dass das auf Dauer nicht gesund ist und diese liebgewonnen Rituale uns aufgrund der vielen Kalorien am späten Abend durchaus das ein oder andere Pfündchen zulegen lassen.</p>
<p><strong>Aber warum tun wir es trotzdem?</strong></p>
<p><strong>Warum haben wir das Gefühl, es tut uns sogar gut und wir können dann so richtig gut entspannen?</strong></p>
<p>Diese Gewohnheiten möchte ich heute von der biochemischen Seite unter die Lupe nehmen. Es gibt tatsächlich nachvollziehbare Stoffwechsel-Zusammenhänge, die wissenschaftlich erforscht sind.</p>
<p>Anstatt also unseren Körper mit Diäten zu quälen, wäre es oft viel einfacher unsere Lebensgewohnheiten, Stressfaktoren und das Stoffwechselgeschehen zu beobachten, um dann entsprechend gesunde Veränderungen im Lebensstil vorzunehmen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Stoffwechsel und Stress</strong></span></p>
<p>Neben der Tatsache, dass Stress uns seelisch und mental anstrengt, die Herzfrequenz und den Blutdruck hochtreibt, Verspannungen in allen Teilen der Muskulatur erzeugt und Verdauungsbeschwerden verursacht, entwickeln sich besonders bei Dauerstress biochemische Veränderungen im Hormonsystem, Nervensystem und dem Immunsystem.</p>
<p><em>Heute wissen wir, dass der Körper tatsächlich auf jede Art von Reiz oder Stress gleich reagiert. Sei es Zeitdruck bei der Arbeit, Streit, ein seelischer Konflikt oder ein Autounfall.Jedes Mal läuft die gleiche biochemische Kaskade ab. Das bedeutet, das wir viel mehr Stress haben, als wir bewusst wahrnehmen.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>„Selbstmedikation“ mit Alkohol oder Schokolade</strong></span></p>
<p>Es hat tatsächlich stoffwechselbedingte Ursachen, wenn wir nach einem stressigen Tag zu Schokolade oder Alkohol greifen. Denn sie enthalten verschiedene Substanzen, die in der Lage sind unseren Stresspegel zu senken und Glückshormone auszuschütten. Deshalb handelt es sich im Grunde um eine Art Selbstmedikation des Körpers, wenn wir unbändigen Appetit darauf bekommen.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1548747660625 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="vc_empty_space"   style="height: 350px"><span class="vc_empty_space_inner"></span></div></div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong><u>Der Körper hat drei wichtige Regulationsmechanismen für Stress:</u></strong></p>
<p><strong>Die bekannteste ist die, des</strong> <strong>Vegetativen Nervensystems</strong>: Die berühmte „Kampf-Flucht-Reaktion“. Neben den schon erwähnten Phänomenen, stellen sich z.B. auch die Haare auf, was bei Dauerstress zu Haarausfall führen kann. Die Verdauung wird heruntergefahren, was Verdauungsbeschwerden oder Magengeschwüren auslösen kann. Eine andere gefährliche Wirkung von Dauerstress ist der Anstieg der Herzfrequenz, der bei Dauerstress häufig zu Bluthochdruck führt.</p>
<p><strong>Die zweite ist, die</strong> <strong>Hormonelle Steuerung</strong>. Bei Stress werden u.a. die Hormone Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet, die in den Nebennieren gebildet werden. Durch den Anstieg von Cortisol steigt der Blutzuckerspiegel an, um dem Körper Energie für die „Flucht oder Kampfreaktion“ bereitzustellen.</p>
<p><strong>Die dritte Reaktion, betrifft das Immunsystem. </strong>Bei einer normalen Stressreaktion kommt es zu einer unspezifischen Aktivierung des Immunsystems, um den Körper zu schützen. Das bedeutet, das es zu einem allgemeinen Anstieg der Immunzellen im Blut kommt.</p>
<p><strong>Normalerweise regulieren sich diese Mechanismen von selbst</strong>, wenn der Stress vorbei ist. Dann fließen die biochemischen Stoffe wieder ab und alles normalisiert sich. Dieser Vorgang dauert insgesamt 72 Stunden. Also viel länger, als man zunächst annehmen würde, oder?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Was passiert aber wenn der Stress nicht aufhört?</strong></span></p>
<p>Täglich neu beginnt? Wenn wir &#8211; auch nachts &#8211; nicht loslassen können, schlaflos sind und gedanklich nicht zur Ruhe kommen? Wenn wir einer dauerhaft unlösbaren Situation gegenüberstehen und psychosozialem Stress ausgesetzt sind?</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Wenn diese Stressreaktion sich im Inneren verselbständigt?</strong></span></p>
<p>Wir spüren das z.B. an Herzrasen mit Schlaflosigkeit oder Einschlafstörungen durch das ewige Gedankenkarussell. Die Muskeln bleiben verspannt und wir bekommen Rücken- Nacken- oder Kopfschmerzen. Die Verdauung funktioniert nicht mehr richtig UND wir bekommen ein unstillbares Verlangen nach ZUCKER und FETT oder ALKOHOL. Durch Zucker und insbesondere durch Schokolade werden vermehrt Botenstoffe ausgeschüttet, die, die Insulinbildung anregen und damit den Blutzucker wieder senken. Dadurch haben wir dann das Gefühl abends zur Ruhe zu kommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><u>Das Metabolische Syndrom entsteht – das Bauchfett wächst</u></strong></p>
<p>Dauerstress hemmt die Sensibilität der Zellen gegenüber dem Insulin. Dadurch steigt nicht nur das Risiko von Diabetes, weil die Bauchspeicheldrüse durch diesen Kompensationsmechanismus auf Dauer erschöpft wird, sondern auch das von Bluthochdruck und Gefäßverkalkungen. Die Folge: Es entsteht das gefährliche Bauchfett.</p>
<p>Im <strong>Bauchfett</strong> wird das überschüssige Cortisol, in Wasser gelöst, gespeichert. Dieser Umstand bewirkt, dass der Bauch immer dicker wird und die Taille verschwindet. Die Hosen gehen schlechter zu obwohl andere Teile des Körper wie Arme und Beine zunächst unverändert bleiben.</p>
<p>So gesehen ist dieses Bauchfett zunächst ein wichtiger Kompensations- und Schutzmechanismus, aber auch ein wichtiger Hinweis darauf, dass unser Körper Dauerstress ausgesetzt ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Stresshormone steigern den Appetit!</strong></span></p>
<p><strong>Leptin</strong> ist ein weiteres Hormon, das für die interne Steuerung zuständig ist. Es wird in den Fettzellen gebildet und hemmt die Hungergefühle. Wenn Stresshormone, massenhaft ausgeschüttet werden, schwächen sie die Empfindlichkeit der Rezeptoren gegenüber Leptin. Auf die Weise und in der Kombination mit den anderen Regulationsmechanismen, steigt der Appetit sogar noch.</p>
<p>Das ist die Ursache für unsere nächtlichen Fressanfälle, die immer wieder so unerbittlich auf ihre Erfüllung drängen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Stress macht sauer</strong></span></p>
<p>Durch den Stress selber entstehen Stoffwechselprodukte, die der Körper in komplizierten Verdauungs- und Neutralisierungsvorgängen unschädlich machen muss.</p>
<p>Neben Folgeschäden wie z.B. der Ermüdung der Bauchspeicheldrüse durch erhöhten Zucker und Alkoholkonsum oder der Herzkreislaufbelastung, nehmen wir immer weiter zu, weil der Körper es ab einem gewissen Punkt nicht mehr schafft die Stoffwechselprodukte zu entgiften und auszuscheiden. Damit wir einigermaßen gesund bleiben, werden diese Stoffwechsel-Gifte dann in den Bindegeweben, unter zu Hilfenahme von Wasser „eingelagert“. Wir werden also nicht nur dick durch die hormonell bedingten Fressanfälle, sondern auch durch die Wassereinlagerungen der Stoffwechselgifte in den Bindegeweben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><u>Wie können wir diesen Teufelskreis durchbrechen? </u></strong></p>
<p>Wir alle haben eine innere Stimme, die uns antreibt, kritisiert oder lobt.</p>
<p>Bei Menschen, die sich besonders in ihrem Leben aufreiben, ist diese Stimme in der Regel noch einmal kritischer, strenger und liebloser.</p>
<p><strong>Der Tanz mit dem „inneren Antreiber“</strong></p>
<p>Um diesen Teufelskreis, aus Überforderung und Krankheit zu durchbrechen, kommen wir nicht umhin, uns mit dieser unserem inneren Antreiber, auseinander zu setzen. Je früher im Leben, wir Gefühle wie Überforderung, Nicht-Geliebt Werden oder Ohnmacht erlebt haben, desto hartnäckiger wirken sie in unserer Seele. Sie lassen uns unbewusst stramm stehen, oder schneiden uns von unseren Bedürfnissen ab, je nach dem was wir erlebt haben.</p>
<p>Bei Erschöpfungsdepressionen, sind diese Stimmen besonders erbarmungslos.</p>
<p>Bei einer Klientin von mir, die sehr früh in ihrer Kindheit, die Scheidung der Eltern erlebte, entstand ganz tief in ihrer Seele, das Gefühl „nicht gut genug“ zu sein. Es begleitete sie viele Jahre und sorgte dafür, das sie sich ständig selbst überforderte. So kam sie in meine Praxis. Erst als wir uns diesem Gefühl zuwendeten, wurde ihr klar, dass sie sich bis dahin &#8211; all die Jahre &#8211; unbewusst verantwortlich, für die Scheidung, gefühlt hatte. Obwohl sie als Kind überhaupt nichts hätte tun können, um das zu verhindern.</p>
<p>Auch bei Menschen, die wenig seelische Geborgenheit, oder sogar Gewalt, Traumen oder z.B. Probleme mit alkoholkranken Eltern erlebt haben, können sich tiefe Gefühle des Scheiterns, der Ohnmacht oder Hilflosigkeit entwickeln.</p>
<p>Unbewusst kreieren wir uns dann ein Leben, „wie damals“ – überfordernd, einsam und anstrengend. Einfach weil wir es nicht besser wissen. Wir sind fleißig, aufopferungsvoll, ehrgeizig und überfordern uns selbst und andere. Kein Wunder also, dass bei solchen unbewussten Lebenskonzepten, der Stress irgendeinmal zu groß wird und der Körper anfängt einzubrechen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><u>Der liebevolle Blick auf uns selbst</u></strong></p>
<p>Um psychosomatische Krankheiten erfolgreich zu behandeln, müssen wir immer mehreren Ebenen Beachtung schenken: Sowohl unseren Lebensgewohnheiten, als auch unseren seelischen Wunden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Einige wichtige Erkenntnisse bekommen wir oft durch folgende Fragen:</strong></span></p>
<p>&#8211; Was treibt mich an?</p>
<p>&#8211; Was ist die Geschichte dahinter?</p>
<p>&#8211; Was passiert eigentlich, wenn ich auf die ganzen Kompensationsmechanismen verzichte?</p>
<p>&#8211; Welche innere Wahrheit tritt zu Tage, wenn wir abends keine Schokolade essen oder kein Bier trinken?</p>
<p>&#8211; Was brauche ich wirklich, um zu entspannen?</p>
<p>&#8211; Was tut mir wirklich gut? (–ich verbiete es mir aber – weil schon meine Eltern das nicht durften?)</p>
<p>&#8211; Wie ist eigentlich mein eigener biologischer Rhythmus – wenn er mal einfach sein darf?</p>
<p>&#8211; Was brauche ich, um mich mit mir wohl zu fühlen? (Gesellschaft, Nähe und Geborgenheit? Allein sein,</p>
<p>Rückzug und Ruhe? Mal so, mal so?)</p>
<p>&#8211; Bin ich eher streng oder eher mitfühlend mit mir?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wenn du dich angesprochen fühlst, möchte ich dir vorschlagen, als erstes einen sicheren und liebevollen Raum für dich zu schaffen.</strong></p>
<p>In diesem Raum kannst du dir täglich Zeit nehmen, sehr wohlwollend in deinen Körper hinein zu spüren. Wie war der Tag? Was ist dir heute gut gelungen und wo hast du auf deine alte Weise reagiert und dich übernommen, gegessen oder nicht „Nein“ gesagt? Wann kam der Heißhunger? Und was hast du dann getan?</p>
<p>Welches Bedürfnis, welche Sehnsucht steckt hinter deinem Hunger oder einer inneren Leere?</p>
<p>Wie kannst du heute selber gut für dich sorgen, z.B. durch Baden, oder Verabreden mit einer Freundin, die dir gut tut? Oder &#8211; um deine Batterien wieder aufzuladen &#8211; gemütlich mit einer Wärmflasche auf das Sofa legen und ein inspirierendes Buch lesen?</p>
<p>Viel Spaß beim Forschen und liebevollen Versorgen deiner seelischen Bedürfnisse wünsche ich dir.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Herzliche Grüße, Anette Dröge</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="color: #993300;">Ein Seminar zum Thema: &#8222;Fühlen ist gesund&#8220; findet  am 22.3. &#8211; 24.3.2019.</span></strong></p>
<p><span style="color: #993300;">Mach dir deinen Körper wieder zum Freund. Bei vielen Psychosomatischen Krankheiten, empfinden die  Betroffenen ihren Körper als Feind, denn er reagiert nicht mehr auf die bekannten Therapie- und Behandlungsmethoden. An diesem Wochenende wenden wir uns ganz wohlwollend diesen, inneren Fragen zu. Dabei erforschen wir zunächst ganz aufmerksam dein Symptom, einfach um es besser zu Verstehen und der tiefen inneren Wahrheit, die dahinter liegt auf die Spur zu kommen. Darüber hinaus, laden wir deinen Körper und deine Seele, durch die Arbeit mit inneren Bildern und einfacher Körperarbeit, zu Entspannung und tiefem Loslassen ein. In dem die innere Spannung abfließen kann, die sich in den letzten Wochen oder Monaten angesammelt hat, können Körper, Seele und Immunsystem, sich tief regenerieren und Kraft tanken.</span></p>
<p><strong><span style="color: #993300;">Ort: Praxis, Xantenertsrasse 6, 10707 Berlin &#8211; Charlottenburg</span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #993300;">Preis: 220,-€</span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #993300;">Info und Anmeldung: Anette Dröge, Tel: 01723004511</span></strong></p>

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		<title>Der Burnout Check</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/der-burnout-check/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2019 16:25:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgebrannt]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><section class="vc_section"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><h2 style="font-size: 30px;line-height: 1.0;text-align: left;font-family:Montserrat;font-weight:400;font-style:normal" class="vc_custom_heading" >Burnout - Symptome &amp; Ursachen</h2>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Wer bekommt ein Burnout?</strong><br />
Menschen, die engagiert sind und gern arbeiten.</p>
<p>Wenn du wissen willst ob du Burnout gefährdet bist, lies dir die verschiedenen Stufen durch und schau wo du gerade stehst:</p>
<p><strong>1. STUFE &#8211; Euphorische Phase</strong><br />
1. Mein ganzes Engagement gilt meiner Arbeit.<br />
2. Meine Arbeit macht mir viel Freude, gibt mir Kraft und Selbstvertrauen.<br />
3. Für jedes Problem gibt es eine Lösung!<br />
4. Ich gebe zu, Erholung und Familie/Freunde kommen etwas zu kurz.</p>
<p><strong> STUFE – Zeitdruck-Phase</strong>&lt;<br />
1. Ich habe das Gefühl, nie genug Zeit zu haben.<br />
2. Ich schaffe mein gewohntes Pensum nicht mehr und arbeite länger, um alles zu schaffen!<br />
3. Ich strenge ich mich mehr an. Ich trinke mehr Kaffee, um leistungsfähig zu bleiben, und abends mehr Wein oder Bier, um mich entspannen zu können.<br />
4. Meine eigenen Bedürfnisse stelle ich mehr und mehr hintan.<br />
5. Neuerdings bin ich manchmal genervt.<br />
6. Konflikte mit meiner Familie, Kollegen und im Freundeskreis nehmen zu.<br />
7. Körperliche Beschwerden wie Infektanfälligkeit, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen,<br />
Verdauungsbeschwerden und Gewichtszu- oder Abnahme tauchen auf.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1557764299265 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="vc_empty_space"   style="height: 500px"><span class="vc_empty_space_inner"></span></div></div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>3. STUFE &#8211; Erschöpfungsphase</strong><br />
1. Ich bin oft müde und erschöpft (trotz Kaffee, Nikotin, Schokolade und anderen Drogen).<br />
2. Ich bin körperlich nicht mehr so belastbar.<br />
3. Ich fange an Sport oder Diäten zu machen, damit ich wieder fitter werde!<br />
4. Ich mache Dienst nach Vorschrift und fühle mich oft ausgenutzt.<br />
5. In letzter Zeit passieren mir öfter kleine und größere Unfälle.<br />
6. Ich werde zunehmend reizbar und nervös.<br />
7. Sexuelle Probleme, Schlaflosigkeit, Herzklopfen, Schwierigkeiten, sich zu entspannen.<br />
(trotz Wein oder Schlaftabletten)</p>
<p><strong>4. STUFE &#8211; Phase der Mutlosigkeit</strong><br />
1. Ich fühle mich geschwächt, leer und ausgebrannt.<br />
2. Meine psychischen Kräfte lassen nach, ich kann mich nicht mehr abgrenzen und &#8222;Nein&#8220; sagen.<br />
3. Ich habe das Gefühl, dass meine Arbeit eigentlich keinen Sinn macht.<br />
4. Manchmal quält mich eine unbestimmte Angst.<br />
5. Ich habe das Interesse an meinen Kunden und Kollegen verloren.<br />
6. Ich fühle mich zunehmend unfähig für meine Arbeit.<br />
7. Ich vermeide zunehmend den Kontakt mit meinen Kunden und Kollegen.<br />
8. Ich will weg aus dem Tagesgeschäft, einfach abhauen.<br />
9. Ich sehne mich nach dem Feierabend und dem Wochenende.<br />
10. Herzprobleme, Bluthochdruck, Infarktrisiko steigt, Kaffee-, Nikotin- und Alkoholkonsum hat<br />
bedrohliche Ausmaße angenommen.<br />
11.Erschöpfungsdepression und Mutlosigkeit stellen sich ein<br />
12. Aufhören kann ich nicht.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div></section>
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			</item>
		<item>
		<title>Schwierige Gefühle</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/schwierige-gefuehle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2022 13:12:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Therapien]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Schwierige Gefühle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.anette-droege.de/?p=2082</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ärger, Enttäuschung, Sorgen und Ängste gehören ebenso dazu wie Wut, Hass oder Neid und auch Bedürfnisse, von denen wir aus bestimmten Gründen meinen, sie nicht äußern zu können oder zu dürfen: etwa das Bedürfnis danach, das die eigenen Grenzen respektiert werden, das Bedürfnis nach Geborgenheit, Liebe, Sicherheit oder Verbindlichkeit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/schwierige-gefuehle/">Schwierige Gefühle</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-text-color" style="color:#55595b"><strong><em>Wir alle kennen »schwierige« Gefühle. Ärger, Enttäuschung, Sorgen und Ängste gehören ebenso dazu wie Wut, Hass oder Neid und auch Bedürfnisse, von denen wir aus bestimmten Gründen meinen, sie nicht äußern zu können oder zu dürfen: etwa das Bedürfnis danach, das die eigenen Grenzen respektiert werden, das Bedürfnis nach Geborgenheit, Liebe, Sicherheit oder Verbindlichkeit. Und natürlich tauchen die »schwierigen« Gefühle immer im unpassendsten Augenblick auf. Sie verändern unsere allgemeine Gefühlslage und damit unsere Wahrnehmung. Sie können uns verunsichern, in innere Konflikte stürzen oder uns zwingen etwas zu sagen oder zu tun, was wir gar nicht sagen oder tun wollen. Sie haben die gleiche Kraft wie die sogenannten »postiven« Gefühle, vielleicht sogar den gleichen Sog, wie Verliebtheit oder Vorfreude.</em></strong></p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Was mach ein Gefühl zu einem »schwierigen« Gefühl?</em></strong></h5><p>Warum sind manche Gefühle »schwierig«? Sie sind schwierig, weil es uns sehr schwer fällt, sie auf angemessene Weise auszudrücken – und das kann schwerwiegende Folgen für unsere psychische und körperliche Gesundheit aber auch unser zwischenmenschlichen Beziehungen haben. Ein Patient hat es mal so formuliert: »Ich wickle ganz lange auf &#8211; aber wenn das Maß voll ist knallt es.« Das ist der Klassiker im Umgang mit Gefühlen wie Ärger und Wut. Viele machen das so. Doch auf Dauer tut das niemandem gut, denn in Gefühlen sind enorme Kräfte verborgen – und wichtige Botschaften, die es Wert sind gefühlt und verstanden zu werden. Und: Gefühle haben die Macht unser Leben zu verbessern – auch die »schwierigen«.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#564f4f"><strong><em><strong><em>»Schwierige«</em></strong>Gefühle können uns gefangen halten</em></strong></h5><p>Besonders die »schwierigen« Gefühle irritieren, vereinnahmen und beschäftigen uns oder lenken uns ab, so lange, bis wir ihnen Ausdruck verliehen oder sie reflektiert und verarbeitet haben. Doch je nachdem welche Erfahrungen wir in unserem Leben bisher gemacht haben und wie wir geprägt wurden, fällt es uns schwer, gerade mit »schwierigen« Gefühlen umzugehen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#564f4f"><strong><em>»Schwierige« Gefühle erzeugen biochemischen Stress im Körper</em></strong></h5><p>Wenn wir negative Gefühle oder einen inneren Konflikt quälend lange mit uns herumtragen und einfach keine Lösung finden, kann der biochemische Stress, der durch den seelischen Stress entsteht, tatsächlich Krank machen. Denn unser Körper reagiert auf inneren Stress genauso wie auf äußeren. Das bedeutet, auch unsere Gedanken und Gefühle beeinflussen, über die Brücke der biochemischen Botenstoffe, unsere Gesundheit.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>Ungelöste Konflikte machen krank, denn sie verschieben das gesunde biochemische und hormonelle Gleichgewicht in Richtung Stress.</em></p></blockquote><p>Viele Menschen schlucken Gefühle wie Wut, Ärger oder Enttäuschung lieber herunter, statt sich damit in eine persönliche Auseinandersetzung zu begeben. Das ist total verständlich und sicherlich im ersten Moment meist auch richtig.&nbsp;Schwierig wird es jedoch, wenn wir uns dann nicht weiter um die &nbsp;Wut oder den Ärger kümmern und wenn die Enttäuschung im Inneren weiter brodelt! So kann auf der emotionalen Ebene eine tiefe, jedoch unbewusste Aversion gegen die Person (oder Situation) entstehen, die uns verärgert oder enttäuscht hat. Beim nächsten Konflikt kann es dann passieren, dass wir vollkommen überreagieren oder aber uns innerlich abwenden – was ganz unbewusst geschieht. Auf diese Weise sind schon viele Freundschaften zerbrochen. Wir begegnen diesem Phänomen auch bei der »inneren Kündigung« zu der es kommen kann, wenn ein Konflikt bestehen bleibt, weil es zu keiner Klärung gekommen ist.&nbsp;Oft gesellt sich zu einem Gefühl wie Ärger oder Wut auch noch das Gefühl von Ohnmacht dazu, das ebenfalls ein sehr schwieriges Gefühl ist – und gefährlich. Niemand fühlt sich gerne ohnmächtig. Viele Menschen werden aus diesem Gefühl der Ohnmacht heraus (unbewusst) reaktiv und machen dann alles nur noch schlimmer z.B. durch bestimmte Reaktionen, Forderungen oder Kommentare.&nbsp;</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#564f4f"><em><strong>Fühlen ist gesund!</strong></em></h5><p>Gefühle zu verdrängen, ist nicht gesund! Deshalb ist es so wichtig, sich den eigenen Gefühle bewusst und aktiv zuzuwenden – auch den unangenehmen und schwierigen. Denn am Boden &nbsp;dieser Gefühle liegt immer ein ganz wichtiges Stück der persönlichen Wahrheit. Diese Wahrheit ist wesentlich, denn sie ist es, die die Kraft besitzt, das Problem zu lösen.&nbsp;Schon ganz häufig habe ich erlebt, dass genau das, was sich jemand nicht traut zu sagen, am Ende eine tiefe Wahrheit, eine tiefe Einsicht enthält oder auch den entscheidenden Hinweis ist, der die Situation auf positive Weise aufklärt. Oft entsteht ein ganz neues Verständnis füreinander, dass mehr Tiefe in eine Beziehung bringt. Die meisten Menschen besitzen ein sehr feines Gespür für ihre Mitmenschen. Den meisten wurde es einfach aberzogen, diese innere Wahrheit zu fühlen und vor allem auszudrücken.&nbsp;</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#564f4f"><strong><em>Gefühle verwandeln sich, wenn wir nicht mit ihnen umgehen</em></strong></h5><p>Für verschiedene Menschen verschiedene Gefühle schwierig: Menschen die zum Beispiel &nbsp;gelernt haben ihre eigenen Bedürfnisse routinemäßig zu unterdrücken, weil sie gelernt haben immer funktionieren zu müssen, stehen dann vor einem schier unüberwindlichen Hindernis. Wenn sie aufgefordert werden, um ihrer Gesundheit Willen, diese durchaus berechtigten Bedürfnisse, wie zum Beispiel das Bedürfnis nach Ruhe und Erholung oder Geborgenheit aber auch Unterstützung und Verlässlichkeit in einer Beziehung anzusprechen. Bei Menschen, die sich mit so einem Gefühl oder Bedürfnis nicht bewusst auseinandersetzen, taucht es dann in vielen Fällen, im neuen Gewand z.B. als (übertriebene) Fürsorge für Andere wieder auf.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#564f4f"><strong><em>Nicht ausgedrückte Bedürfnisse können zu Selbsthass führen</em></strong></h5><p>Auch Wut und Ärger verwandeln sich, wenn wir uns nicht aktiv mit ihnen auseinandersetzen: Manche Menschen richten ihre Wut dann bewusst oder unbewusst gegen sich selbst und machen sich selbst innerlich runter, andere stört plötzlich die Fliege an der Wand oder sie lassen den Ärger auf ungerechte Weise, vielleicht an ihren Nächsten, ihrem Partner, ihren Kindern oder ihren Haustieren aus.&nbsp;</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#564f4f"><em><strong>Grübeln und das Unterdrücken von Gefühlen macht krank</strong></em></h5><p>Nimm dir Zeit, wenn du bemerkst, dass dich ein Konflikt beschäftigt, du nicht aufhören kannst darüber nachzugrübeln oder du dich unter Druck gesetzt fühlst. Besonders das Grübeln macht krank. Es hält dich nicht nur in einer negativen, destruktiven Stimmung gefangen, sondern verhindert auch, dass du deinen Blick anheben und über den Tellerrand schauen kannst. Und vor allem: Es verhindert, dass du auch die guten und positiven Dinge in deinem Leben wahrnimmst, die es, bei allen Problemen, ja auch immer gibt.&nbsp;Wenn du deine »schwierigen« Gefühle unterdrückst, verschwinden sie lediglich aus deinem Bewusstsein – und beginnen nach einer Weile ein ungesundes Eigenleben. Die seelische Anspannung und mit ihr die biochemischen Reaktionen stauen sich an und können nicht »abfließen«.&nbsp;</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#564f4f"><strong><em>Nimm dir Zeit und beschäftige dich mit deinen »schwierigen« Gedanken und Gefühlen!</em></strong></h5><p>Wenn du sowieso die ganze Zeit grübelst, kannst du dir genauso gut Zeit nehmen, um die Gedanken und Gefühle bewusst zu erforschen, die der ganzen Grübelei zugrunde liegen. Um so schneller kann sich die tiefere Botschaft zeigen und das Problem aus der Welt geschafft werden.&nbsp;<br>Gefühle wie Ärger und Sorgen aber auch das Grübeln darüber und das Unterdrücken unangenehmer Gefühle, erzeugen biochemischen Stress, und sorgen zugleich dafür, ihn zu erhalten.&nbsp;Das Problem:</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>So lan<em>ge du im Grübeln, in deinen Sorgen oder deinem Gefühl von Ohnmacht und Sprachlosigkeit gefangen bist, bleiben auch die innere Anspannung und damit der biochemische Stress.</em></p></blockquote><p>Die lebenswichtige biochemische GEGEN-PENDEL-BEWEGUNG wird verhindert – und damit auch Entspannung, Reinigung und Selbstheilung.&nbsp;<br>Bleibt die biochemische GEGEN-PENDEL-BEWEGUNG aus, können keine Entspannungshormone ausgeschüttet werden! Das Unvermögen zu entspannen lässt bei vielen Menschen die Ängste oder den Ärger zusätzlich wachsen – und führt nicht selten direkt in den Burnout.&nbsp;</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#564f4f"><strong><em>Zur Ruhe kommen</em></strong></h5><p>Erst wenn wir geistig und körperlich zur Ruhe kommen und Erholung finden, können die körpereigenen Entspannungshormone wie Serotonin, Dopamin oder Oxytizin ausgeschüttet werden. Dann erst kommt es zu einer tiefgreifenden körperlichen und seelischen Entspannung, Erholung und Reinigung des Körpers.&nbsp;</p><ul class="wp-block-list"><li>Jetzt erst hat die Seele Zeit, die belastenden Ereignisse zu verdauen.&nbsp;</li>

<li>Jetzt erst hat das Immunsystem Zeit und Energie den Körper vollständig zu reinigen, zu entgiften und vor allem von veränderten Zellen zu befreien.&nbsp;</li>

<li>Jetzt erst können die Entspannungshormone dafür sorgen, das auch auf der emotionalen Ebene Erholen und Ausgleich gefunden werden.&nbsp;</li></ul><p><br>Durch die Entspannungshormone erlebst du das Gefühl von Sicherheit. Diese Hormone geben uns beispielsweise auch das Gefühl mit den richtigen Menschen am richtigen Ort zu sein. Was für ein schönes Bild und so wichtig, damit du dein seelisches Gleichgewicht wiederfinden und zu Kräften kommen.&nbsp;<br>Deshalb ist das Fühlen allgemein, aber vor allem der bewusste Umgang mit allen Gefühlen, so gesund.&nbsp;</p><p class="has-text-color" style="color:#564f4f"><strong><em>Wenn »schwierig« Gefühle dich belasten: Schreib sie dir von der Seele</em></strong></p><p>Das Schreiben ist eine sehr gute Methode, wenn du dich mit deinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen näher beschäftigen möchtest. Es hilft dir, dich von dem Druck, der auf dir lastet zu befreien, denn du kannst dich in einem geschützten Raum mal so richtig auslassen und dabei ganz ehrlich sein. Niemand wird das, was du aufschreibst je zu Gesicht bekommt – das ist die Grundvoraussetzung, um ganz ehrlich schreiben zu können. Am Ende wirst du den Text nämlich vernichten.&nbsp;<br>Ziehe dich zum Schreiben an einen ruhigen Ort zurück, atme ein paar mal tief ein und aus und komme ganz bei dir an. Dann frage dich: Worum geht es eigentlich? Was genau ist passiert? Seit wann und warum stehe ich so unter Strom?&nbsp;</p><p>Nimm kein Blatt vor den Mund. Beschreibe alles genau so, wie du es denkst oder empfindest. Trau dich auch Schimpfworte, die sowieso in deinem Inneren kreisen, aufs Papier zu bringen! Du darfst wütend sein, du darfst enttäuscht sein, du darfst miese Sachen denken und aufschreiben, du hast ein Recht auf deine Gefühle – auch wenn sie »schwierig« sind. All das aufzuschreiben nimmt den Druck raus und hilft dir bei der inneren Klärung.&nbsp;<br>Bei inneren Konflikten ist es besonders hilfreich beide Seiten, beide Wünsche beziehungsweise die wiederstreitenden Bedürfnisse einfach mal zu Papier zu bringen.&nbsp;<br>Durch das Schreiben gelingt es die Zügel wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Diese Technik hilft besonders bei der Verarbeitung von »schwierigen« Gefühlen, Konflikten oder Situationen, die einen nahezu sprachlos oder hilflos machen.&nbsp;<br>Am Ende des intensiven Schreibprozesses zeigt sich die Essenz: In der Regel bleiben zwei oder drei wichtige Sätze übrig, die dann sogar ausgesprochen werden können, um die Lage zu bereinigen. Übrigens kann man diesem Prozess nicht vorgreifen: Erst müssen alle Gefühle und Gedanken »rausgeschrieben« werden – also auf den Tisch –, damit sich die dunklen Wolken verziehen können und sich die Ursache des Problems zeigt.&nbsp;<br>Falls du nicht weißt, wie du anfangen sollst, beginne damit die Situation zu beschreiben, wie sie ist. Was ist passiert? Wie war das für dich? Was genau wurmt dich eigentlich so?&nbsp;<br>Am Ende wird der Brief verbrannt oder wenn das nicht möglich ist, in ganz kleine Stücke gerissen und ins Klo geworfen. Dieses Ritual hilft dir zusätzlich die Gefühle loszulassen.&nbsp;                          </p><p class="has-black-color has-text-color">Wenn du jetzt deinem Symptom auf den Grund gehen willst kannst du dir gerne kostenlos<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color"> <strong><a href="https://www.anette-droege.de/eintragung/">das Symptomtagebuch </a></strong></mark>herunterladen laden.<br>Wenn du tiefer einsteigen möchtest, kannst du <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color"><a href="https://www.anette-droege.de/kontakt/"><strong>einen Termin</strong></a> </mark>für ein kostenloses Vorgespräch machen oder <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color"><a href="https://anette-droege.coachy.net/lp/fuhlen-ist-gesund-2"><strong>den Online Kurs</strong></a> </mark>buchen, der dich über 9 Wochen auf einem intensiven Selbstheilungsweg begleitet.</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/schwierige-gefuehle/">Schwierige Gefühle</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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		<title>Schmerzen ohne Grund?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2022 14:59:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzen ohne Grund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eines vorweg: Grundlose Schmerzen gibt es nicht. Wenn sie keine offensichtlich organischen Ursachen haben, dann sind diese Schmerzen das Resultat von Dauerstress.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/schmerzen-ohne-grund/">Schmerzen ohne Grund?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-text-color" style="color:#55595b"><strong><em>Immer mehr Menschen leiden unter solchen Schmerzen, die in der Schulmedizin ohne Diagnose bleiben. Die Folge: Ohne organischen Befund, keine Behandlung. Der Schulmediziner ist mit seinem Latein am Ende. Der Patient mit seinem Schmerz allein. Doch wie kommt es dazu, dass so viele Menschen starke Schmerzen haben, für die die Schulmedizin keine Begründung findet? Die Ursache ist in vielen Fällen chronischer Stress.</em></strong></p><p><span style="text-decoration: underline;">Schmerzen ohne Diagnose entstehen in drei Phasen:</span></p><p>Bei Stress geschieht viel mehr im Körper, als allgemein bekannt ist.</p><p>1- Der Sympathikus, als Teil des vegetativen Nervensystems, wird aktiviert und es kommt zur Ausschüttung von Stresshormonen wie u.a. Adrenalin und Kortisol: Puls und Blutdruck steigen und die Sinne sind hellwach, gleichzeitig wird die Verdauung herunter geregelt, damit die ganze Energie für »Kampf oder Flucht« zur Verfügung steht.</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b">2- die&nbsp;<strong>Muskulatur wird stärker durchblutet und spannt sich</strong>&nbsp;reflexartig an, um dem Körper Stabilität und Schutz zu geben.</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b">3- das&nbsp;<strong>Immunsystem erfährt eine unspezifische Aktivierung</strong>, um bei Verletzungen sofort reagieren zu können.</p><p>Diese Schutzreaktion des Körpers, man spricht auch von der »Kampf-oder-Flucht-Reaktion«, ist in einer akuten Gefahrensituation bzw. Bei Stress absolut sinnvoll, denn sie lässt uns für gewisse Zeit Höchstleistungen vollbringen. Die Stressreaktion steht also voll und ganz im Zeichen des Überlebens und ist deshalb darauf ausgelegt uns für kurze Zeit auf Hochtouren zu bringen. Problematisch wird es, wenn einer Stresssituation keine Ruhephase folgt, wie das bei chronischem Stress beziehungsweise Dauerstress der Fall ist.</p><p class="has-text-color" style="color:#5e5757"><strong><span style="text-decoration: underline;">Im Dauerbetrieb führt die Muskelanspannung aber zu Verspannungen und die unspezifische&nbsp; Aktivierung des Immunsystems zu Mikroentzündungen, die in Kombination sehr schmerzhaft werden können</span>.</strong></p><p class="has-text-color" style="color:#5e5757"><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Das heißt, Stress, der uns einerseits zu Höchstleistungen befähigt, kann uns auf Dauer&nbsp; krankmachen!&nbsp;</span></em></strong>In meiner Praxis habe ich ganz oft mit solchen Fällen zu tun, wenn du dich fragst, ob du auch davon betroffen bist, melde dich gerne zu einem unverbindlichen Vorgespräch, über das Kontaktformular auf meiner Internetseite an.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Was ist eigentlich Dauerstress?</em></strong></h5><p>Die Ursachen für Dauerstress liegen nicht nur im Bereich der Arbeit, etwa durch Belastung oder Überforderung, sondern hat sehr oft auch psychosoziale Ursachen. Dazu gehören beispielsweise finanzielle Sorgen, soziale und emotionale Konflikte aber auch unterdrückte Gefühle. Ärger, Enttäuschungen, Ohnmacht oder Versagensängste, die man immer wieder herunterschluckt oder widerstrebende Gefühle beziehungsweise Gewissenskonflikte, die sich einfach nicht lösen lassen, wie sie etwa in Beziehungen, mit Kindern oder bei der Langzeitpflege eines geliebten Menschen aufkommen können.</p><p>Solche inneren Konflikte verschwinden nicht indem wir sie einfach runterschlucken und tapfer weitermachen,&nbsp; sondern sie erzeugen dann weiterhin Stress – jedoch in unserem Inneren, auf einer unbewussten Ebene. Dieser innere Stress löst die gleiche biochemische Stressreaktion aus wie äußerer Stress.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Es ist also egal, ob wir bewussten Stress haben, weil wir im Stau stehen, uns über unseren Partner ärgern oder ein Termin drückt oder ob wir unbewussten Stress haben, weil wir einen inneren Konflikt nicht lösen können.</p></blockquote><p class="has-text-color" style="color:#55595b"><strong>Aktuell erleben viele Menschen schon über einen langen Zeitraum Dauerstress&nbsp;</strong>–zum Beispiel hervorgerufen durch die zahlreichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Insbesondere Frauen sind stark betroffen, die sich bei dem Versuch alles gleichmäßig gut hinzubekommen – Homeoffice, Kinder, Unterrichten, Haushalt – total aufreiben. Ganze Branchen und ihre Mitarbeiter, die aufgrund des Lockdowns schon seit Monaten nicht mehr arbeiten dürfen bangen um ihre Existenz. Und da ist noch die Angst vor dem weltweit grassierenden Virus, seinen Mutationen, einer Ansteckung, einem schweren Krankheitsverlauf, den Nebenwirkungen einer Impfung und so weiter. All das erzeugt ebenfalls biochemischen Stress, der einen langfristig krank werden lässt.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Chronischer Stress macht krank</em></strong></h5><p>Kein Wunder also, das Dauerstress krank macht, denn dieser Überlebensmodus verbraucht sehr viel Energie zugunsten der nach außen gerichteten Reaktion. Gleichzeitig wirkt sich der Stress negativ auf das innere Gleichgewicht aus: denn die allgemeinen Selbstheilungsprozesse, wie Verdauung, Entgiftung und Reinigung des Körpers von Stoffwechselgiften aber auch von mutierten Zellen, werden während der Stressreaktion gedrosselt. Die Selbstheilungsaktivitäten des Körpers werden also praktisch auf Eis gelegt.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Reflektorische und unbewusste Verspannungen</em></strong></h5><p>In einer Stresssituation kommt es zu einer reflexartigen Anspannung der Muskulatur. So haben sich schon unsere Vorfahren in der Steinzeit bei Gefahr für den Kampf oder die Flucht gewappnet. Diese Muskelanspannung erfolgt unterbewusst und löst sich größtenteils&nbsp; sobald die Gefahr vorüber ist. Bei chronischem Stress fällt diese gesunde Gegenpendelbewegung, das heißt die Relaxation, jedoch aus oder kann nur ganz eingeschränkt stattfinden.</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b"><strong><em>Die Verspannung führt auf Dauer zu einer Verkürzung der Muskulatur, der Muskel wird unbeweglich und verursacht bei jeder Bewegung Schmerzen.</em></strong></p><p>Die Anspannung in den Muskeln kann so groß werden, dass sie sogar die Kraft besitzt, einzelne Wirbel zu verschieben oder das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk am unteren Ende der Wirbelsäule so zu verspannen, dass die Beinstellung negativ beeinflusst wird – die Ursache für viele »grundlose« Knieschmerzen. Diese unbewussten, reflektorischen Verspannungen bemerken wir in dem Moment, in dem sie passieren, nicht. Erst wenn wir zur Ruhe kommen, machen sie schmerzhaft auf sich aufmerksam: dann haben wir das Gefühl, als wären wir »von einem Lastwagen überrollt« worden oder als hätten wir Muskelkater. Viele dieser Verspannungen lassen sich durch gezielte Bewegung, Sport oder Entspannungsübungen auflösen – aber auch nur dann, wenn wir uns die Zeit dafür nehmen. Wichtig ist es, nach dem Stress immer wieder zur Ruhe zu finden. Wenn das nicht passiert – warum auch immer – kommt es zu entzündlichen Prozessen im Körper.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Unspezifische Aktivierung des Immunsystems</em></strong></h5><p class="has-text-color" style="color:#55595b">Eine bislang wenig beachtete Stressreaktion ist die unspezifische Aktivierung des Immunsystems. Sie dient dazu, dass das Immunsystem im Falle einer Verletzung, etwa durch einen Biss oder eine Prellung, sofort reagieren kann. Diese zunächst absolut sinnvolle Aktivierung führt bei Dauerstress, weil sie dann permanent aufrechterhalten wird, zu&nbsp;<strong>Mikroentzündungen</strong>&nbsp;im Körper – und zwar bevorzugt an den ganz individuellen, persönlichen Schwachstellen: Die einen bekommen eine Nasennebenhöhlen- oder eine Mittelohrentzündung, die anderen einen Neurodermitis-Schub, Magenschmerzen oder eine Zahnwurzelentzündung.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Wo ist deine Schwachstelle?</em></strong></h5><p>Schlagen dir Ärger, Enttäuschungen oder Hilflosigkeit auf die Blase oder den Rücken oder führen sie bei dir eher zu Nackenverspannungen? Das Problem: Mikroentzündungen sind sehr schmerzhaft, können aber mit den herkömmlichen Diagnosemethoden nicht dargestellt werden.</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b"><strong>Fallbeispiel: Kiefernschmerzen ohne Befund</strong></p><p><em>Dreimal war meine Patientin wegen starker Schmerzen im Kiefer bei ihrem Zahnarzt, dreimal konnte er keine zahnmedizinische Ursache für ihre Schmerzen ausmachen. Mit den Worten »Ich finde nichts, das muss wohl psychosomatisch sein!« schickte er die Patientin zu mir. Für meine Patientin klang das nach »Sie bilden sich das wohl ein!«. Obwohl sie also starke Schmerzen hatte, konnte der Arzt keine Entzündung oder sonstige Ursache finden – warum?</em></p><p>Zunächst fragte ich meine Patientin, welche Themen in ihrem Leben aktuell waren, als die Schmerzen erstmals auftraten. Sie erinnerte sich: Damals hegte sie Ärger und Groll gegenüber ihren Eltern. Nach einer beruflichen Niederlage war sie wieder ins Elternhaus zurückgekehrt. Die Mutter betrat häufig ohne anzuklopfen ihre Wohnung und respektierte auch sonst kaum Grenzen. Da waren widersprüchliche Gefühle: Einerseits war sie sehr dankbar, dass sie bei ihren Eltern Aufnahme gefunden hatte, anderseits verhielt sich ihre Mutter übergriffig und distanzlos. Da sie keinen Weg fand, sich abzugrenzen, baute sich in ihrem Körper biochemischer Stress auf.</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b">Wir arbeiteten nun mit diesem&nbsp;<strong>inneren Konflikt, indem wir ihn einerseits aufstellten</strong>, was ihr half den Ärger in einem sicheren Raum auszudrücken und die richtigen Worte zu finden, um anschließend auch gehört zu werden. Andererseits&nbsp;<strong>wendeten wir uns ganz achtsam ihren seelischen Verletzungen zu</strong>, die bisher verhinderten, dass sie für ihre Bedürfnisse und Gefühle einstehen konnte.</p><p>Es zeigten sich Schuldgefühle, aber auch alte, tiefe Verlassenheitsgefühle, die auf eine sehr subtile Weise die Abgrenzung gegenüber der Mutter immer wieder unmöglich machten und dazu führten, dass sie sich doch immer wieder anpasste. Durch die Körperarbeit konnte sich ihr Nervensystem entspannen und damit auch die Muskulatur des Kiefers. Wir arbeiteten mit haltgebender Körperarbeit und dem »Nachnähren«, sodass sie über den Körper liebevolle Geborgenheit, Sicherheit, Wärme und Halt erfuhr und sich ihre alten Gefühle auflösen konnten.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Chronische Entzündungen entwickeln sich durch Dauerstress</em></strong></h5><p>Nun leben wir alle mehr oder weniger im Stress und daher kommt es, ohne dass wir durchgehend krank sein müssen, zu solchen unspezifischen »Entzündungsereignissen« – nämlich jedes mal, wenn der Stresspegel wieder ansteigt. So denken die Betroffenen »alles ist wieder gut«, tatsächlich aber kommen und gehen die Symptome mit dem jeweiligen Stresspegel. Das habe ich vielfach erlebt, beispielsweise bei Menschen mit Neurodermitis oder Schulter-Nacken-Syndrom, mit Knieschmerzen, Nasennebenhöhlen- und auch Magenschleimhautentzündungen. Durch eine Behandlung klingen die Beschwerden zunächst ab, bis zum nächsten Stressereignis – dann flammt alles sofort wieder auf. Deshalb braucht es für die erfolgreiche Behandlung von solchen Schmerzen eine ganz andere Herangehensweise, als nur die Symptome zu behandeln bzw. Weg zu machen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Biochemie und Gefühle untrennbar miteinander verbunden!</em></strong></h5><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>In unserem Organismus sind Biochemie und Gefühle untrennbar miteinander verbunden!</p></blockquote><p>Nichts in unserem Körper geschieht unabhängig – alles was passiert sorgt für Resonanz: negative Gefühle in Belastungssituationen, bei inneren Konflikten, Ärger, Enttäuschung aber auch positive Gefühle wie Zufriedenheit, Liebe oder Erfolg, erzeugen gleichermaßen biochemische Reaktionen im Körper und im Nervensystem. So, wie biochemischer Stress mit bestimmten negativen Gefühlen einhergeht, verhindert er gleichzeitig die positiven Gefühle und Empfindungen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Wie »grundlose« Schmerzen erfolgreich behandelt werden können</em></strong></h5><p>Die mächtigsten Heilwerkzeuge bei Schmerzen sind Ruhe und Entspannung. Doch sag’ das mal jemandem, der gerade total gestresst ist. Dabei sind stressbedingte Schmerzen deutliche Hinweise des Körpers, die wir nicht ignorieren sollten. Sie signalisieren, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann, dass wir sozusagen »über unsere Verhältnisse leben«. Und die Betroffenen spüren das auch, wissen jedoch nicht, wie sie den Schalter umlegen sollen. Sie fragen sich: »Wie kann ich mich entspannen, wenn gleichzeitig in meinem Inneren alles auf Hochtouren läuft, wenn meine Gedanken nicht aufhören zu kreisen oder wenn ich sofort Schuldgefühle bekommen, sobald ich mich mal ausruhen will.« Das ist in meiner Praxis immer wieder ein sehr kniffliger Punkt, denn neben dem Reflektieren über die persönlichen Themen und die aktuelle Lebenssituation ist es wirklich wichtig, etwas zu verändern.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Es geht darum Räume im eigenen Leben zu schaffen, in denen Ruhe und Erholung möglich sind.</em></strong></h5><p>Das ist für viele Menschen kein leichter Weg, denn häufig funken Überzeugungen dazwischen, Schuldgefühle, tradierte Werte und anerzogene Glaubenssätze, die einen daran hindern, endlich etwas für sich selbst zu tun. Wenn die Betroffenen es dann aber schaffen, sich diese Freiräume zu nehmen, kommt nicht nur langsam ihre Kraft zurück – sie finden auch ihre innere Ruhe wieder.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Eine positive Pausenkultur entwickeln</em></strong></h5><p>Wissenschaftliche Studien im Bereich der psychosomatischen Forschung haben gezeigt, dass der Stresspegel durch regelmäßige, ritualisierte Entspannungsereignisse deutlich messbar absinkt – und zwar für 48 Stunden.</p><p>So konnte nachgewiesen werden, dass bei Menschen, die jeden zweiten Tag! etwas für ihre Entspannung und Regeneration tun, der Pegel der Stresshormone für 48 Stunden drastisch absinkt. Das zeigt: Wenn du dir regelmäßig Zeit nimmst, um zu entspannen, aufzuatmen und deinen Alltag für einen Moment hinter dir zu lassen, leistest du einen wichtigen Beitrag für deine Gesundheit. So vielfältig wie die Menschen sind dabei auch die Entspannungsmethoden: der eine entspannt am besten durch Tai Chi oder Körperarbeit andere bevorzugen Yoga oder einen Spaziergang im Park. Wieder anderen hilft singen, stricken oder kochen. Finde heraus, welche Beschäftigung dich zur Ruhe kommen und entspannen lässt!</p><p>Die Lösung liegt aber nicht allein darin, sich regelmäßig zu entspannen.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Um den inneren Stress nachhaltig zu durchbrechen gilt es auch zu verstehen, wer oder was dich stresst und was dich bisher daran gehindert hat zu entspannen.</p></blockquote><p>Beantworte dazu die nachfolgenden Fragen. Nimm dir Zeit und schreib deine Antworten auf. Du wirst überrascht sein und ein paar neue Erkenntnisse gewinnen.</p><p><em><span style="text-decoration: underline;">Wer oder was stresst dich?</span></em></p><ul class="wp-block-list"><li>Warum und wie schaffen es bestimmte Menschen, dich auf die Palme zu bringen?</li><li>In welcher Situation geht dir regelmäßig »der Hut hoch«?</li><li>Woran erinnert dich dieser Mensch oder die Situation?</li></ul><p><em><span style="text-decoration: underline;">Was hat bisher verhindert, dass du dir ausreichende Ruhe und Erholung gönnst?</span></em></p><ul class="wp-block-list"><li>Welche Überzeugungen hast du dazu verinnerlicht?</li><li>Was haben dir deine Eltern vorgelebt?</li><li>Wie ist es überhaupt soweit gekommen, dass du jetzt solche Schmerzen hast?</li><li>Wie war der Weg bis zu deinen Schmerzen?</li></ul><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Ruhe – ein wichtiger Gesundheitsfaktor</em></strong></h5><p>Nur in der Ruhe kommt der parasymphatische Ast des zentralen Nervensystems ins Spiel, sodass er Entspannungshormone ausschütten kann: Erst wenn du dir Zeit nimmst, um zu entspannen oder dir Geborgenheit schenkst, indem du es dir gemütlich machst – ohne Handy, ohne Fernseher und ohne Ablenkung –, werden Hormone wie Serotonin, Dopamin und Oxytozin freigesetzt: Hormone, die dir ein Gefühl von Wohligkeit schenken. Jetzt fühlst du dich entspannt und »richtig«, geborgen und angekommen. Idealerweise kommst du mit deiner Wahrnehmung wieder mehr in Kontakt, mit deinem Körper und kannst wieder Frieden mit dir selbst und mit deinem Leben schließen.</p><p>Diese Gegenpendelbewegung ist sehr gesund und wichtig, damit sich dein Körper erholen und deine Seele wieder Kraft schöpfen kann. Regelmäßige Erholung stärkt nicht nur unseren Körper sondern ganz besonders unsere Seele und damit unsere Resilienz und allgemeine Belastbarkeit.</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b"><strong>In der Ruhe kann dein Körper nach innen tätig werden,&nbsp;</strong>jetzt werden deine Selbstheilungskräfte aktiv: Nun finden Verdauungs-, Reinigungs- und Entgiftungsprozesse statt, die sogar mutierte Krebnszellen unschädlich machen können. Im Entspannungszustand fühlst du dich nicht nur mental und körperlich richtig wohl, sondern auch deine Seele kann jetzt zur Ruhe kommen und Kraft schöpfen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Grübeln macht krank</em></strong></h5><p>Wenn du nicht zur Ruhe kommst, weil sich dein Gedankenkarussell unaufhörlich dreht oder du nicht stillsitzen kannst, wird nicht nur die Ausschüttung der positiven Entspannungs- und Glückshormone verhindert, sondern auch die positiven Gefühle und die lebensnotwendige Reinigung. Deshalb kann Grübeln dich richtiggehend krank manchen. Denn wenn du dir ständig Sorgen machst, entsteht in deinem Organismus ununterbrochen neuer biochemischer Stress.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Alte Gewohnheiten loslassen und neue Lebenskraft und Gesundheit gewinnen!</em></strong></h5><p>Es ist also gar nicht so einfach, alte ungesunde Gewohnheiten zu überwinden, aber es lohnt sich. Besonders, wenn du schon länger krank bist oder in einer belastenden Situation feststeckst, empfehle ich dir, professionelle Unterstützung zu suchen. Denn ein entsprechend geschulter Mensch kann dich ganz anders wahrnehmen und vor allem unterstützen.</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b"><strong>Übrigens</strong>: Ein weiterer sehr wichtiger Schritt bei Schmerzen ist das<strong>&nbsp;Loslassen</strong>. In meiner Praxis unterstütze ich deshalb meine Patient*innen neben dem Gespräch immer auch durch Massage und haltgebender Köperarbeit: so können Seele, Nervensystem und Muskulatur tief entspannen, loslassen, zur Ruhe kommen und wieder Kraft schöpfen.</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/schmerzen-ohne-grund/">Schmerzen ohne Grund?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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		<title>Psychosomatische Magenschmerzen: Wie Bewertungen unser Mitgefühl und Verständnis verhindern</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/psychosomatische-magenschmerzen-wie-bewertungen-unser-mitgefuehl-und-verstaendnis-verhindern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 11:01:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosomatische Schmerzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Menschen, die psychosomatisch krank sind, fühlen sich schlecht, ohnmächtig und sehr oft „nicht gut<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/psychosomatische-magenschmerzen-wie-bewertungen-unser-mitgefuehl-und-verstaendnis-verhindern/">Psychosomatische Magenschmerzen: Wie Bewertungen unser Mitgefühl und Verständnis verhindern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Viele Menschen, die psychosomatisch krank sind, fühlen sich schlecht, ohnmächtig und sehr oft „nicht gut genug“. Sie haben das Gefühl, nur sie sind krank und alle anderen schaffen ihr Pensum ohne gesundheitliche Probleme! Kennst du, liebe Leserin und lieber Leser, dieses Gefühl auch? Ich möchte dieses Phänomen mit einem Beispiel aus meiner Praxis vorstellen:</em></strong></p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Praxisbeispiel</em></strong></h5><p>Vor mir sitzt die Chefsekretärin einer großen Firma, mit chronischen Magenschmerzen. Sie arbeitet fast jeden Tag 12 Stunden, um den ganzen Laden zusammen zu halten. Im Brustton der Überzeugung sagt sie zu mir: „Ich bin hierher gekommen, weil ich nicht so belastbar bin wie andere!“ Ich frage sie, wie sie darauf kommt, und sie erzählt mir, was sie so alles den ganzen lieben langen Tag zu tun hat. Sie erzählt mir von ihren Schwierigkeiten, von den langen Arbeitstagen und der immer wieder problematischen Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen. Interessanterweise fällt ihr selbst bei dem Bericht nicht auf, wie sehr sie sich tatsächlich für die Firma aufreibt.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Dieser Moment, in dem sie am Ende von diesem Bericht sagte „ Sehen sie, ich bin einfach nicht so belastbar,“ war für mich geradezu surreal</em></strong></h5><p>Natürlich hatte sie sich schon darum bemüht, besser zu verstehen, warum sie so krank geworden war. Sie hatte Ratgeber gelesen mit deren Hilfe sie versuchte, ihr Symptom zu deuten, dadurch entstand aber neuer Stress, denn nun wollte sie alles RICHTIG machen, um GESUND zu werden. Sie fing an sich für ihre Krankheit schuldig zu fühlen und hatte die Hoffnung, wenn sie nun alles richtig machen würde, wäre sie bald gesund. Das hat aber nicht funktioniert, weil sie bis zu dem Zeitpunkt gar nicht wirklich verstanden hatte, WARUM sie krank geworden war und was der Magen ihr so dringend sagen musste/wollte.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Gefangen in der eigenen Ohnmacht</em></strong></h5><p>Der Magen reagiert oft als erstes auf zu viel Stress, denn er leidet zum einen unter der zumeist unbewussten inneren muskulären Anspannung, die die Organe im Bauchraum einengt, und&nbsp; wird zusätzlich durch schlechte Nahrungsgewohnheiten, zuviel Kaffee und Zigaretten gereizt. Ja, es war ihr schon klar, dass sie zu viel Stress hatte. Grundsätzlich steckte sie aber so tief in ihrer Tretmühle fest, dass ihr der Abstand fehlte, um zu erkennen, dass sie erheblich mehr und länger arbeitete als ihre Kollegen. Erst im Gespräch, als ich ihr alles noch einmal aufzählte, wurde ihr das plötzlich bewusst. In ihrer Ohnmacht hatte sie angefangen sich selbst zu bewerten bzw. abzuwerten, denn sie hat ja das Gefühl nicht soviel zu schaffen wie dir anderen.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Gefangen in ihrem (Werte-) System konnte sie nicht mehr erkennen, wie hoch und im Grunde unrealistisch ihre Ansprüche an sich selbst waren.</p></blockquote><p>Sie verlor jegliches Verständnis und vor allem Mitgefühl für sich und ihren Körper.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Die Bewertung verhinderte jegliches Verständnis für die Situation!</em></strong></h5><p>Ein anderer wichtiger Punkt bei der Bewertung ist natürlich das Wertesystem, was wir von unseren Eltern mitbekommen haben und welches sich durch unser Leben weiterentwickelt hat. Meine Patientin war in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, in denen sie oft alleingelassen wurde. Dieses Gefühl, alleine zu sein bzw. alles alleine machen zu müssen, wurde nun durch die berufliche Situation immer wieder neu heraufbeschworen. Und sie bemühte sich deshalb nach Kräften der Lage Herr zu werden. Für sie war das Gefühl, „alles alleine zu schaffen“, eine Überlebensstrategie, dir ihr in schweren Zeiten geholfen hatte. Grundsätzlich gab sie ihr Kraft und Selbstbewusstsein. In dieser beruflichen Situation, jedoch sorgte die Überlebensstrategie nun aber dafür, dass sie sich bis auf die Knochen verausgabte und kein Ende fand. Sie konnte ihre gesunden Grenzen nicht mehr spüren, wusste nicht, ob es in Ordnung war, eine Pause zu machen oder ob es den anderen zeigen würde, dass sie nicht so belastbar war? Das ist ein Phänomen, was ich oft erlebe bei Menschen mit oder kurz vor einem Burn-Out, sie haben sich so verfranst zwischen ihrer Erschöpfung und den inneren Bewertungen, dass sie ihrem Gefühl für sich selbst und ihre ganz normalen und gesunden Bedürfnisse nicht mehr trauen oder sogar vollkommen verloren haben.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Psychosomatische Beschwerden können überwunden oder zumindest gelindert werden!</em></strong></h5><p>Durch viele intensive Gespräche und Aufstellungsarbeit gelang es meiner Patientin ihre inneren Überzeugungen besser zu verstehen und so immer öfter die Wahl zu haben, wie sie mit einer Situation umgehen möchte. Die Körperarbeit, die ihr Wärme, Geborgenheit und das Gefühl „nicht allein zu sein“ gab, heilte nach und nach die seelischen Wunden aus ihrer Kindheit und gab ihr die Kraft ihre berufliche Situation soweit zu verändern, dass sie nun überwiegend gesund ist.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Das Symptom ist ihr immer wieder ein strenger Begleiter und Ratgeber.</p></blockquote><p>Jedes Mal, wenn sie wieder über ihre Grenzen geht, taucht das Symptom, wenn auch in stark abgeschwächter Form, wieder auf. So hilft ihr nun das Symptom, besser auf ihre Gesundheit zu achten!</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/psychosomatische-magenschmerzen-wie-bewertungen-unser-mitgefuehl-und-verstaendnis-verhindern/">Psychosomatische Magenschmerzen: Wie Bewertungen unser Mitgefühl und Verständnis verhindern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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		<title>Durchhaltevermögen und Belastbarkeit: Warum das nicht immer Zeichen von Stärke sind</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/durchhaltevermoegen-und-belastbarkeit-warum-das-nicht-immer-zeichen-von-staerke-sind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 11:52:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Durchhaltevermögen & Belastbarkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Ich kann einfach nicht Nein sagen“ Wie oft hast du, liebe Leserin und lieber Leser, diesen Satz schon von Angehörigen oder Freunden gehört oder auch selber gesagt? </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/durchhaltevermoegen-und-belastbarkeit-warum-das-nicht-immer-zeichen-von-staerke-sind/">Durchhaltevermögen und Belastbarkeit: Warum das nicht immer Zeichen von Stärke sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-text-color" style="color:#55595b"><strong><em>„Ich kann einfach nicht Nein sagen“ Wie oft hast du, liebe Leserin und lieber Leser, diesen Satz schon von Angehörigen oder Freunden gehört oder auch selber gesagt? Lass uns diesen Satz einmal genauer betrachten. Ich denke, du stimmst mir zu, wenn ich sage, die weitverbreitetste Meinung ist, dass es Kraft kostet, etwas zu tun, dass es eine Leistung ist etwas zu schaffen, etwas durchzuhalten und zu Ende zu bringen.</em></strong></p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Aber wie viel Kraft kostet es uns eigentlich, etwas abzulehnen, „Nein“ zu sagen und für die eigene Wahrheit einzutreten?</em></strong></h5><p>Bislang wurden mit Leistung und Erfolg nach außen gerichtete Aktivitäten verbunden. Dafür gibt es Anerkennung von außen – und dafür erkennen wir uns selber an. Nein zu sagen hingegen wird – oft von außen, aber auch von uns selber &#8211;&nbsp; nicht mit wirklicher Stärke assoziiert – oft sogar im Gegenteil &#8211; eher mit Schwäche! Im Zuge der Erkenntnisse der aktuellen Forschung, insbesondere aus dem Bereich der Psychosomatik, wird nun jedoch immer stärker deutlich, dass auch seelische oder psychische Aktivitäten eine enorme Leistung sind &#8211; besonders dann, wenn es uns schwer fällt, eine Bitte abzuschlagen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Die psychische Kraft, die wir brauchen, um uns in Konflikte zu begeben, für unsere Meinung einzustehen oder Gegenwind standzuhalten, wird eigentlich erst dann sichtbar, wenn sie fehlt!</em></strong></h5><p>In meiner Praxis begegne ich jeden Tag Menschen mit Burn-out und psychosomatischen Krankheiten. Ein zentrales gemeinsames Merkmal, das fast alle eint,&nbsp; ist tatsächlich eine innere Erschöpfung. Sie schleicht sich langsam ein und führt dazu, dass die Betroffenen langsam aber sicher einfach nicht mehr die Kraft aufbringen können, „Nein“ zu sagen. Dadurch beginnt eine Abwärtsspirale, die dazu führt, dass sie sich, obwohl schon längst müde und ruhebedürftig, noch mehr Arbeit aufhalsen (lassen).&nbsp;Die Berichte ähneln sich alle ein bisschen:</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Diese seelische Erschöpfung entsteht schleichend, zunächst merkt man es kaum.</p></blockquote><p>„ Ach, kein Problem das kann ich gerne mitmachen.“ Es gibt so viele Beispiele: Den Brief noch eben einstecken, obwohl es ein Umweg ist, den Auftrag, annehmen oder länger arbeiten, weil die liebe Kollegin früher geht., etc&#8230;</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Besonders wenn wir müde sind, scheint es einfacher „Ja“ zu sagen anstatt „Nein“! Kennst du solche Momente auch von Dir?</em></strong></h5><p>Deshalb möchte ich heute den Heldenmythos der unendlichen Belastbarkeit demontieren. Ich möchte unseren allgegenwärtigen Leistungsanspruch im Sinne einer gesunden Lebensführung hinterfragen. Denn unser Körper verfügt über ein sehr fein ausgeklügeltes Selbstheilungssystem, mit dem er uns in fast jeder Lebenslage im Gleichgewicht hält. Wir haben uns allerdings heute an einen Lebensstil gewöhnt, durch den wir im Grunde tagtäglich im Stressmodus leben. Egal, ob im Straßenverkehr oder durch Zeitdruck, egal, ob bei Arbeits- oder Beziehungsstress, viele von uns leben auf der Überholspur und laugen ihren Körper (und im Endeffekt auch die Psyche) aus. Das Problem dabei: Am Anfang geschieht das unmerklich, wenn wir nicht wirklich achtsam sind. Viele Helden und Heldinnen des Alltags, die ich treffe werden getrieben von inneren Glaubenssätzen, die sie vorantreiben. Die ihnen verbieten, erholsame Pausen zu machen, sich ausreichend zu regenerieren und auf liebevolle Weise für sich selber zu sorgen! Sie fühlen sich erst dann „Gut genug“ oder „liebenswert“ wenn sie alles gegeben haben. Das heißt, wenn sie sich täglich bis an – oder vielfach sogar über &#8211; ihre Grenzen verausgaben. Viele Betroffene haben mehr Mitgefühl oder Mitleid für andere als für sich selbst. Manch anderer ist ehrgeizig bis zum Umfallen, weil er beispielsweise gelernt hat, dass nur die Leistung im Außen anerkannt wird – und die eigenen Grenzen und seelischen Bedürfnisse mit Schwäche assoziiert wurden, vielleicht sogar in der Kindheit mit Liebesentzug bestraft wurden! Interessant ist in diesem Zusammenhang die Sprache mit der die Umstände beschrieben werden. Der Körper wird zum Objekt gemacht, wird genutzt, um das Ziel zu erreichen, wird benutzt, um zu leisten, zu helfen, um eine wichtige Rolle auszufüllen oder um sich „richtig“ (liebenswert) zu fühlen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Aber führt das alles wirklich zum Ziel?</em></strong></h5><p>Aus einem ganzheitlichen Blickwinkel betrachtet, erschaffen wir nämlich genau das Gegenteil. Wir beuten unseren Körper und seine überaus feinen Selbstheilungsmechanismen im Sinne der „ guten Sache“ bis über ihre absoluten Grenzen hinaus aus! Wir sagen „ja“ zu anderen – aber oft „nein“ zu uns selber! Ob es sich dabei um Tischler handelt, Erzieher, Sekretärinnen oder Ärzte &#8211; es gibt viele Arbeitsplätze, die mit hohen Ansprüchen verknüpft sind. Selbst als Mutter oder Vater muss man heutzutage „performen“. Viele von uns sind mit ganzer Leidenschaft und Begeisterung bei der Sache. Was wir aber neu lernen bzw. verknüpfen müssen, ist, dass unser Körper regelmäßig eine gesunde und ausgleichende Gegenpendelbewegung braucht, um gesund zu bleiben. Auch wenn es ein hoher moralischer Wert zu sein scheint, durchzuhalten, etwas zu Ende zu bringen oder für andere da zu sein, liegt die Grenze ganz klar dort, wo wir uns selber schaden! Es heißt auf gar keinen Fall, jetzt nicht mehr zu helfen oder für andere etwas zu tun. Das sind tolle Qualitäten in einer Gemeinschaft oder Gesellschaft.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Aber was wir unbedingt brauchen, ist eine neue Definition von Ruhe und Erholung!</em></strong></h5><p>Ruhe und Erholung haben heute immer noch den Beigeschmack von Faulheit oder sich auf Kosten anderer auszuruhen. Glücklicherweise ändert sich bereits einiges, sodass es zum Beispiel nicht mehr gerne gesehen wird, wenn jemand krank zur Arbeit kommt! Heute wissen wir, wie wichtig Erholung und Entspannung für die Gesundheit und psychische Belastbarkeit sind.&nbsp;</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Denn nur in echter Ruhe schaltet der Körper um, regeneriert und entgiftet.</p></blockquote><p>Dann erst hat das Immunsystem zum Beispiel genug Zeit und Energie, Bakterien und Viren, aber auch gefährlich veränderte Zellen zu finden und zu entfernen. Dann erst werden Hormone der Entspannung ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass wir uns wohlfühlen. Sie wirken angstlösend und geben uns das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit z.B.&nbsp; mit den richtigen Menschen am richtigen Ort zu sein.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Nur im Gefühl von seelischer Geborgenheit und Sicherheit können sich unsere seelischen und körperlichen Akkus wieder aufladen.</em></strong></h5><p>Eine ganz einfache Möglichkeit, um diese Seite in deinem Leben zu stärken, sind regelmäßige Spaziergänge. Hierbei kannst du dir selber lauschen, anstatt dir ein weiteres Mal die Probleme anderer Leute anzuhören. Was beschäftigt dich gerade? Was gibst du anderen, was du eigentlich selbst gerade brauchst? Liebe, Aufmerksamkeit, Mitgefühl Meine herzliche Einladung an dich: Übe dich selbst darin, dir diese überaus nährenden Qualitäten von Ruhe, Geborgenheit und Erholung zu schenken. Ein gutes Essen, ein gutes Buch, ein wohlriechender Tee, Meditation oder ein Spaziergang wirken Wunder.</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/durchhaltevermoegen-und-belastbarkeit-warum-das-nicht-immer-zeichen-von-staerke-sind/">Durchhaltevermögen und Belastbarkeit: Warum das nicht immer Zeichen von Stärke sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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		<title>Warum Heilung so viel Zeit braucht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 22:35:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Heilung braucht Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt vier gute Gründe warum sich der Heilungsprozess nicht abkürzen lässt – und das gilt in ganz besonderem Maß für den Heilungsprozess psychosomatischer Erkrankungen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/warum-heilung-so-viel-zeit-braucht/">Warum Heilung so viel Zeit braucht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-text-color" style="color:#55595b"><em><strong>»Hätte ich das bloß schon früher gewusst!« Häufig höre ich diesen Satz aus dem Mund einer Patientin oder eines Patienten, nachdem sich ein sehr tiefes, essentielles Gefühl gezeigt hat und gelöst werden konnte. Deshalb möchte ich hier eine Lanze für den Heilungsprozess als solchen brechen, denn jede Form der Heilung vollzieht sich in vielen einzelnen Schritten, die alle aufeinander aufbauen. Es gibt vier gute Gründe warum sich dieser Prozess nicht abkürzen lässt – und das gilt in ganz besonderem Maß für den Heilungsprozess psychosomatischer Erkrankungen!</strong></em></p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Erster Grund: Vertrauen ist die Basis für die Heilung</span></em></strong></h5><p>Gerade für den psychosomatischen Heilungsprozess braucht es neben Geduld vor allem Vertrauen. Damit die Seele mitarbeiten kann und sich ihre Themen zeigen können, sind Vertrauen und Sicherheit die essentielle Basis – oder anders ausgedrückt: Nur in einer sicheren Umgebung und einem zuverlässigen Umfeld können die schwierigen Themen ins Bewusstsein aufsteigen.</p><p>Manche Menschen versuchen ihren Heilungsprozess durch den Wechsel der Methoden zu beschleunigen. Und tatsächlich erleben sie aufgrund unterschiedlicher Ansätze auch andere und immer wieder überraschende Erkenntnisse. Wenn wir aber Weg und Methode zu oft wechseln, kommen wir nirgends an.</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b">Der Grund:<strong>&nbsp;Die Seele oder das Unterbewusstsein brauchen Sicherheit, Zuverlässigkeit und Vertrauen, bevor sie sich öffnen und auch die heiklen Themen und Gefühle an die Oberfläche gelangen können.</strong></p><p>Eine sichere und zuverlässige Umgebung entsteht zum Beispiel durch Regelmäßigkeit und einen emotional verlässlichen Rahmen, in dem man sich geschützt und gewürdigt fühlt. Das können regelmäßige Spaziergänge sein, der wöchentliche Besuch einer Gruppe, die sich zu Familienaufstellungen oder Qi Gong, zum Singen oder zur Atemmeditation trifft, aber auch regelmäßige Therapiesitzungen bei einer festen Therapeutin oder Therapeuten. Idealerweise finden diese Termine immer am selben Wochentag und zur selben Stunde statt. Dadurch kann nach und nach eine innere Dynamik entstehen, die dann zwischen den Terminen für die notwendige Aufarbeitung und viele neue Erkenntnisse sorgt.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Zweiter Grund: Heilung ist ein Erkenntnisprozess</span></em></strong></h5><p class="has-text-color" style="color:#55595b">Jede neue Erkenntnis erweitert das Bewusstsein und öffnet den Blick auf weitere Räume.&nbsp;<strong>Wir können einzelne Schritte des Heilungsprozesses nicht einfach überspringen, denn sie bauen alle aufeinander auf.</strong>&nbsp;Nur weil wir den ersten Schritt gemacht haben, wird der zweite möglich und so weiter. Für einen soliden Heilungs- oder Selbstheilungsweg, der am Ende auch den Herausforderungen des Lebens standhält, ist es notwendig, diesen Weg von Anfang bis Ende vollständig zu gehen. Alle Gefühle, die sich zeigen und alle Erkenntnisse, die wir auf diesem Weg gewinnen wollen ernstgenommen und wertschätzt werden – auch wenn sie unbequem oder schmerzhaft sind. Jetzt gilt es dranzubleiben.</p><p>Vielleicht hast du das auch schon mal erlebt: Nachdem du dich intensiv mit einem bestimmten Problem oder Gefühl beschäftigt hast, kommst zu einer wirklich tiefgreifenden Erkenntnis. Durch diese Erkenntnis siehst du jetzt viele Bereiche in deinem Leben mit ganz anderen Augen. Nun erst bemerkst du, in wie vielen Situationen – und auch Beziehungen – dieses Problem oder Gefühl immer wieder auftaucht. Dadurch wiederum bist du in der Lage das Problem auf einer tieferen Ebene zu erforschen, sodass du weitere Zusammenhänge erkennst.</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b">So oder so ähnlich verlaufen&nbsp;<strong>psychosomatische Heilungs- und Wachstumsprozesse</strong>. Der Grund: Unser Gehirn und unser Bewusstsein entwickeln sich ständig weiter.</p><p>Diese Weiterentwicklung vollzieht sich jedoch nicht linear sondern in Form einer ganzheitlichen Erweiterung: Das Bewusstsein weitet sich sozusagen in alle Richtungen aus: Erst wenn die eine Tür geöffnet wurde, können sich weitere Türen öffnen. Auf die Weise tauchen dann zusätzlich ganz unerwartete Gefühle oder Themen auf, die uns vorher – in diesem Zusammenhang – gar nicht bewusst waren. Ganz oft gesellen sich dann auch noch Ereignisse oder überraschende Wendungen von außen dazu, die »ganz zufällig« unseren Heilungsweg auf vollkommen unerwartete Weise unterstützen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Dritter Grund: Das seelische Gleichgewicht gibt den Takt vor</em></strong></h5><p>Innerhalb des oft sehr intensiven Heilungsprozesses begrenzt die seelische und psychische Belastbarkeit den individuellen Weg der Heilung, denn das Unterbewusstsein weiß genau, wie viel Erinnerungen, alte Gefühle und emotionalen Stress ein Mensch jeweils vertragen beziehungsweise verdauen kann.</p><p>Besonders bei Menschen, die sehr frühe seelische Verletzungen erfahren und bei solchen, die sogenannte Entwicklungstraumen erlebt haben, ist es ganz wichtig, dem inneren Tempo der Seele zu folgen und nicht zu versuchen mithilfe irgendwelcher Techniken oder theoretischer Konzepte, die Selbstschutzmechanismen zu »knacken« oder den Heilungs- und Erkenntnisprozess zu beschleunigen. Einerseits ist es nicht nötig und andererseits kann das neue Entwicklungstraumata erzeugen.</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b"><strong>Negative Gefühle, die wir erfolgreich verdrängt hatten, um einfach weiterzumachen, fühlen sich, wenn wir sie im Zuge eines psychosomatischen Heilungsprozesses wieder erleben, zunächst genauso bedrohlich und belastend an, wie damals, als sie akut waren!</strong>  </p><p>Deshalb zeigen sie sich erst dann, wenn wir eine ausreichende seelische Stabilität erlangt haben. In meiner Praxis begegnen mir Menschen, die mit 40 oder 50 Jahren endlich die seelische Reife und Stabilität erreicht haben, um sich ihren tiefen seelischen Verletzungen zu stellen. Frauen und Männer, die nun, da sie Stabilität durch ihre eigene Familie und in ihrem Beruf finden, die Kraft aufbringen können sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen.</p><p>Jetzt kann man natürlich sagen: »Das hat aber ganz schön lange gedauert!« Doch diese Bewertung übersieht, wie tiefgreifend und existentiell bedrohlich manche Gefühle und Verletzungen sind.</p><p>Denn durch Erlebnisse wie mangelnde seelische Geborgenheit, Verlassensein, Einsamkeit, Ablehnung oder emotionalen Stress aufgrund emotionaler, verbaler oder körperlicher Gewalt, vielleicht sogar durch Menschen, die wir im Grunde unserer Seele liebten, entstehen innere Konflikte, die uns bis an die Grenzen unserer Belastbarkeit bringen und entsprechend krank werden lassen. Deshalb ist es für viele Menschen sehr schwer, an diese Erinnerungen und Gefühle überhaupt heranzukommen.</p><p>Das Unterbewusstsein, unsere Seele, weiß aber genau, wie viel wir verTRAGEN können. Und auch, wenn du dich manchmal im Angesicht der alten Gefühle und Erlebnisse, die im Zuge eines psychosomatischen Heilungsprozesses auftauchen können, bis ans Äußerste herausgefordert und belastet fühlst: Deine Seele weiß, wie viel sie dir in jedem Moment deines Heilungsweges zumuten kann. Besonders, wenn man aufgrund äußerer Umstände nicht so belastbar ist, zeigen sich kaum Themen oder man verliert irgendwie das Interesse an dem Heilungsweg.</p><p>Wenn du also im Moment starkes Interesse an deiner Geschichte und deiner Heilung hast – herzlichen Glückwunsch! Jetzt bist du stark genug, um deine psychosomatischen Heilungsweg zu beschreiten.</p><p>Ich habe das in der Praxis mehrfach sehr eindrucksvoll bei werdenden Eltern erlebt. Ab dem Moment, in dem ein Paar erfährt, dass es ein Kind erwartet, entsteht bei vielen ein starkes Bedürfnis danach, die eigenen Kindheitserlebnisse zu verarbeiten – bevor es soweit ist und sie selbst Vater oder Mutter werden.</p><p>Oft ist die Therapie dann sehr intensiv und endet etwa acht Wochen vor der Geburt ziemlich abrupt. Es ist, als ob alles, was gesehen und geheilt werden muss, noch schnell an die Oberfläche drängt. Doch sobald die Geburt kurz bevorsteht, wird alle Energie für den »Nestbau« und die letzten Vorbereitungen benötigt – und die tiefe Auseinandersetzung mit der eigenen Kindheit ist nicht mehr so wichtig.</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b"><strong>Sei unbesorgt: Du kannst dich vollkommen auf dein Unterbewusstsein verlassen! Es ist immer mit an Bord. Es schenkt dir Einsichten und Gefühle und es beschützt dich gleichzeitig vor Überforderung.</strong></p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Vierter Grund: Wiederholungen sind Teil der Heilung</em></strong></h5><p>Ein seelischer Heilungsprozess verläuft in Spiralen. Manchmal haben wir das Gefühl uns immer wieder an denselben Themen oder Problemen abzuarbeiten, aber in Wirklichkeit schauen wir jedes Mal aus einer ganz neuen Perspektive, denn wir haben uns mit jedem Durchgang weiterentwickelt. Dieses Phänomen wird besonders oft übersehen, obwohl es doch so wichtig ist, denn es dokumentiert in Wirklichkeit unsere Entwicklung!</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b"><strong>Und irgendwann kommen wir an den Punkt, bei dem es »Klick« macht. …</strong></p><p>Ich habe das selbst schon erlebt: Da arbeite ich wochenlang an einem bestimmten Thema, mache Übungen, meditiere, mache Familienaufstellungen und dann … treffe ich auf diese übergriffige Frau, die versucht mir ihre Bewertungen und Projektionen überzustülpen … oder diesen Mann, der über den »Mitleidsknopf« meine Grenzen unterlaufen will … Plötzlich höre ich mich sagen »Ich muss los!« und der Drops ist gelutscht! Keine Diskussion, kein Kampf, keine Beleidigungen – nichts dergleichen war nötig, um die Situation aufzulösen. Der Satz kam einfach und ohne nachzudenken aus meinem Mund.</p><p>Nun könnte sich mein Bewusstsein darauf konzentrieren, dass ich schon wieder in so eine Situation geraten bin. Oder es feiert mit mir den Erfolg, also die Tatsache, dass es mir diesmal gelungen ist mein Thema zu meistern indem ich die Situation ganz spontan aufgelöst habe. Für beide Personen wurde ich auf diese Weise uninteressant, denn durch meine klare Abgrenzung bot ich ihnen keine Bühne mehr für ihr Projektionen und Bedürfnisse. Stattdessen lerne ich seither mehr Menschen kennen, die auch an sich arbeiteten und sich genauso wie ich darin übten, ehrlich zu ihren Wünschen und Bedürfnissen zu stehen.</p><p>Dein Bewusstsein ist grundsätzlich darauf ausgerichtet dich zu beschützen: Es »schaut« auf die Probleme. Deshalb ist es eine sehr wertvolle Übung, sich auch die Erfolge immer wieder bewusst zu machen. Das gilt ganz besonders, wenn du eine strenge innere Stimme hast, die dazu neigt alles zu bewerten. Nimm dir Zeit, um deine Erfolge wahrzunehmen und sie zu feiern.</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b"><strong>Durch ständige Wiederholung gelingt es unserem Gehirn nicht nur schreiben und rechnen, sondern auch neue Verhaltensweisen und neue Gefühle zu erlernen.</strong>  </p><p>Wenn du jetzt deinem Symptom auf den Grund gehen willst kannst du dir gerne kostenlos<strong> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color"><a href="http://anette-droege.de/eintragung/">das Symptomtagebuch</a></mark><a href="https://www.anette-droege.de/wp-content/uploads/2023/01/Symptomtagebuch.pdf"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color"> </mark></a></strong>herunterladen laden.<br>Wenn du tiefer einsteigen möchtest, kannst du <a href="https://www.anette-droege.de/kontakt/"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color"><strong>einen Termin</strong></mark></a> für ein kostenloses Vorgespräch machen oder<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color"> <a href="https://anette-droege.coachy.net/lp/fuhlen-ist-gesund-2"><strong>den Online Kurs</strong></a></mark> buchen, der dich über 9 Wochen auf einem intensiven Selbstheilungsweg begleitet.</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/warum-heilung-so-viel-zeit-braucht/">Warum Heilung so viel Zeit braucht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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		<title>Lebendige Gefühle – gesunde Grenzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 22:43:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lebendige Gefühle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gefühle gehören zu unserer körperlich-seelischen Grundausstattung. Obwohl sie uns oft gar nicht bewusst sind, sind sie doch immer da. Sie sind in einem gewissen Sinn unsere Verbindung zur Umwelt. Sie stellen die Verknüpfung zwischen unserem Inneren, unserer Seele, unserem Körper und der Umgebung her. Gefühle bringen uns im besten Falle sicher, gesund und glücklich durch den Tag.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/lebendige-gefu%cc%88hle-gesunde-grenzen/">Lebendige Gefühle – gesunde Grenzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-text-color" style="color:#55595b"><em><strong>Gefühle gehören zu unserer körperlich-seelischen Grundausstattung. Obwohl sie uns oft gar nicht bewusst sind, sind sie doch immer da. Sie sind in einem gewissen Sinn unsere Verbindung zur Umwelt. Sie stellen die Verknüpfung zwischen unserem Inneren, unserer Seele, unserem Körper und der Umgebung her. Gefühle bringen uns im besten Falle sicher, gesund und glücklich durch den Tag.</strong></em></p><p>Es macht einen himmelweiten Unterschied in unserem Leben, ob wir vor unseren Gefühlen – ganz besonders den unliebsamen – davonlaufen, indem wir sie verdrängen und uns ablenken, oder uns ihnen bewusst und wohlwollend zuwenden. Ungelöste Probleme und Gefühle verfolgen uns, schlimmstenfalls ein ganzes Leben lang. Wenn wir sie allerdings willkommen heißen und annehmen, können sie sich auflösen und lassen uns als Menschen innerlich reifen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Gefühle sind untrennbar mit unserer Lebensqualität verbunden</em></strong></h5><p>Im Einklang mit unseren Gefühlen erleben wir Höhen und Tiefen, unser Leben ist bunt und lebendig. Wir können uns auf unsere Gefühle verlassen. Wir können eine Situation besser einordnen, uns einlassen und genießen oder uns früher abgrenzen und gehen, bevor es brenzlig wird. Wir sind in unserem Leben ständig auf unsere Wahrnehmung und Einschätzung von Situationen angewiesen. Wir können, unserem Bauchgefühl folgend, die richtigen Entscheidungen treffen – sei es beispielsweise um den richtigen Job zu finden oder einen guten Umgang mit uns wichtigen Menschen zu pflegen.</p><p>Doch das ist alles gar nicht so einfach. Zweifelsohne leben wir in einer Zeit in der, der allgemeine Stresspegel sehr hoch ist, und wir oft das Gefühl haben, funktionieren zu müssen. Die Folgen sind innerlicher Druck und für viele Menschen eine „Nun-reiß-dich-mal-zusammen-Haltung“. Wir reißen uns also zusammen und fangen an, über unsere gesunden Grenzen hinauszugehen. Wir »stehen stramm«, obwohl wir müde sind, und bekommen vermutlich Probleme im Schulter-Nacken-Bereich, Rückenschmerzen oder Knieprobleme. Dann werden wir innerlich wütend, dürfen das aber nicht ausdrücken, um keinen Ärger zu bekommen. Deshalb unterdrücken wir das Wutgefühl und es taucht einige Zeit später z.B. als Nebenhöhlenentzündung wieder auf. Einhergehend mit den psychischen Belastungen der heutigen Zeit treten auch körperliche Schmerzmuster vermehrt auf. Aber warum ist das so?</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b"><strong>Dank der bahnbrechenden Forschungsergebnisse der Psychoneuroimmunologie, kurz&nbsp;</strong><strong>PNI&nbsp;</strong><strong>genannt, wissen wir heute, wie diese Krankheiten, die sich aus der Psyche entwickeln – auch psychosomatische Krankheiten genannt – entstehen.</strong></p><p>Forscher entdeckten biochemische Boten- und Signalstoffe, die als Mittler zwischen Körper, Seele und Immunsystem fungieren. Und so sind wir heute sicher: Gefühle beginnen im Gehirn. Dort lösen sie biochemische Kaskaden aus und steuern viel stärker unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit, als wir das bisher angenommen haben. Krankheit entsteht in dem Moment, wo es zu einer wiederholten und dauerhaften biochemischen Stressreaktion im Körper kommt.</p><p>Doch es gibt nicht nur den »negativen« Zusammenhang: Die Forschung der Psychoneuroimmunologie hat ebenfalls unmissverständlich gezeigt, dass positive Gefühle wie Glück, Hoffnung, Zufriedenheit und Selbstwirksamkeit das Immunsystem stärken. Negative Gefühle wie Angst, Sorgen, Kummer und Selbstzweifel führen hingegen zu einer nachweislichen Verminderung der Immunzellen. In diesem Wissen stecken Chancen auf tiefgreifende Heilung.</p><p>In Einzelfallstudien zeigte sich, dass nicht nur negative Gefühle, sondern auch das Unterdrücken sowie die Unfähigkeit, Gefühle auszudrücken, krank machen können oder eine Genesung erschweren. Studien mit Krebspatienten machten beispielsweise deutlich, dass diejenigen Patienten, die in der Lage waren, ihre negativen Emotionen zu artikulieren, nachweislich schneller gesund wurden und eine längere Lebensdauer erreichten als solche, denen es schwerfiel, sich mit ihren Gefühlen auseinanderzusetzen (Zänker 1991).</p><p>Aus diesen Gründen möchte ich deshalb einen neuen, positiven und wohlwollenden Ansatz vorstellen, wie wir mit unseren körperlichen Symptomen und Gefühlen im Alltag gesünder umgehen können. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, die oft anerzogene, über Jahre oder Jahrzehnte trainierte Angst vor unserem Inneren aufzulösen. Ich möchte meine Leserinnen und Leser einladen, sich auf eine ganz neue, wohltuende und wertfreie Weise mit ihrem Inneren und ihren Symptomen zu beschäftigen.</p><p>Diese neue Sichtweise führt uns auch über die bisherige Deutung von Symptomen hinaus: Wir haben jetzt ganz andere Möglichkeiten, eine Krankheit und ihre Entstehungsgeschichte wirklich zu verstehen. Umfassender, ganzheitlicher, lebensbejahender!</p><p>Wenn wir eine Krankheit »nur« deuten, laufen wir sehr häufig Gefahr, die Symptome und die Krankheit zu bewerten und sie verändern zu wollen. Dadurch entstehen unter Umständen zusätzlich innerer Druck und Schuldgefühle darüber, etwas falsch gemacht zu haben.</p><p>Wenn wir aber wirklich wertfrei und unvoreingenommen auf die Beschwerden schauen – so, wie sie sind –, erfahren wir am meisten über uns selbst und den inneren Knoten, der uns krankgemacht hat. Und oft zeigt sich dann auch schon im selben Atemzug die Lösung des Problems.</p><p>In meinem Buch* habe ich diese wunderbaren und zum Teil sehr komplexen Funktionsmechanismen verständlich aufbereitet, um Sie zu ermutigen umzudenken. Wenn wir aufhören, gegen uns selbst anzukämpfen, und unsere Gefühle annehmen, wie sie sind, erfahren wir sehr viel über uns selbst und unsere innere Wahrheit. Wir können dann aufhören zu leiden und anfangen, unser Leben so zu gestalten, dass es uns mit Freude und Lebendigkeit erfüllt.</p><p class="has-text-color" style="color:#55595b">Getreu einer der wichtigsten Erkenntnisse aus der Körperorientierten Psychotherapie:<br><strong>»Ein gefühltes Gefühl dauert fünf Minuten, ein nicht gefühltes dauert ein ganzes Leben!«</strong></p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/lebendige-gefu%cc%88hle-gesunde-grenzen/">Lebendige Gefühle – gesunde Grenzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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