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	<title>Allgemein Archive - Anette Dröge</title>
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	<title>Allgemein Archive - Anette Dröge</title>
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		<title>Warum Stress dick macht &#8211; Wege aus dem Metabolischen Syndrom</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/warum-stress-dick-macht-wege-aus-dem-metabolischen-syndrom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2019 09:18:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Metabolischen Syndrom]]></category>
		<category><![CDATA[Stress macht dick]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/warum-stress-dick-macht-wege-aus-dem-metabolischen-syndrom/">Warum Stress dick macht &#8211; Wege aus dem Metabolischen Syndrom</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><section class="vc_section"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><h2 style="font-size: 30px;line-height: 1.0;text-align: left;font-family:Montserrat;font-weight:400;font-style:normal" class="vc_custom_heading" >Stress verändert unseren Stoffwechsel, deshalb werden die meisten von uns durch Stress, langsam aber sicher immer dicker.</h2>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Warum und wie das passiert, dass möchte ich in diesem Beitrag genauer beleuchten. Wenn wir verstehen, wie das geschieht, ist es viel einfacher, diesem Effekt vorzubeugen bzw. ihm entgegen zu wirken.</p>
<p>Abends, noch gemütlich ein Bier, ein Gläschen Wein oder eine Tafel Schokolade&#8230;</p>
<p>Wer kennt das nicht? Zum „runterkommen“, wie es immer so schön heißt.</p>
<p>Natürlich ist uns allen klar, dass das auf Dauer nicht gesund ist und diese liebgewonnen Rituale uns aufgrund der vielen Kalorien am späten Abend durchaus das ein oder andere Pfündchen zulegen lassen.</p>
<p><strong>Aber warum tun wir es trotzdem?</strong></p>
<p><strong>Warum haben wir das Gefühl, es tut uns sogar gut und wir können dann so richtig gut entspannen?</strong></p>
<p>Diese Gewohnheiten möchte ich heute von der biochemischen Seite unter die Lupe nehmen. Es gibt tatsächlich nachvollziehbare Stoffwechsel-Zusammenhänge, die wissenschaftlich erforscht sind.</p>
<p>Anstatt also unseren Körper mit Diäten zu quälen, wäre es oft viel einfacher unsere Lebensgewohnheiten, Stressfaktoren und das Stoffwechselgeschehen zu beobachten, um dann entsprechend gesunde Veränderungen im Lebensstil vorzunehmen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Stoffwechsel und Stress</strong></span></p>
<p>Neben der Tatsache, dass Stress uns seelisch und mental anstrengt, die Herzfrequenz und den Blutdruck hochtreibt, Verspannungen in allen Teilen der Muskulatur erzeugt und Verdauungsbeschwerden verursacht, entwickeln sich besonders bei Dauerstress biochemische Veränderungen im Hormonsystem, Nervensystem und dem Immunsystem.</p>
<p><em>Heute wissen wir, dass der Körper tatsächlich auf jede Art von Reiz oder Stress gleich reagiert. Sei es Zeitdruck bei der Arbeit, Streit, ein seelischer Konflikt oder ein Autounfall.Jedes Mal läuft die gleiche biochemische Kaskade ab. Das bedeutet, das wir viel mehr Stress haben, als wir bewusst wahrnehmen.</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>„Selbstmedikation“ mit Alkohol oder Schokolade</strong></span></p>
<p>Es hat tatsächlich stoffwechselbedingte Ursachen, wenn wir nach einem stressigen Tag zu Schokolade oder Alkohol greifen. Denn sie enthalten verschiedene Substanzen, die in der Lage sind unseren Stresspegel zu senken und Glückshormone auszuschütten. Deshalb handelt es sich im Grunde um eine Art Selbstmedikation des Körpers, wenn wir unbändigen Appetit darauf bekommen.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1548747660625 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="vc_empty_space"   style="height: 350px"><span class="vc_empty_space_inner"></span></div></div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong><u>Der Körper hat drei wichtige Regulationsmechanismen für Stress:</u></strong></p>
<p><strong>Die bekannteste ist die, des</strong> <strong>Vegetativen Nervensystems</strong>: Die berühmte „Kampf-Flucht-Reaktion“. Neben den schon erwähnten Phänomenen, stellen sich z.B. auch die Haare auf, was bei Dauerstress zu Haarausfall führen kann. Die Verdauung wird heruntergefahren, was Verdauungsbeschwerden oder Magengeschwüren auslösen kann. Eine andere gefährliche Wirkung von Dauerstress ist der Anstieg der Herzfrequenz, der bei Dauerstress häufig zu Bluthochdruck führt.</p>
<p><strong>Die zweite ist, die</strong> <strong>Hormonelle Steuerung</strong>. Bei Stress werden u.a. die Hormone Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet, die in den Nebennieren gebildet werden. Durch den Anstieg von Cortisol steigt der Blutzuckerspiegel an, um dem Körper Energie für die „Flucht oder Kampfreaktion“ bereitzustellen.</p>
<p><strong>Die dritte Reaktion, betrifft das Immunsystem. </strong>Bei einer normalen Stressreaktion kommt es zu einer unspezifischen Aktivierung des Immunsystems, um den Körper zu schützen. Das bedeutet, das es zu einem allgemeinen Anstieg der Immunzellen im Blut kommt.</p>
<p><strong>Normalerweise regulieren sich diese Mechanismen von selbst</strong>, wenn der Stress vorbei ist. Dann fließen die biochemischen Stoffe wieder ab und alles normalisiert sich. Dieser Vorgang dauert insgesamt 72 Stunden. Also viel länger, als man zunächst annehmen würde, oder?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Was passiert aber wenn der Stress nicht aufhört?</strong></span></p>
<p>Täglich neu beginnt? Wenn wir &#8211; auch nachts &#8211; nicht loslassen können, schlaflos sind und gedanklich nicht zur Ruhe kommen? Wenn wir einer dauerhaft unlösbaren Situation gegenüberstehen und psychosozialem Stress ausgesetzt sind?</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Wenn diese Stressreaktion sich im Inneren verselbständigt?</strong></span></p>
<p>Wir spüren das z.B. an Herzrasen mit Schlaflosigkeit oder Einschlafstörungen durch das ewige Gedankenkarussell. Die Muskeln bleiben verspannt und wir bekommen Rücken- Nacken- oder Kopfschmerzen. Die Verdauung funktioniert nicht mehr richtig UND wir bekommen ein unstillbares Verlangen nach ZUCKER und FETT oder ALKOHOL. Durch Zucker und insbesondere durch Schokolade werden vermehrt Botenstoffe ausgeschüttet, die, die Insulinbildung anregen und damit den Blutzucker wieder senken. Dadurch haben wir dann das Gefühl abends zur Ruhe zu kommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><u>Das Metabolische Syndrom entsteht – das Bauchfett wächst</u></strong></p>
<p>Dauerstress hemmt die Sensibilität der Zellen gegenüber dem Insulin. Dadurch steigt nicht nur das Risiko von Diabetes, weil die Bauchspeicheldrüse durch diesen Kompensationsmechanismus auf Dauer erschöpft wird, sondern auch das von Bluthochdruck und Gefäßverkalkungen. Die Folge: Es entsteht das gefährliche Bauchfett.</p>
<p>Im <strong>Bauchfett</strong> wird das überschüssige Cortisol, in Wasser gelöst, gespeichert. Dieser Umstand bewirkt, dass der Bauch immer dicker wird und die Taille verschwindet. Die Hosen gehen schlechter zu obwohl andere Teile des Körper wie Arme und Beine zunächst unverändert bleiben.</p>
<p>So gesehen ist dieses Bauchfett zunächst ein wichtiger Kompensations- und Schutzmechanismus, aber auch ein wichtiger Hinweis darauf, dass unser Körper Dauerstress ausgesetzt ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Stresshormone steigern den Appetit!</strong></span></p>
<p><strong>Leptin</strong> ist ein weiteres Hormon, das für die interne Steuerung zuständig ist. Es wird in den Fettzellen gebildet und hemmt die Hungergefühle. Wenn Stresshormone, massenhaft ausgeschüttet werden, schwächen sie die Empfindlichkeit der Rezeptoren gegenüber Leptin. Auf die Weise und in der Kombination mit den anderen Regulationsmechanismen, steigt der Appetit sogar noch.</p>
<p>Das ist die Ursache für unsere nächtlichen Fressanfälle, die immer wieder so unerbittlich auf ihre Erfüllung drängen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Stress macht sauer</strong></span></p>
<p>Durch den Stress selber entstehen Stoffwechselprodukte, die der Körper in komplizierten Verdauungs- und Neutralisierungsvorgängen unschädlich machen muss.</p>
<p>Neben Folgeschäden wie z.B. der Ermüdung der Bauchspeicheldrüse durch erhöhten Zucker und Alkoholkonsum oder der Herzkreislaufbelastung, nehmen wir immer weiter zu, weil der Körper es ab einem gewissen Punkt nicht mehr schafft die Stoffwechselprodukte zu entgiften und auszuscheiden. Damit wir einigermaßen gesund bleiben, werden diese Stoffwechsel-Gifte dann in den Bindegeweben, unter zu Hilfenahme von Wasser „eingelagert“. Wir werden also nicht nur dick durch die hormonell bedingten Fressanfälle, sondern auch durch die Wassereinlagerungen der Stoffwechselgifte in den Bindegeweben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><u>Wie können wir diesen Teufelskreis durchbrechen? </u></strong></p>
<p>Wir alle haben eine innere Stimme, die uns antreibt, kritisiert oder lobt.</p>
<p>Bei Menschen, die sich besonders in ihrem Leben aufreiben, ist diese Stimme in der Regel noch einmal kritischer, strenger und liebloser.</p>
<p><strong>Der Tanz mit dem „inneren Antreiber“</strong></p>
<p>Um diesen Teufelskreis, aus Überforderung und Krankheit zu durchbrechen, kommen wir nicht umhin, uns mit dieser unserem inneren Antreiber, auseinander zu setzen. Je früher im Leben, wir Gefühle wie Überforderung, Nicht-Geliebt Werden oder Ohnmacht erlebt haben, desto hartnäckiger wirken sie in unserer Seele. Sie lassen uns unbewusst stramm stehen, oder schneiden uns von unseren Bedürfnissen ab, je nach dem was wir erlebt haben.</p>
<p>Bei Erschöpfungsdepressionen, sind diese Stimmen besonders erbarmungslos.</p>
<p>Bei einer Klientin von mir, die sehr früh in ihrer Kindheit, die Scheidung der Eltern erlebte, entstand ganz tief in ihrer Seele, das Gefühl „nicht gut genug“ zu sein. Es begleitete sie viele Jahre und sorgte dafür, das sie sich ständig selbst überforderte. So kam sie in meine Praxis. Erst als wir uns diesem Gefühl zuwendeten, wurde ihr klar, dass sie sich bis dahin &#8211; all die Jahre &#8211; unbewusst verantwortlich, für die Scheidung, gefühlt hatte. Obwohl sie als Kind überhaupt nichts hätte tun können, um das zu verhindern.</p>
<p>Auch bei Menschen, die wenig seelische Geborgenheit, oder sogar Gewalt, Traumen oder z.B. Probleme mit alkoholkranken Eltern erlebt haben, können sich tiefe Gefühle des Scheiterns, der Ohnmacht oder Hilflosigkeit entwickeln.</p>
<p>Unbewusst kreieren wir uns dann ein Leben, „wie damals“ – überfordernd, einsam und anstrengend. Einfach weil wir es nicht besser wissen. Wir sind fleißig, aufopferungsvoll, ehrgeizig und überfordern uns selbst und andere. Kein Wunder also, dass bei solchen unbewussten Lebenskonzepten, der Stress irgendeinmal zu groß wird und der Körper anfängt einzubrechen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><u>Der liebevolle Blick auf uns selbst</u></strong></p>
<p>Um psychosomatische Krankheiten erfolgreich zu behandeln, müssen wir immer mehreren Ebenen Beachtung schenken: Sowohl unseren Lebensgewohnheiten, als auch unseren seelischen Wunden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Einige wichtige Erkenntnisse bekommen wir oft durch folgende Fragen:</strong></span></p>
<p>&#8211; Was treibt mich an?</p>
<p>&#8211; Was ist die Geschichte dahinter?</p>
<p>&#8211; Was passiert eigentlich, wenn ich auf die ganzen Kompensationsmechanismen verzichte?</p>
<p>&#8211; Welche innere Wahrheit tritt zu Tage, wenn wir abends keine Schokolade essen oder kein Bier trinken?</p>
<p>&#8211; Was brauche ich wirklich, um zu entspannen?</p>
<p>&#8211; Was tut mir wirklich gut? (–ich verbiete es mir aber – weil schon meine Eltern das nicht durften?)</p>
<p>&#8211; Wie ist eigentlich mein eigener biologischer Rhythmus – wenn er mal einfach sein darf?</p>
<p>&#8211; Was brauche ich, um mich mit mir wohl zu fühlen? (Gesellschaft, Nähe und Geborgenheit? Allein sein,</p>
<p>Rückzug und Ruhe? Mal so, mal so?)</p>
<p>&#8211; Bin ich eher streng oder eher mitfühlend mit mir?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wenn du dich angesprochen fühlst, möchte ich dir vorschlagen, als erstes einen sicheren und liebevollen Raum für dich zu schaffen.</strong></p>
<p>In diesem Raum kannst du dir täglich Zeit nehmen, sehr wohlwollend in deinen Körper hinein zu spüren. Wie war der Tag? Was ist dir heute gut gelungen und wo hast du auf deine alte Weise reagiert und dich übernommen, gegessen oder nicht „Nein“ gesagt? Wann kam der Heißhunger? Und was hast du dann getan?</p>
<p>Welches Bedürfnis, welche Sehnsucht steckt hinter deinem Hunger oder einer inneren Leere?</p>
<p>Wie kannst du heute selber gut für dich sorgen, z.B. durch Baden, oder Verabreden mit einer Freundin, die dir gut tut? Oder &#8211; um deine Batterien wieder aufzuladen &#8211; gemütlich mit einer Wärmflasche auf das Sofa legen und ein inspirierendes Buch lesen?</p>
<p>Viel Spaß beim Forschen und liebevollen Versorgen deiner seelischen Bedürfnisse wünsche ich dir.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Herzliche Grüße, Anette Dröge</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="color: #993300;">Ein Seminar zum Thema: &#8222;Fühlen ist gesund&#8220; findet  am 22.3. &#8211; 24.3.2019.</span></strong></p>
<p><span style="color: #993300;">Mach dir deinen Körper wieder zum Freund. Bei vielen Psychosomatischen Krankheiten, empfinden die  Betroffenen ihren Körper als Feind, denn er reagiert nicht mehr auf die bekannten Therapie- und Behandlungsmethoden. An diesem Wochenende wenden wir uns ganz wohlwollend diesen, inneren Fragen zu. Dabei erforschen wir zunächst ganz aufmerksam dein Symptom, einfach um es besser zu Verstehen und der tiefen inneren Wahrheit, die dahinter liegt auf die Spur zu kommen. Darüber hinaus, laden wir deinen Körper und deine Seele, durch die Arbeit mit inneren Bildern und einfacher Körperarbeit, zu Entspannung und tiefem Loslassen ein. In dem die innere Spannung abfließen kann, die sich in den letzten Wochen oder Monaten angesammelt hat, können Körper, Seele und Immunsystem, sich tief regenerieren und Kraft tanken.</span></p>
<p><strong><span style="color: #993300;">Ort: Praxis, Xantenertsrasse 6, 10707 Berlin &#8211; Charlottenburg</span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #993300;">Preis: 220,-€</span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #993300;">Info und Anmeldung: Anette Dröge, Tel: 01723004511</span></strong></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div></section>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/warum-stress-dick-macht-wege-aus-dem-metabolischen-syndrom/">Warum Stress dick macht &#8211; Wege aus dem Metabolischen Syndrom</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Burnout Check</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/der-burnout-check/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2019 16:25:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgebrannt]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/der-burnout-check/">Der Burnout Check</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><section class="vc_section"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><h2 style="font-size: 30px;line-height: 1.0;text-align: left;font-family:Montserrat;font-weight:400;font-style:normal" class="vc_custom_heading" >Burnout - Symptome &amp; Ursachen</h2>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Wer bekommt ein Burnout?</strong><br />
Menschen, die engagiert sind und gern arbeiten.</p>
<p>Wenn du wissen willst ob du Burnout gefährdet bist, lies dir die verschiedenen Stufen durch und schau wo du gerade stehst:</p>
<p><strong>1. STUFE &#8211; Euphorische Phase</strong><br />
1. Mein ganzes Engagement gilt meiner Arbeit.<br />
2. Meine Arbeit macht mir viel Freude, gibt mir Kraft und Selbstvertrauen.<br />
3. Für jedes Problem gibt es eine Lösung!<br />
4. Ich gebe zu, Erholung und Familie/Freunde kommen etwas zu kurz.</p>
<p><strong> STUFE – Zeitdruck-Phase</strong>&lt;<br />
1. Ich habe das Gefühl, nie genug Zeit zu haben.<br />
2. Ich schaffe mein gewohntes Pensum nicht mehr und arbeite länger, um alles zu schaffen!<br />
3. Ich strenge ich mich mehr an. Ich trinke mehr Kaffee, um leistungsfähig zu bleiben, und abends mehr Wein oder Bier, um mich entspannen zu können.<br />
4. Meine eigenen Bedürfnisse stelle ich mehr und mehr hintan.<br />
5. Neuerdings bin ich manchmal genervt.<br />
6. Konflikte mit meiner Familie, Kollegen und im Freundeskreis nehmen zu.<br />
7. Körperliche Beschwerden wie Infektanfälligkeit, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen,<br />
Verdauungsbeschwerden und Gewichtszu- oder Abnahme tauchen auf.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1557764299265 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="vc_empty_space"   style="height: 500px"><span class="vc_empty_space_inner"></span></div></div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element " >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>3. STUFE &#8211; Erschöpfungsphase</strong><br />
1. Ich bin oft müde und erschöpft (trotz Kaffee, Nikotin, Schokolade und anderen Drogen).<br />
2. Ich bin körperlich nicht mehr so belastbar.<br />
3. Ich fange an Sport oder Diäten zu machen, damit ich wieder fitter werde!<br />
4. Ich mache Dienst nach Vorschrift und fühle mich oft ausgenutzt.<br />
5. In letzter Zeit passieren mir öfter kleine und größere Unfälle.<br />
6. Ich werde zunehmend reizbar und nervös.<br />
7. Sexuelle Probleme, Schlaflosigkeit, Herzklopfen, Schwierigkeiten, sich zu entspannen.<br />
(trotz Wein oder Schlaftabletten)</p>
<p><strong>4. STUFE &#8211; Phase der Mutlosigkeit</strong><br />
1. Ich fühle mich geschwächt, leer und ausgebrannt.<br />
2. Meine psychischen Kräfte lassen nach, ich kann mich nicht mehr abgrenzen und &#8222;Nein&#8220; sagen.<br />
3. Ich habe das Gefühl, dass meine Arbeit eigentlich keinen Sinn macht.<br />
4. Manchmal quält mich eine unbestimmte Angst.<br />
5. Ich habe das Interesse an meinen Kunden und Kollegen verloren.<br />
6. Ich fühle mich zunehmend unfähig für meine Arbeit.<br />
7. Ich vermeide zunehmend den Kontakt mit meinen Kunden und Kollegen.<br />
8. Ich will weg aus dem Tagesgeschäft, einfach abhauen.<br />
9. Ich sehne mich nach dem Feierabend und dem Wochenende.<br />
10. Herzprobleme, Bluthochdruck, Infarktrisiko steigt, Kaffee-, Nikotin- und Alkoholkonsum hat<br />
bedrohliche Ausmaße angenommen.<br />
11.Erschöpfungsdepression und Mutlosigkeit stellen sich ein<br />
12. Aufhören kann ich nicht.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div></section>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/der-burnout-check/">Der Burnout Check</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schmerzen ohne Grund?</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/schmerzen-ohne-grund/</link>
					<comments>https://www.anette-droege.de/schmerzen-ohne-grund/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2022 14:59:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzen ohne Grund]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.anette-droege.de/?p=2090</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eines vorweg: Grundlose Schmerzen gibt es nicht. Wenn sie keine offensichtlich organischen Ursachen haben, dann sind diese Schmerzen das Resultat von Dauerstress.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/schmerzen-ohne-grund/">Schmerzen ohne Grund?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong><em>Immer mehr Menschen leiden unter solchen Schmerzen, die in der Schulmedizin ohne Diagnose bleiben. Die Folge: Ohne organischen Befund, keine Behandlung. Der Schulmediziner ist mit seinem Latein am Ende. Der Patient mit seinem Schmerz allein. Doch wie kommt es dazu, dass so viele Menschen starke Schmerzen haben, für die die Schulmedizin keine Begründung findet? Die Ursache ist in vielen Fällen chronischer Stress.</em></strong></p><p class="wp-block-paragraph"><span style="text-decoration: underline;">Schmerzen ohne Diagnose entstehen in drei Phasen:</span></p><p class="wp-block-paragraph">Bei Stress geschieht viel mehr im Körper, als allgemein bekannt ist.</p><p class="wp-block-paragraph">1- Der Sympathikus, als Teil des vegetativen Nervensystems, wird aktiviert und es kommt zur Ausschüttung von Stresshormonen wie u.a. Adrenalin und Kortisol: Puls und Blutdruck steigen und die Sinne sind hellwach, gleichzeitig wird die Verdauung herunter geregelt, damit die ganze Energie für »Kampf oder Flucht« zur Verfügung steht.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b">2- die&nbsp;<strong>Muskulatur wird stärker durchblutet und spannt sich</strong>&nbsp;reflexartig an, um dem Körper Stabilität und Schutz zu geben.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b">3- das&nbsp;<strong>Immunsystem erfährt eine unspezifische Aktivierung</strong>, um bei Verletzungen sofort reagieren zu können.</p><p class="wp-block-paragraph">Diese Schutzreaktion des Körpers, man spricht auch von der »Kampf-oder-Flucht-Reaktion«, ist in einer akuten Gefahrensituation bzw. Bei Stress absolut sinnvoll, denn sie lässt uns für gewisse Zeit Höchstleistungen vollbringen. Die Stressreaktion steht also voll und ganz im Zeichen des Überlebens und ist deshalb darauf ausgelegt uns für kurze Zeit auf Hochtouren zu bringen. Problematisch wird es, wenn einer Stresssituation keine Ruhephase folgt, wie das bei chronischem Stress beziehungsweise Dauerstress der Fall ist.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#5e5757"><strong><span style="text-decoration: underline;">Im Dauerbetrieb führt die Muskelanspannung aber zu Verspannungen und die unspezifische&nbsp; Aktivierung des Immunsystems zu Mikroentzündungen, die in Kombination sehr schmerzhaft werden können</span>.</strong></p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#5e5757"><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Das heißt, Stress, der uns einerseits zu Höchstleistungen befähigt, kann uns auf Dauer&nbsp; krankmachen!&nbsp;</span></em></strong>In meiner Praxis habe ich ganz oft mit solchen Fällen zu tun, wenn du dich fragst, ob du auch davon betroffen bist, melde dich gerne zu einem unverbindlichen Vorgespräch, über das Kontaktformular auf meiner Internetseite an.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Was ist eigentlich Dauerstress?</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Die Ursachen für Dauerstress liegen nicht nur im Bereich der Arbeit, etwa durch Belastung oder Überforderung, sondern hat sehr oft auch psychosoziale Ursachen. Dazu gehören beispielsweise finanzielle Sorgen, soziale und emotionale Konflikte aber auch unterdrückte Gefühle. Ärger, Enttäuschungen, Ohnmacht oder Versagensängste, die man immer wieder herunterschluckt oder widerstrebende Gefühle beziehungsweise Gewissenskonflikte, die sich einfach nicht lösen lassen, wie sie etwa in Beziehungen, mit Kindern oder bei der Langzeitpflege eines geliebten Menschen aufkommen können.</p><p class="wp-block-paragraph">Solche inneren Konflikte verschwinden nicht indem wir sie einfach runterschlucken und tapfer weitermachen,&nbsp; sondern sie erzeugen dann weiterhin Stress – jedoch in unserem Inneren, auf einer unbewussten Ebene. Dieser innere Stress löst die gleiche biochemische Stressreaktion aus wie äußerer Stress.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Es ist also egal, ob wir bewussten Stress haben, weil wir im Stau stehen, uns über unseren Partner ärgern oder ein Termin drückt oder ob wir unbewussten Stress haben, weil wir einen inneren Konflikt nicht lösen können.</p></blockquote><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong>Aktuell erleben viele Menschen schon über einen langen Zeitraum Dauerstress&nbsp;</strong>–zum Beispiel hervorgerufen durch die zahlreichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Insbesondere Frauen sind stark betroffen, die sich bei dem Versuch alles gleichmäßig gut hinzubekommen – Homeoffice, Kinder, Unterrichten, Haushalt – total aufreiben. Ganze Branchen und ihre Mitarbeiter, die aufgrund des Lockdowns schon seit Monaten nicht mehr arbeiten dürfen bangen um ihre Existenz. Und da ist noch die Angst vor dem weltweit grassierenden Virus, seinen Mutationen, einer Ansteckung, einem schweren Krankheitsverlauf, den Nebenwirkungen einer Impfung und so weiter. All das erzeugt ebenfalls biochemischen Stress, der einen langfristig krank werden lässt.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Chronischer Stress macht krank</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Kein Wunder also, das Dauerstress krank macht, denn dieser Überlebensmodus verbraucht sehr viel Energie zugunsten der nach außen gerichteten Reaktion. Gleichzeitig wirkt sich der Stress negativ auf das innere Gleichgewicht aus: denn die allgemeinen Selbstheilungsprozesse, wie Verdauung, Entgiftung und Reinigung des Körpers von Stoffwechselgiften aber auch von mutierten Zellen, werden während der Stressreaktion gedrosselt. Die Selbstheilungsaktivitäten des Körpers werden also praktisch auf Eis gelegt.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Reflektorische und unbewusste Verspannungen</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">In einer Stresssituation kommt es zu einer reflexartigen Anspannung der Muskulatur. So haben sich schon unsere Vorfahren in der Steinzeit bei Gefahr für den Kampf oder die Flucht gewappnet. Diese Muskelanspannung erfolgt unterbewusst und löst sich größtenteils&nbsp; sobald die Gefahr vorüber ist. Bei chronischem Stress fällt diese gesunde Gegenpendelbewegung, das heißt die Relaxation, jedoch aus oder kann nur ganz eingeschränkt stattfinden.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong><em>Die Verspannung führt auf Dauer zu einer Verkürzung der Muskulatur, der Muskel wird unbeweglich und verursacht bei jeder Bewegung Schmerzen.</em></strong></p><p class="wp-block-paragraph">Die Anspannung in den Muskeln kann so groß werden, dass sie sogar die Kraft besitzt, einzelne Wirbel zu verschieben oder das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk am unteren Ende der Wirbelsäule so zu verspannen, dass die Beinstellung negativ beeinflusst wird – die Ursache für viele »grundlose« Knieschmerzen. Diese unbewussten, reflektorischen Verspannungen bemerken wir in dem Moment, in dem sie passieren, nicht. Erst wenn wir zur Ruhe kommen, machen sie schmerzhaft auf sich aufmerksam: dann haben wir das Gefühl, als wären wir »von einem Lastwagen überrollt« worden oder als hätten wir Muskelkater. Viele dieser Verspannungen lassen sich durch gezielte Bewegung, Sport oder Entspannungsübungen auflösen – aber auch nur dann, wenn wir uns die Zeit dafür nehmen. Wichtig ist es, nach dem Stress immer wieder zur Ruhe zu finden. Wenn das nicht passiert – warum auch immer – kommt es zu entzündlichen Prozessen im Körper.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Unspezifische Aktivierung des Immunsystems</em></strong></h5><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b">Eine bislang wenig beachtete Stressreaktion ist die unspezifische Aktivierung des Immunsystems. Sie dient dazu, dass das Immunsystem im Falle einer Verletzung, etwa durch einen Biss oder eine Prellung, sofort reagieren kann. Diese zunächst absolut sinnvolle Aktivierung führt bei Dauerstress, weil sie dann permanent aufrechterhalten wird, zu&nbsp;<strong>Mikroentzündungen</strong>&nbsp;im Körper – und zwar bevorzugt an den ganz individuellen, persönlichen Schwachstellen: Die einen bekommen eine Nasennebenhöhlen- oder eine Mittelohrentzündung, die anderen einen Neurodermitis-Schub, Magenschmerzen oder eine Zahnwurzelentzündung.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Wo ist deine Schwachstelle?</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Schlagen dir Ärger, Enttäuschungen oder Hilflosigkeit auf die Blase oder den Rücken oder führen sie bei dir eher zu Nackenverspannungen? Das Problem: Mikroentzündungen sind sehr schmerzhaft, können aber mit den herkömmlichen Diagnosemethoden nicht dargestellt werden.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong>Fallbeispiel: Kiefernschmerzen ohne Befund</strong></p><p class="wp-block-paragraph"><em>Dreimal war meine Patientin wegen starker Schmerzen im Kiefer bei ihrem Zahnarzt, dreimal konnte er keine zahnmedizinische Ursache für ihre Schmerzen ausmachen. Mit den Worten »Ich finde nichts, das muss wohl psychosomatisch sein!« schickte er die Patientin zu mir. Für meine Patientin klang das nach »Sie bilden sich das wohl ein!«. Obwohl sie also starke Schmerzen hatte, konnte der Arzt keine Entzündung oder sonstige Ursache finden – warum?</em></p><p class="wp-block-paragraph">Zunächst fragte ich meine Patientin, welche Themen in ihrem Leben aktuell waren, als die Schmerzen erstmals auftraten. Sie erinnerte sich: Damals hegte sie Ärger und Groll gegenüber ihren Eltern. Nach einer beruflichen Niederlage war sie wieder ins Elternhaus zurückgekehrt. Die Mutter betrat häufig ohne anzuklopfen ihre Wohnung und respektierte auch sonst kaum Grenzen. Da waren widersprüchliche Gefühle: Einerseits war sie sehr dankbar, dass sie bei ihren Eltern Aufnahme gefunden hatte, anderseits verhielt sich ihre Mutter übergriffig und distanzlos. Da sie keinen Weg fand, sich abzugrenzen, baute sich in ihrem Körper biochemischer Stress auf.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b">Wir arbeiteten nun mit diesem&nbsp;<strong>inneren Konflikt, indem wir ihn einerseits aufstellten</strong>, was ihr half den Ärger in einem sicheren Raum auszudrücken und die richtigen Worte zu finden, um anschließend auch gehört zu werden. Andererseits&nbsp;<strong>wendeten wir uns ganz achtsam ihren seelischen Verletzungen zu</strong>, die bisher verhinderten, dass sie für ihre Bedürfnisse und Gefühle einstehen konnte.</p><p class="wp-block-paragraph">Es zeigten sich Schuldgefühle, aber auch alte, tiefe Verlassenheitsgefühle, die auf eine sehr subtile Weise die Abgrenzung gegenüber der Mutter immer wieder unmöglich machten und dazu führten, dass sie sich doch immer wieder anpasste. Durch die Körperarbeit konnte sich ihr Nervensystem entspannen und damit auch die Muskulatur des Kiefers. Wir arbeiteten mit haltgebender Körperarbeit und dem »Nachnähren«, sodass sie über den Körper liebevolle Geborgenheit, Sicherheit, Wärme und Halt erfuhr und sich ihre alten Gefühle auflösen konnten.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Chronische Entzündungen entwickeln sich durch Dauerstress</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Nun leben wir alle mehr oder weniger im Stress und daher kommt es, ohne dass wir durchgehend krank sein müssen, zu solchen unspezifischen »Entzündungsereignissen« – nämlich jedes mal, wenn der Stresspegel wieder ansteigt. So denken die Betroffenen »alles ist wieder gut«, tatsächlich aber kommen und gehen die Symptome mit dem jeweiligen Stresspegel. Das habe ich vielfach erlebt, beispielsweise bei Menschen mit Neurodermitis oder Schulter-Nacken-Syndrom, mit Knieschmerzen, Nasennebenhöhlen- und auch Magenschleimhautentzündungen. Durch eine Behandlung klingen die Beschwerden zunächst ab, bis zum nächsten Stressereignis – dann flammt alles sofort wieder auf. Deshalb braucht es für die erfolgreiche Behandlung von solchen Schmerzen eine ganz andere Herangehensweise, als nur die Symptome zu behandeln bzw. Weg zu machen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Biochemie und Gefühle untrennbar miteinander verbunden!</em></strong></h5><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>In unserem Organismus sind Biochemie und Gefühle untrennbar miteinander verbunden!</p></blockquote><p class="wp-block-paragraph">Nichts in unserem Körper geschieht unabhängig – alles was passiert sorgt für Resonanz: negative Gefühle in Belastungssituationen, bei inneren Konflikten, Ärger, Enttäuschung aber auch positive Gefühle wie Zufriedenheit, Liebe oder Erfolg, erzeugen gleichermaßen biochemische Reaktionen im Körper und im Nervensystem. So, wie biochemischer Stress mit bestimmten negativen Gefühlen einhergeht, verhindert er gleichzeitig die positiven Gefühle und Empfindungen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Wie »grundlose« Schmerzen erfolgreich behandelt werden können</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Die mächtigsten Heilwerkzeuge bei Schmerzen sind Ruhe und Entspannung. Doch sag’ das mal jemandem, der gerade total gestresst ist. Dabei sind stressbedingte Schmerzen deutliche Hinweise des Körpers, die wir nicht ignorieren sollten. Sie signalisieren, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann, dass wir sozusagen »über unsere Verhältnisse leben«. Und die Betroffenen spüren das auch, wissen jedoch nicht, wie sie den Schalter umlegen sollen. Sie fragen sich: »Wie kann ich mich entspannen, wenn gleichzeitig in meinem Inneren alles auf Hochtouren läuft, wenn meine Gedanken nicht aufhören zu kreisen oder wenn ich sofort Schuldgefühle bekommen, sobald ich mich mal ausruhen will.« Das ist in meiner Praxis immer wieder ein sehr kniffliger Punkt, denn neben dem Reflektieren über die persönlichen Themen und die aktuelle Lebenssituation ist es wirklich wichtig, etwas zu verändern.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Es geht darum Räume im eigenen Leben zu schaffen, in denen Ruhe und Erholung möglich sind.</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Das ist für viele Menschen kein leichter Weg, denn häufig funken Überzeugungen dazwischen, Schuldgefühle, tradierte Werte und anerzogene Glaubenssätze, die einen daran hindern, endlich etwas für sich selbst zu tun. Wenn die Betroffenen es dann aber schaffen, sich diese Freiräume zu nehmen, kommt nicht nur langsam ihre Kraft zurück – sie finden auch ihre innere Ruhe wieder.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Eine positive Pausenkultur entwickeln</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Wissenschaftliche Studien im Bereich der psychosomatischen Forschung haben gezeigt, dass der Stresspegel durch regelmäßige, ritualisierte Entspannungsereignisse deutlich messbar absinkt – und zwar für 48 Stunden.</p><p class="wp-block-paragraph">So konnte nachgewiesen werden, dass bei Menschen, die jeden zweiten Tag! etwas für ihre Entspannung und Regeneration tun, der Pegel der Stresshormone für 48 Stunden drastisch absinkt. Das zeigt: Wenn du dir regelmäßig Zeit nimmst, um zu entspannen, aufzuatmen und deinen Alltag für einen Moment hinter dir zu lassen, leistest du einen wichtigen Beitrag für deine Gesundheit. So vielfältig wie die Menschen sind dabei auch die Entspannungsmethoden: der eine entspannt am besten durch Tai Chi oder Körperarbeit andere bevorzugen Yoga oder einen Spaziergang im Park. Wieder anderen hilft singen, stricken oder kochen. Finde heraus, welche Beschäftigung dich zur Ruhe kommen und entspannen lässt!</p><p class="wp-block-paragraph">Die Lösung liegt aber nicht allein darin, sich regelmäßig zu entspannen.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Um den inneren Stress nachhaltig zu durchbrechen gilt es auch zu verstehen, wer oder was dich stresst und was dich bisher daran gehindert hat zu entspannen.</p></blockquote><p class="wp-block-paragraph">Beantworte dazu die nachfolgenden Fragen. Nimm dir Zeit und schreib deine Antworten auf. Du wirst überrascht sein und ein paar neue Erkenntnisse gewinnen.</p><p class="wp-block-paragraph"><em><span style="text-decoration: underline;">Wer oder was stresst dich?</span></em></p><ul class="wp-block-list"><li>Warum und wie schaffen es bestimmte Menschen, dich auf die Palme zu bringen?</li><li>In welcher Situation geht dir regelmäßig »der Hut hoch«?</li><li>Woran erinnert dich dieser Mensch oder die Situation?</li></ul><p class="wp-block-paragraph"><em><span style="text-decoration: underline;">Was hat bisher verhindert, dass du dir ausreichende Ruhe und Erholung gönnst?</span></em></p><ul class="wp-block-list"><li>Welche Überzeugungen hast du dazu verinnerlicht?</li><li>Was haben dir deine Eltern vorgelebt?</li><li>Wie ist es überhaupt soweit gekommen, dass du jetzt solche Schmerzen hast?</li><li>Wie war der Weg bis zu deinen Schmerzen?</li></ul><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Ruhe – ein wichtiger Gesundheitsfaktor</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Nur in der Ruhe kommt der parasymphatische Ast des zentralen Nervensystems ins Spiel, sodass er Entspannungshormone ausschütten kann: Erst wenn du dir Zeit nimmst, um zu entspannen oder dir Geborgenheit schenkst, indem du es dir gemütlich machst – ohne Handy, ohne Fernseher und ohne Ablenkung –, werden Hormone wie Serotonin, Dopamin und Oxytozin freigesetzt: Hormone, die dir ein Gefühl von Wohligkeit schenken. Jetzt fühlst du dich entspannt und »richtig«, geborgen und angekommen. Idealerweise kommst du mit deiner Wahrnehmung wieder mehr in Kontakt, mit deinem Körper und kannst wieder Frieden mit dir selbst und mit deinem Leben schließen.</p><p class="wp-block-paragraph">Diese Gegenpendelbewegung ist sehr gesund und wichtig, damit sich dein Körper erholen und deine Seele wieder Kraft schöpfen kann. Regelmäßige Erholung stärkt nicht nur unseren Körper sondern ganz besonders unsere Seele und damit unsere Resilienz und allgemeine Belastbarkeit.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong>In der Ruhe kann dein Körper nach innen tätig werden,&nbsp;</strong>jetzt werden deine Selbstheilungskräfte aktiv: Nun finden Verdauungs-, Reinigungs- und Entgiftungsprozesse statt, die sogar mutierte Krebnszellen unschädlich machen können. Im Entspannungszustand fühlst du dich nicht nur mental und körperlich richtig wohl, sondern auch deine Seele kann jetzt zur Ruhe kommen und Kraft schöpfen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Grübeln macht krank</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Wenn du nicht zur Ruhe kommst, weil sich dein Gedankenkarussell unaufhörlich dreht oder du nicht stillsitzen kannst, wird nicht nur die Ausschüttung der positiven Entspannungs- und Glückshormone verhindert, sondern auch die positiven Gefühle und die lebensnotwendige Reinigung. Deshalb kann Grübeln dich richtiggehend krank manchen. Denn wenn du dir ständig Sorgen machst, entsteht in deinem Organismus ununterbrochen neuer biochemischer Stress.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Alte Gewohnheiten loslassen und neue Lebenskraft und Gesundheit gewinnen!</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Es ist also gar nicht so einfach, alte ungesunde Gewohnheiten zu überwinden, aber es lohnt sich. Besonders, wenn du schon länger krank bist oder in einer belastenden Situation feststeckst, empfehle ich dir, professionelle Unterstützung zu suchen. Denn ein entsprechend geschulter Mensch kann dich ganz anders wahrnehmen und vor allem unterstützen.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong>Übrigens</strong>: Ein weiterer sehr wichtiger Schritt bei Schmerzen ist das<strong>&nbsp;Loslassen</strong>. In meiner Praxis unterstütze ich deshalb meine Patient*innen neben dem Gespräch immer auch durch Massage und haltgebender Köperarbeit: so können Seele, Nervensystem und Muskulatur tief entspannen, loslassen, zur Ruhe kommen und wieder Kraft schöpfen.</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/schmerzen-ohne-grund/">Schmerzen ohne Grund?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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		<title>Psychosomatische Magenschmerzen: Wie Bewertungen unser Mitgefühl und Verständnis verhindern</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/psychosomatische-magenschmerzen-wie-bewertungen-unser-mitgefuehl-und-verstaendnis-verhindern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 11:01:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosomatische Schmerzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Menschen, die psychosomatisch krank sind, fühlen sich schlecht, ohnmächtig und sehr oft „nicht gut<span class="excerpt-hellip"> […]</span></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Viele Menschen, die psychosomatisch krank sind, fühlen sich schlecht, ohnmächtig und sehr oft „nicht gut genug“. Sie haben das Gefühl, nur sie sind krank und alle anderen schaffen ihr Pensum ohne gesundheitliche Probleme! Kennst du, liebe Leserin und lieber Leser, dieses Gefühl auch? Ich möchte dieses Phänomen mit einem Beispiel aus meiner Praxis vorstellen:</em></strong></p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Praxisbeispiel</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Vor mir sitzt die Chefsekretärin einer großen Firma, mit chronischen Magenschmerzen. Sie arbeitet fast jeden Tag 12 Stunden, um den ganzen Laden zusammen zu halten. Im Brustton der Überzeugung sagt sie zu mir: „Ich bin hierher gekommen, weil ich nicht so belastbar bin wie andere!“ Ich frage sie, wie sie darauf kommt, und sie erzählt mir, was sie so alles den ganzen lieben langen Tag zu tun hat. Sie erzählt mir von ihren Schwierigkeiten, von den langen Arbeitstagen und der immer wieder problematischen Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen. Interessanterweise fällt ihr selbst bei dem Bericht nicht auf, wie sehr sie sich tatsächlich für die Firma aufreibt.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Dieser Moment, in dem sie am Ende von diesem Bericht sagte „ Sehen sie, ich bin einfach nicht so belastbar,“ war für mich geradezu surreal</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Natürlich hatte sie sich schon darum bemüht, besser zu verstehen, warum sie so krank geworden war. Sie hatte Ratgeber gelesen mit deren Hilfe sie versuchte, ihr Symptom zu deuten, dadurch entstand aber neuer Stress, denn nun wollte sie alles RICHTIG machen, um GESUND zu werden. Sie fing an sich für ihre Krankheit schuldig zu fühlen und hatte die Hoffnung, wenn sie nun alles richtig machen würde, wäre sie bald gesund. Das hat aber nicht funktioniert, weil sie bis zu dem Zeitpunkt gar nicht wirklich verstanden hatte, WARUM sie krank geworden war und was der Magen ihr so dringend sagen musste/wollte.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Gefangen in der eigenen Ohnmacht</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Der Magen reagiert oft als erstes auf zu viel Stress, denn er leidet zum einen unter der zumeist unbewussten inneren muskulären Anspannung, die die Organe im Bauchraum einengt, und&nbsp; wird zusätzlich durch schlechte Nahrungsgewohnheiten, zuviel Kaffee und Zigaretten gereizt. Ja, es war ihr schon klar, dass sie zu viel Stress hatte. Grundsätzlich steckte sie aber so tief in ihrer Tretmühle fest, dass ihr der Abstand fehlte, um zu erkennen, dass sie erheblich mehr und länger arbeitete als ihre Kollegen. Erst im Gespräch, als ich ihr alles noch einmal aufzählte, wurde ihr das plötzlich bewusst. In ihrer Ohnmacht hatte sie angefangen sich selbst zu bewerten bzw. abzuwerten, denn sie hat ja das Gefühl nicht soviel zu schaffen wie dir anderen.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Gefangen in ihrem (Werte-) System konnte sie nicht mehr erkennen, wie hoch und im Grunde unrealistisch ihre Ansprüche an sich selbst waren.</p></blockquote><p class="wp-block-paragraph">Sie verlor jegliches Verständnis und vor allem Mitgefühl für sich und ihren Körper.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Die Bewertung verhinderte jegliches Verständnis für die Situation!</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Ein anderer wichtiger Punkt bei der Bewertung ist natürlich das Wertesystem, was wir von unseren Eltern mitbekommen haben und welches sich durch unser Leben weiterentwickelt hat. Meine Patientin war in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, in denen sie oft alleingelassen wurde. Dieses Gefühl, alleine zu sein bzw. alles alleine machen zu müssen, wurde nun durch die berufliche Situation immer wieder neu heraufbeschworen. Und sie bemühte sich deshalb nach Kräften der Lage Herr zu werden. Für sie war das Gefühl, „alles alleine zu schaffen“, eine Überlebensstrategie, dir ihr in schweren Zeiten geholfen hatte. Grundsätzlich gab sie ihr Kraft und Selbstbewusstsein. In dieser beruflichen Situation, jedoch sorgte die Überlebensstrategie nun aber dafür, dass sie sich bis auf die Knochen verausgabte und kein Ende fand. Sie konnte ihre gesunden Grenzen nicht mehr spüren, wusste nicht, ob es in Ordnung war, eine Pause zu machen oder ob es den anderen zeigen würde, dass sie nicht so belastbar war? Das ist ein Phänomen, was ich oft erlebe bei Menschen mit oder kurz vor einem Burn-Out, sie haben sich so verfranst zwischen ihrer Erschöpfung und den inneren Bewertungen, dass sie ihrem Gefühl für sich selbst und ihre ganz normalen und gesunden Bedürfnisse nicht mehr trauen oder sogar vollkommen verloren haben.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Psychosomatische Beschwerden können überwunden oder zumindest gelindert werden!</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Durch viele intensive Gespräche und Aufstellungsarbeit gelang es meiner Patientin ihre inneren Überzeugungen besser zu verstehen und so immer öfter die Wahl zu haben, wie sie mit einer Situation umgehen möchte. Die Körperarbeit, die ihr Wärme, Geborgenheit und das Gefühl „nicht allein zu sein“ gab, heilte nach und nach die seelischen Wunden aus ihrer Kindheit und gab ihr die Kraft ihre berufliche Situation soweit zu verändern, dass sie nun überwiegend gesund ist.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Das Symptom ist ihr immer wieder ein strenger Begleiter und Ratgeber.</p></blockquote><p class="wp-block-paragraph">Jedes Mal, wenn sie wieder über ihre Grenzen geht, taucht das Symptom, wenn auch in stark abgeschwächter Form, wieder auf. So hilft ihr nun das Symptom, besser auf ihre Gesundheit zu achten!</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/psychosomatische-magenschmerzen-wie-bewertungen-unser-mitgefuehl-und-verstaendnis-verhindern/">Psychosomatische Magenschmerzen: Wie Bewertungen unser Mitgefühl und Verständnis verhindern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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		<title>Durchhaltevermögen und Belastbarkeit: Warum das nicht immer Zeichen von Stärke sind</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/durchhaltevermoegen-und-belastbarkeit-warum-das-nicht-immer-zeichen-von-staerke-sind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 11:52:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Durchhaltevermögen & Belastbarkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Ich kann einfach nicht Nein sagen“ Wie oft hast du, liebe Leserin und lieber Leser, diesen Satz schon von Angehörigen oder Freunden gehört oder auch selber gesagt? </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/durchhaltevermoegen-und-belastbarkeit-warum-das-nicht-immer-zeichen-von-staerke-sind/">Durchhaltevermögen und Belastbarkeit: Warum das nicht immer Zeichen von Stärke sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong><em>„Ich kann einfach nicht Nein sagen“ Wie oft hast du, liebe Leserin und lieber Leser, diesen Satz schon von Angehörigen oder Freunden gehört oder auch selber gesagt? Lass uns diesen Satz einmal genauer betrachten. Ich denke, du stimmst mir zu, wenn ich sage, die weitverbreitetste Meinung ist, dass es Kraft kostet, etwas zu tun, dass es eine Leistung ist etwas zu schaffen, etwas durchzuhalten und zu Ende zu bringen.</em></strong></p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Aber wie viel Kraft kostet es uns eigentlich, etwas abzulehnen, „Nein“ zu sagen und für die eigene Wahrheit einzutreten?</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Bislang wurden mit Leistung und Erfolg nach außen gerichtete Aktivitäten verbunden. Dafür gibt es Anerkennung von außen – und dafür erkennen wir uns selber an. Nein zu sagen hingegen wird – oft von außen, aber auch von uns selber &#8211;&nbsp; nicht mit wirklicher Stärke assoziiert – oft sogar im Gegenteil &#8211; eher mit Schwäche! Im Zuge der Erkenntnisse der aktuellen Forschung, insbesondere aus dem Bereich der Psychosomatik, wird nun jedoch immer stärker deutlich, dass auch seelische oder psychische Aktivitäten eine enorme Leistung sind &#8211; besonders dann, wenn es uns schwer fällt, eine Bitte abzuschlagen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Die psychische Kraft, die wir brauchen, um uns in Konflikte zu begeben, für unsere Meinung einzustehen oder Gegenwind standzuhalten, wird eigentlich erst dann sichtbar, wenn sie fehlt!</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">In meiner Praxis begegne ich jeden Tag Menschen mit Burn-out und psychosomatischen Krankheiten. Ein zentrales gemeinsames Merkmal, das fast alle eint,&nbsp; ist tatsächlich eine innere Erschöpfung. Sie schleicht sich langsam ein und führt dazu, dass die Betroffenen langsam aber sicher einfach nicht mehr die Kraft aufbringen können, „Nein“ zu sagen. Dadurch beginnt eine Abwärtsspirale, die dazu führt, dass sie sich, obwohl schon längst müde und ruhebedürftig, noch mehr Arbeit aufhalsen (lassen).&nbsp;Die Berichte ähneln sich alle ein bisschen:</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Diese seelische Erschöpfung entsteht schleichend, zunächst merkt man es kaum.</p></blockquote><p class="wp-block-paragraph">„ Ach, kein Problem das kann ich gerne mitmachen.“ Es gibt so viele Beispiele: Den Brief noch eben einstecken, obwohl es ein Umweg ist, den Auftrag, annehmen oder länger arbeiten, weil die liebe Kollegin früher geht., etc&#8230;</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Besonders wenn wir müde sind, scheint es einfacher „Ja“ zu sagen anstatt „Nein“! Kennst du solche Momente auch von Dir?</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Deshalb möchte ich heute den Heldenmythos der unendlichen Belastbarkeit demontieren. Ich möchte unseren allgegenwärtigen Leistungsanspruch im Sinne einer gesunden Lebensführung hinterfragen. Denn unser Körper verfügt über ein sehr fein ausgeklügeltes Selbstheilungssystem, mit dem er uns in fast jeder Lebenslage im Gleichgewicht hält. Wir haben uns allerdings heute an einen Lebensstil gewöhnt, durch den wir im Grunde tagtäglich im Stressmodus leben. Egal, ob im Straßenverkehr oder durch Zeitdruck, egal, ob bei Arbeits- oder Beziehungsstress, viele von uns leben auf der Überholspur und laugen ihren Körper (und im Endeffekt auch die Psyche) aus. Das Problem dabei: Am Anfang geschieht das unmerklich, wenn wir nicht wirklich achtsam sind. Viele Helden und Heldinnen des Alltags, die ich treffe werden getrieben von inneren Glaubenssätzen, die sie vorantreiben. Die ihnen verbieten, erholsame Pausen zu machen, sich ausreichend zu regenerieren und auf liebevolle Weise für sich selber zu sorgen! Sie fühlen sich erst dann „Gut genug“ oder „liebenswert“ wenn sie alles gegeben haben. Das heißt, wenn sie sich täglich bis an – oder vielfach sogar über &#8211; ihre Grenzen verausgaben. Viele Betroffene haben mehr Mitgefühl oder Mitleid für andere als für sich selbst. Manch anderer ist ehrgeizig bis zum Umfallen, weil er beispielsweise gelernt hat, dass nur die Leistung im Außen anerkannt wird – und die eigenen Grenzen und seelischen Bedürfnisse mit Schwäche assoziiert wurden, vielleicht sogar in der Kindheit mit Liebesentzug bestraft wurden! Interessant ist in diesem Zusammenhang die Sprache mit der die Umstände beschrieben werden. Der Körper wird zum Objekt gemacht, wird genutzt, um das Ziel zu erreichen, wird benutzt, um zu leisten, zu helfen, um eine wichtige Rolle auszufüllen oder um sich „richtig“ (liebenswert) zu fühlen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Aber führt das alles wirklich zum Ziel?</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Aus einem ganzheitlichen Blickwinkel betrachtet, erschaffen wir nämlich genau das Gegenteil. Wir beuten unseren Körper und seine überaus feinen Selbstheilungsmechanismen im Sinne der „ guten Sache“ bis über ihre absoluten Grenzen hinaus aus! Wir sagen „ja“ zu anderen – aber oft „nein“ zu uns selber! Ob es sich dabei um Tischler handelt, Erzieher, Sekretärinnen oder Ärzte &#8211; es gibt viele Arbeitsplätze, die mit hohen Ansprüchen verknüpft sind. Selbst als Mutter oder Vater muss man heutzutage „performen“. Viele von uns sind mit ganzer Leidenschaft und Begeisterung bei der Sache. Was wir aber neu lernen bzw. verknüpfen müssen, ist, dass unser Körper regelmäßig eine gesunde und ausgleichende Gegenpendelbewegung braucht, um gesund zu bleiben. Auch wenn es ein hoher moralischer Wert zu sein scheint, durchzuhalten, etwas zu Ende zu bringen oder für andere da zu sein, liegt die Grenze ganz klar dort, wo wir uns selber schaden! Es heißt auf gar keinen Fall, jetzt nicht mehr zu helfen oder für andere etwas zu tun. Das sind tolle Qualitäten in einer Gemeinschaft oder Gesellschaft.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Aber was wir unbedingt brauchen, ist eine neue Definition von Ruhe und Erholung!</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Ruhe und Erholung haben heute immer noch den Beigeschmack von Faulheit oder sich auf Kosten anderer auszuruhen. Glücklicherweise ändert sich bereits einiges, sodass es zum Beispiel nicht mehr gerne gesehen wird, wenn jemand krank zur Arbeit kommt! Heute wissen wir, wie wichtig Erholung und Entspannung für die Gesundheit und psychische Belastbarkeit sind.&nbsp;</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Denn nur in echter Ruhe schaltet der Körper um, regeneriert und entgiftet.</p></blockquote><p class="wp-block-paragraph">Dann erst hat das Immunsystem zum Beispiel genug Zeit und Energie, Bakterien und Viren, aber auch gefährlich veränderte Zellen zu finden und zu entfernen. Dann erst werden Hormone der Entspannung ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass wir uns wohlfühlen. Sie wirken angstlösend und geben uns das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit z.B.&nbsp; mit den richtigen Menschen am richtigen Ort zu sein.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Nur im Gefühl von seelischer Geborgenheit und Sicherheit können sich unsere seelischen und körperlichen Akkus wieder aufladen.</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Eine ganz einfache Möglichkeit, um diese Seite in deinem Leben zu stärken, sind regelmäßige Spaziergänge. Hierbei kannst du dir selber lauschen, anstatt dir ein weiteres Mal die Probleme anderer Leute anzuhören. Was beschäftigt dich gerade? Was gibst du anderen, was du eigentlich selbst gerade brauchst? Liebe, Aufmerksamkeit, Mitgefühl Meine herzliche Einladung an dich: Übe dich selbst darin, dir diese überaus nährenden Qualitäten von Ruhe, Geborgenheit und Erholung zu schenken. Ein gutes Essen, ein gutes Buch, ein wohlriechender Tee, Meditation oder ein Spaziergang wirken Wunder.</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/durchhaltevermoegen-und-belastbarkeit-warum-das-nicht-immer-zeichen-von-staerke-sind/">Durchhaltevermögen und Belastbarkeit: Warum das nicht immer Zeichen von Stärke sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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		<title>Warum Heilung so viel Zeit braucht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 22:35:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Heilung braucht Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt vier gute Gründe warum sich der Heilungsprozess nicht abkürzen lässt – und das gilt in ganz besonderem Maß für den Heilungsprozess psychosomatischer Erkrankungen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/warum-heilung-so-viel-zeit-braucht/">Warum Heilung so viel Zeit braucht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><em><strong>»Hätte ich das bloß schon früher gewusst!« Häufig höre ich diesen Satz aus dem Mund einer Patientin oder eines Patienten, nachdem sich ein sehr tiefes, essentielles Gefühl gezeigt hat und gelöst werden konnte. Deshalb möchte ich hier eine Lanze für den Heilungsprozess als solchen brechen, denn jede Form der Heilung vollzieht sich in vielen einzelnen Schritten, die alle aufeinander aufbauen. Es gibt vier gute Gründe warum sich dieser Prozess nicht abkürzen lässt – und das gilt in ganz besonderem Maß für den Heilungsprozess psychosomatischer Erkrankungen!</strong></em></p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Erster Grund: Vertrauen ist die Basis für die Heilung</span></em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Gerade für den psychosomatischen Heilungsprozess braucht es neben Geduld vor allem Vertrauen. Damit die Seele mitarbeiten kann und sich ihre Themen zeigen können, sind Vertrauen und Sicherheit die essentielle Basis – oder anders ausgedrückt: Nur in einer sicheren Umgebung und einem zuverlässigen Umfeld können die schwierigen Themen ins Bewusstsein aufsteigen.</p><p class="wp-block-paragraph">Manche Menschen versuchen ihren Heilungsprozess durch den Wechsel der Methoden zu beschleunigen. Und tatsächlich erleben sie aufgrund unterschiedlicher Ansätze auch andere und immer wieder überraschende Erkenntnisse. Wenn wir aber Weg und Methode zu oft wechseln, kommen wir nirgends an.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b">Der Grund:<strong>&nbsp;Die Seele oder das Unterbewusstsein brauchen Sicherheit, Zuverlässigkeit und Vertrauen, bevor sie sich öffnen und auch die heiklen Themen und Gefühle an die Oberfläche gelangen können.</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Eine sichere und zuverlässige Umgebung entsteht zum Beispiel durch Regelmäßigkeit und einen emotional verlässlichen Rahmen, in dem man sich geschützt und gewürdigt fühlt. Das können regelmäßige Spaziergänge sein, der wöchentliche Besuch einer Gruppe, die sich zu Familienaufstellungen oder Qi Gong, zum Singen oder zur Atemmeditation trifft, aber auch regelmäßige Therapiesitzungen bei einer festen Therapeutin oder Therapeuten. Idealerweise finden diese Termine immer am selben Wochentag und zur selben Stunde statt. Dadurch kann nach und nach eine innere Dynamik entstehen, die dann zwischen den Terminen für die notwendige Aufarbeitung und viele neue Erkenntnisse sorgt.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Zweiter Grund: Heilung ist ein Erkenntnisprozess</span></em></strong></h5><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b">Jede neue Erkenntnis erweitert das Bewusstsein und öffnet den Blick auf weitere Räume.&nbsp;<strong>Wir können einzelne Schritte des Heilungsprozesses nicht einfach überspringen, denn sie bauen alle aufeinander auf.</strong>&nbsp;Nur weil wir den ersten Schritt gemacht haben, wird der zweite möglich und so weiter. Für einen soliden Heilungs- oder Selbstheilungsweg, der am Ende auch den Herausforderungen des Lebens standhält, ist es notwendig, diesen Weg von Anfang bis Ende vollständig zu gehen. Alle Gefühle, die sich zeigen und alle Erkenntnisse, die wir auf diesem Weg gewinnen wollen ernstgenommen und wertschätzt werden – auch wenn sie unbequem oder schmerzhaft sind. Jetzt gilt es dranzubleiben.</p><p class="wp-block-paragraph">Vielleicht hast du das auch schon mal erlebt: Nachdem du dich intensiv mit einem bestimmten Problem oder Gefühl beschäftigt hast, kommst zu einer wirklich tiefgreifenden Erkenntnis. Durch diese Erkenntnis siehst du jetzt viele Bereiche in deinem Leben mit ganz anderen Augen. Nun erst bemerkst du, in wie vielen Situationen – und auch Beziehungen – dieses Problem oder Gefühl immer wieder auftaucht. Dadurch wiederum bist du in der Lage das Problem auf einer tieferen Ebene zu erforschen, sodass du weitere Zusammenhänge erkennst.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b">So oder so ähnlich verlaufen&nbsp;<strong>psychosomatische Heilungs- und Wachstumsprozesse</strong>. Der Grund: Unser Gehirn und unser Bewusstsein entwickeln sich ständig weiter.</p><p class="wp-block-paragraph">Diese Weiterentwicklung vollzieht sich jedoch nicht linear sondern in Form einer ganzheitlichen Erweiterung: Das Bewusstsein weitet sich sozusagen in alle Richtungen aus: Erst wenn die eine Tür geöffnet wurde, können sich weitere Türen öffnen. Auf die Weise tauchen dann zusätzlich ganz unerwartete Gefühle oder Themen auf, die uns vorher – in diesem Zusammenhang – gar nicht bewusst waren. Ganz oft gesellen sich dann auch noch Ereignisse oder überraschende Wendungen von außen dazu, die »ganz zufällig« unseren Heilungsweg auf vollkommen unerwartete Weise unterstützen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Dritter Grund: Das seelische Gleichgewicht gibt den Takt vor</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Innerhalb des oft sehr intensiven Heilungsprozesses begrenzt die seelische und psychische Belastbarkeit den individuellen Weg der Heilung, denn das Unterbewusstsein weiß genau, wie viel Erinnerungen, alte Gefühle und emotionalen Stress ein Mensch jeweils vertragen beziehungsweise verdauen kann.</p><p class="wp-block-paragraph">Besonders bei Menschen, die sehr frühe seelische Verletzungen erfahren und bei solchen, die sogenannte Entwicklungstraumen erlebt haben, ist es ganz wichtig, dem inneren Tempo der Seele zu folgen und nicht zu versuchen mithilfe irgendwelcher Techniken oder theoretischer Konzepte, die Selbstschutzmechanismen zu »knacken« oder den Heilungs- und Erkenntnisprozess zu beschleunigen. Einerseits ist es nicht nötig und andererseits kann das neue Entwicklungstraumata erzeugen.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong>Negative Gefühle, die wir erfolgreich verdrängt hatten, um einfach weiterzumachen, fühlen sich, wenn wir sie im Zuge eines psychosomatischen Heilungsprozesses wieder erleben, zunächst genauso bedrohlich und belastend an, wie damals, als sie akut waren!</strong>  </p><p class="wp-block-paragraph">Deshalb zeigen sie sich erst dann, wenn wir eine ausreichende seelische Stabilität erlangt haben. In meiner Praxis begegnen mir Menschen, die mit 40 oder 50 Jahren endlich die seelische Reife und Stabilität erreicht haben, um sich ihren tiefen seelischen Verletzungen zu stellen. Frauen und Männer, die nun, da sie Stabilität durch ihre eigene Familie und in ihrem Beruf finden, die Kraft aufbringen können sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen.</p><p class="wp-block-paragraph">Jetzt kann man natürlich sagen: »Das hat aber ganz schön lange gedauert!« Doch diese Bewertung übersieht, wie tiefgreifend und existentiell bedrohlich manche Gefühle und Verletzungen sind.</p><p class="wp-block-paragraph">Denn durch Erlebnisse wie mangelnde seelische Geborgenheit, Verlassensein, Einsamkeit, Ablehnung oder emotionalen Stress aufgrund emotionaler, verbaler oder körperlicher Gewalt, vielleicht sogar durch Menschen, die wir im Grunde unserer Seele liebten, entstehen innere Konflikte, die uns bis an die Grenzen unserer Belastbarkeit bringen und entsprechend krank werden lassen. Deshalb ist es für viele Menschen sehr schwer, an diese Erinnerungen und Gefühle überhaupt heranzukommen.</p><p class="wp-block-paragraph">Das Unterbewusstsein, unsere Seele, weiß aber genau, wie viel wir verTRAGEN können. Und auch, wenn du dich manchmal im Angesicht der alten Gefühle und Erlebnisse, die im Zuge eines psychosomatischen Heilungsprozesses auftauchen können, bis ans Äußerste herausgefordert und belastet fühlst: Deine Seele weiß, wie viel sie dir in jedem Moment deines Heilungsweges zumuten kann. Besonders, wenn man aufgrund äußerer Umstände nicht so belastbar ist, zeigen sich kaum Themen oder man verliert irgendwie das Interesse an dem Heilungsweg.</p><p class="wp-block-paragraph">Wenn du also im Moment starkes Interesse an deiner Geschichte und deiner Heilung hast – herzlichen Glückwunsch! Jetzt bist du stark genug, um deine psychosomatischen Heilungsweg zu beschreiten.</p><p class="wp-block-paragraph">Ich habe das in der Praxis mehrfach sehr eindrucksvoll bei werdenden Eltern erlebt. Ab dem Moment, in dem ein Paar erfährt, dass es ein Kind erwartet, entsteht bei vielen ein starkes Bedürfnis danach, die eigenen Kindheitserlebnisse zu verarbeiten – bevor es soweit ist und sie selbst Vater oder Mutter werden.</p><p class="wp-block-paragraph">Oft ist die Therapie dann sehr intensiv und endet etwa acht Wochen vor der Geburt ziemlich abrupt. Es ist, als ob alles, was gesehen und geheilt werden muss, noch schnell an die Oberfläche drängt. Doch sobald die Geburt kurz bevorsteht, wird alle Energie für den »Nestbau« und die letzten Vorbereitungen benötigt – und die tiefe Auseinandersetzung mit der eigenen Kindheit ist nicht mehr so wichtig.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong>Sei unbesorgt: Du kannst dich vollkommen auf dein Unterbewusstsein verlassen! Es ist immer mit an Bord. Es schenkt dir Einsichten und Gefühle und es beschützt dich gleichzeitig vor Überforderung.</strong></p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Vierter Grund: Wiederholungen sind Teil der Heilung</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Ein seelischer Heilungsprozess verläuft in Spiralen. Manchmal haben wir das Gefühl uns immer wieder an denselben Themen oder Problemen abzuarbeiten, aber in Wirklichkeit schauen wir jedes Mal aus einer ganz neuen Perspektive, denn wir haben uns mit jedem Durchgang weiterentwickelt. Dieses Phänomen wird besonders oft übersehen, obwohl es doch so wichtig ist, denn es dokumentiert in Wirklichkeit unsere Entwicklung!</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong>Und irgendwann kommen wir an den Punkt, bei dem es »Klick« macht. …</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Ich habe das selbst schon erlebt: Da arbeite ich wochenlang an einem bestimmten Thema, mache Übungen, meditiere, mache Familienaufstellungen und dann … treffe ich auf diese übergriffige Frau, die versucht mir ihre Bewertungen und Projektionen überzustülpen … oder diesen Mann, der über den »Mitleidsknopf« meine Grenzen unterlaufen will … Plötzlich höre ich mich sagen »Ich muss los!« und der Drops ist gelutscht! Keine Diskussion, kein Kampf, keine Beleidigungen – nichts dergleichen war nötig, um die Situation aufzulösen. Der Satz kam einfach und ohne nachzudenken aus meinem Mund.</p><p class="wp-block-paragraph">Nun könnte sich mein Bewusstsein darauf konzentrieren, dass ich schon wieder in so eine Situation geraten bin. Oder es feiert mit mir den Erfolg, also die Tatsache, dass es mir diesmal gelungen ist mein Thema zu meistern indem ich die Situation ganz spontan aufgelöst habe. Für beide Personen wurde ich auf diese Weise uninteressant, denn durch meine klare Abgrenzung bot ich ihnen keine Bühne mehr für ihr Projektionen und Bedürfnisse. Stattdessen lerne ich seither mehr Menschen kennen, die auch an sich arbeiteten und sich genauso wie ich darin übten, ehrlich zu ihren Wünschen und Bedürfnissen zu stehen.</p><p class="wp-block-paragraph">Dein Bewusstsein ist grundsätzlich darauf ausgerichtet dich zu beschützen: Es »schaut« auf die Probleme. Deshalb ist es eine sehr wertvolle Übung, sich auch die Erfolge immer wieder bewusst zu machen. Das gilt ganz besonders, wenn du eine strenge innere Stimme hast, die dazu neigt alles zu bewerten. Nimm dir Zeit, um deine Erfolge wahrzunehmen und sie zu feiern.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong>Durch ständige Wiederholung gelingt es unserem Gehirn nicht nur schreiben und rechnen, sondern auch neue Verhaltensweisen und neue Gefühle zu erlernen.</strong>  </p><p class="wp-block-paragraph">Wenn du jetzt deinem Symptom auf den Grund gehen willst kannst du dir gerne kostenlos<strong> <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color"><a href="http://anette-droege.de/eintragung/">das Symptomtagebuch</a></mark><a href="https://www.anette-droege.de/wp-content/uploads/2023/01/Symptomtagebuch.pdf"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color"> </mark></a></strong>herunterladen laden.<br>Wenn du tiefer einsteigen möchtest, kannst du <a href="https://www.anette-droege.de/kontakt/"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color"><strong>einen Termin</strong></mark></a> für ein kostenloses Vorgespräch machen oder<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color"> <a href="https://anette-droege.coachy.net/lp/fuhlen-ist-gesund-2"><strong>den Online Kurs</strong></a></mark> buchen, der dich über 9 Wochen auf einem intensiven Selbstheilungsweg begleitet.</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/warum-heilung-so-viel-zeit-braucht/">Warum Heilung so viel Zeit braucht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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		<title>Lebendige Gefühle – gesunde Grenzen</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/lebendige-gefu%cc%88hle-gesunde-grenzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 22:43:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lebendige Gefühle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gefühle gehören zu unserer körperlich-seelischen Grundausstattung. Obwohl sie uns oft gar nicht bewusst sind, sind sie doch immer da. Sie sind in einem gewissen Sinn unsere Verbindung zur Umwelt. Sie stellen die Verknüpfung zwischen unserem Inneren, unserer Seele, unserem Körper und der Umgebung her. Gefühle bringen uns im besten Falle sicher, gesund und glücklich durch den Tag.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/lebendige-gefu%cc%88hle-gesunde-grenzen/">Lebendige Gefühle – gesunde Grenzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><em><strong>Gefühle gehören zu unserer körperlich-seelischen Grundausstattung. Obwohl sie uns oft gar nicht bewusst sind, sind sie doch immer da. Sie sind in einem gewissen Sinn unsere Verbindung zur Umwelt. Sie stellen die Verknüpfung zwischen unserem Inneren, unserer Seele, unserem Körper und der Umgebung her. Gefühle bringen uns im besten Falle sicher, gesund und glücklich durch den Tag.</strong></em></p><p class="wp-block-paragraph">Es macht einen himmelweiten Unterschied in unserem Leben, ob wir vor unseren Gefühlen – ganz besonders den unliebsamen – davonlaufen, indem wir sie verdrängen und uns ablenken, oder uns ihnen bewusst und wohlwollend zuwenden. Ungelöste Probleme und Gefühle verfolgen uns, schlimmstenfalls ein ganzes Leben lang. Wenn wir sie allerdings willkommen heißen und annehmen, können sie sich auflösen und lassen uns als Menschen innerlich reifen.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Gefühle sind untrennbar mit unserer Lebensqualität verbunden</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Im Einklang mit unseren Gefühlen erleben wir Höhen und Tiefen, unser Leben ist bunt und lebendig. Wir können uns auf unsere Gefühle verlassen. Wir können eine Situation besser einordnen, uns einlassen und genießen oder uns früher abgrenzen und gehen, bevor es brenzlig wird. Wir sind in unserem Leben ständig auf unsere Wahrnehmung und Einschätzung von Situationen angewiesen. Wir können, unserem Bauchgefühl folgend, die richtigen Entscheidungen treffen – sei es beispielsweise um den richtigen Job zu finden oder einen guten Umgang mit uns wichtigen Menschen zu pflegen.</p><p class="wp-block-paragraph">Doch das ist alles gar nicht so einfach. Zweifelsohne leben wir in einer Zeit in der, der allgemeine Stresspegel sehr hoch ist, und wir oft das Gefühl haben, funktionieren zu müssen. Die Folgen sind innerlicher Druck und für viele Menschen eine „Nun-reiß-dich-mal-zusammen-Haltung“. Wir reißen uns also zusammen und fangen an, über unsere gesunden Grenzen hinauszugehen. Wir »stehen stramm«, obwohl wir müde sind, und bekommen vermutlich Probleme im Schulter-Nacken-Bereich, Rückenschmerzen oder Knieprobleme. Dann werden wir innerlich wütend, dürfen das aber nicht ausdrücken, um keinen Ärger zu bekommen. Deshalb unterdrücken wir das Wutgefühl und es taucht einige Zeit später z.B. als Nebenhöhlenentzündung wieder auf. Einhergehend mit den psychischen Belastungen der heutigen Zeit treten auch körperliche Schmerzmuster vermehrt auf. Aber warum ist das so?</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong>Dank der bahnbrechenden Forschungsergebnisse der Psychoneuroimmunologie, kurz&nbsp;</strong><strong>PNI&nbsp;</strong><strong>genannt, wissen wir heute, wie diese Krankheiten, die sich aus der Psyche entwickeln – auch psychosomatische Krankheiten genannt – entstehen.</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Forscher entdeckten biochemische Boten- und Signalstoffe, die als Mittler zwischen Körper, Seele und Immunsystem fungieren. Und so sind wir heute sicher: Gefühle beginnen im Gehirn. Dort lösen sie biochemische Kaskaden aus und steuern viel stärker unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit, als wir das bisher angenommen haben. Krankheit entsteht in dem Moment, wo es zu einer wiederholten und dauerhaften biochemischen Stressreaktion im Körper kommt.</p><p class="wp-block-paragraph">Doch es gibt nicht nur den »negativen« Zusammenhang: Die Forschung der Psychoneuroimmunologie hat ebenfalls unmissverständlich gezeigt, dass positive Gefühle wie Glück, Hoffnung, Zufriedenheit und Selbstwirksamkeit das Immunsystem stärken. Negative Gefühle wie Angst, Sorgen, Kummer und Selbstzweifel führen hingegen zu einer nachweislichen Verminderung der Immunzellen. In diesem Wissen stecken Chancen auf tiefgreifende Heilung.</p><p class="wp-block-paragraph">In Einzelfallstudien zeigte sich, dass nicht nur negative Gefühle, sondern auch das Unterdrücken sowie die Unfähigkeit, Gefühle auszudrücken, krank machen können oder eine Genesung erschweren. Studien mit Krebspatienten machten beispielsweise deutlich, dass diejenigen Patienten, die in der Lage waren, ihre negativen Emotionen zu artikulieren, nachweislich schneller gesund wurden und eine längere Lebensdauer erreichten als solche, denen es schwerfiel, sich mit ihren Gefühlen auseinanderzusetzen (Zänker 1991).</p><p class="wp-block-paragraph">Aus diesen Gründen möchte ich deshalb einen neuen, positiven und wohlwollenden Ansatz vorstellen, wie wir mit unseren körperlichen Symptomen und Gefühlen im Alltag gesünder umgehen können. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, die oft anerzogene, über Jahre oder Jahrzehnte trainierte Angst vor unserem Inneren aufzulösen. Ich möchte meine Leserinnen und Leser einladen, sich auf eine ganz neue, wohltuende und wertfreie Weise mit ihrem Inneren und ihren Symptomen zu beschäftigen.</p><p class="wp-block-paragraph">Diese neue Sichtweise führt uns auch über die bisherige Deutung von Symptomen hinaus: Wir haben jetzt ganz andere Möglichkeiten, eine Krankheit und ihre Entstehungsgeschichte wirklich zu verstehen. Umfassender, ganzheitlicher, lebensbejahender!</p><p class="wp-block-paragraph">Wenn wir eine Krankheit »nur« deuten, laufen wir sehr häufig Gefahr, die Symptome und die Krankheit zu bewerten und sie verändern zu wollen. Dadurch entstehen unter Umständen zusätzlich innerer Druck und Schuldgefühle darüber, etwas falsch gemacht zu haben.</p><p class="wp-block-paragraph">Wenn wir aber wirklich wertfrei und unvoreingenommen auf die Beschwerden schauen – so, wie sie sind –, erfahren wir am meisten über uns selbst und den inneren Knoten, der uns krankgemacht hat. Und oft zeigt sich dann auch schon im selben Atemzug die Lösung des Problems.</p><p class="wp-block-paragraph">In meinem Buch* habe ich diese wunderbaren und zum Teil sehr komplexen Funktionsmechanismen verständlich aufbereitet, um Sie zu ermutigen umzudenken. Wenn wir aufhören, gegen uns selbst anzukämpfen, und unsere Gefühle annehmen, wie sie sind, erfahren wir sehr viel über uns selbst und unsere innere Wahrheit. Wir können dann aufhören zu leiden und anfangen, unser Leben so zu gestalten, dass es uns mit Freude und Lebendigkeit erfüllt.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b">Getreu einer der wichtigsten Erkenntnisse aus der Körperorientierten Psychotherapie:<br><strong>»Ein gefühltes Gefühl dauert fünf Minuten, ein nicht gefühltes dauert ein ganzes Leben!«</strong></p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/lebendige-gefu%cc%88hle-gesunde-grenzen/">Lebendige Gefühle – gesunde Grenzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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		<title>Waldbaden – Sehnsuchts- und Seelenort Wald</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/waldbaden-sehnsuchts-und-seelenort-wald/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2022 11:50:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sehnsuchts- und Seelenort]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Wald ist ein Ort der Erholung und Entspannung und lädt zum Waldbaden ein….</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/waldbaden-sehnsuchts-und-seelenort-wald/">Waldbaden – Sehnsuchts- und Seelenort Wald</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong><em>D</em></strong><em><strong>er Wald ist ein Ort der Erholung und Entspannung und lädt zum Waldbaden ein….</strong></em></p><p class="wp-block-paragraph">Der Wald ist nicht nur ein vielfältiger Lebensraum, sondern, wie wir heute wissen, auch ein echter Heilungsraum. Er bietet uns in unserer lärmenden, schnelllebigen Welt eine Oase der Ruhe, Besinnlichkeit, aber auch Inspiration. Für&nbsp;<a href="https://www.sein.de/die-struktur-der-psyche-teilpersoenlichkeiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">C. G. Jung</a>, der sich intensiv mit der Symbolik von seelischen Bildern beschäftigt hat, steht der Wald für das Unbewusste. Im Wald können wir uns bewusst mit unserem Unbewussten treffen. Wenn wir uns darauf einlassen und hinschauen, kann der Wald uns unsere Themen spiegeln. Gehst du heute denselben Weg wie immer oder lässt du dich verführen, einfach mal einen neuen Weg auszuprobieren? Wer oder was begegnet dir? Ein edles Reh, ein Kaninchen auf der Flucht oder eine wunderschöne schillernde Libelle? Oder landest du auf einem Weg, der vollkommen matschig und verschlammt ist, wo du um ein Haar stecken bleibst? Welche Gefühle tauchen dabei in dir auf? Gibt es in dir eine alte Sehnsucht nach Verbundenheit oder eine alte Angst? Ein tiefes altes Misstrauen dem Wald, aber auch dem Leben gegenüber? Kannst du dich leiten lassen von dem lebendigen Grün, dem Wind in den Blättern, zu einem Ort, der dir Energie schenkt? Kannst du dich für die Schönheit und Fülle des Waldes öffnen oder gehst du grübelnd und versunken in Sorgen und Ärger durch den Wald, bleibst verschlossen für Erholung und Entspannung?</p><p class="wp-block-paragraph">Vielleicht kann die Lektüre dieses Artikels ja eine Inspiration sein, das Neue zu wagen. Dich an einem schönen Ort niederzulassen, zu atmen und Waldbaden zu betreiben. Bäume, deren Wurzeln so fest verankert in die Erde ragen, sind ideale Therapeuten, bei denen du dich einfach mal anlehnen kannst. Sie halten dich, sie schenken dir das Gefühl von tiefer Stabilität und Aufrichtung. Du kannst im Wald ganz aktiv ein Problem durchschreiten, es in Bewegung bringen und von allen Seiten betrachten. Durch die Bewegung kann deine innere Spannung abfließen. Vielleicht ergibt sich sogar eine neue Perspektive und neue Erkenntnisse werden möglich. Besonders in unserer heutigen Zeit, in der wir fast alle Probleme mit einem Bildschirm lösen können, vergessen wir viel zu häufig, wie groß und lebendig wir wirklich sind. Wie sinnlich und stark unser Körper ist, wie aktiv und regelmäßig unsere Lungen atmen, wie kraftvoll unser Herz schlägt, wie weise unsere Seele uns durch unser Leben leitet. Das Waldbaden wird so zu einem Ort echter Selbstbegegnung.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Waldbaden als Therapie</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">In Japan wurde sogar in den vergangenen Jahren das Waldbaden als wichtige Therapieform entdeckt. Forscher haben beobachtet, dass allein der Anblick des Waldes – die Farben, das Licht und die Stille – unser biochemisches System entspannt und dadurch Stresshormone abgebaut werden. Schon bei einem Spaziergang von zehn Minuten Dauer ist dieser Effekt zu beobachten. Der Blutdruck sinkt und das Gedankenkarussell beruhigt sich. Der japanische Arzt Dr. Li stellte fest, dass Spazierengehen im Wald auch ganz besonders das Immunsystem stärkt. Der Grund dafür: Bäume und Pflanzen, die im Wald und Waldboden leben, geben sowohl ätherische Öle als auch Phytonzide an die Luft ab. Diese Botenstoffe schützen die Pflanzen vor Bakterien und Insekten. Dr. Li beobachtete, dass sie durch Einatmung auch bei Menschen das Immunsystem stärken. Er konnte nachweisen, dass die Anzahl der Killerzellen des Immunsystems schlagartig anstieg, wenn sich die Probanden regelmäßig im Wald aufhielten. Am ersten Tag stiegen die Immunzellen um 26 Prozent und am zweiten Tag schon um 50 Prozent. In Japan ist das Waldbaden inzwischen sogar zu einer wichtigen und effektiven Komplementär-Therapie bei Krebserkrankungen geworden.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Im Wald ist für jedes Gefühl Platz</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Der Wald ist nicht nur ein Ort der Erholung und Entspannung. Er ist wie ein Spiegel deiner Seele. Manchmal verstricken wir uns im Dickicht, bis wir aufschauen und einen ganz neuen Weg entdecken. Manchmal schenkt uns der Wald auch eine starke Schulter zum Anlehnen. Du kannst mit deinem Gefühl oder Problem gehen, es in Bewegung bringen und dich gleichzeitig mit der Intuition verbinden. Du kannst dich auf den Waldboden legen und dich ganz bewusst von der Erde tragen lassen und Waldbaden betreiben. Wie fühlt sich das an? Ein Waldspaziergang ist auf jeden Fall immer erholsam und hilft unserer Seele zu entspannen. Es ist eine Möglichkeit, die dir jederzeit zur Verfügung steht und insbesondere in Verbindung mit deiner Atmung zu einer sehr starken Kraftquelle werden kann.</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/waldbaden-sehnsuchts-und-seelenort-wald/">Waldbaden – Sehnsuchts- und Seelenort Wald</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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		<item>
		<title>Burnout – Wenn nichts mehr geht</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/burnout-wenn-nichts-mehr-geht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2022 12:03:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgebrannt]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum Menschen die Anzeichen für eine beginnende Erschöpfungskrise übergehen bis sie auf der Arbeit zusammenbrechen und dann monate- und jahrelang lang krankgeschrieben werden…</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/burnout-wenn-nichts-mehr-geht/">Burnout – Wenn nichts mehr geht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><em><strong>Burnout – Warum Menschen die Anzeichen für eine beginnende Erschöpfungskrise übergehen bis sie auf der Arbeit zusammenbrechen und dann monate- und jahrelang lang krankgeschrieben werden…</strong></em></p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>Was ist ein Burnout?</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Burnout (engl.) bedeutet so viel wie „ausbrennen“, „verbrennen, ohne genug Nachschub für das Feuer zu erhalten“.<br>Die Definition und Diskussion um das Burnout geht zurück auf den Psychoanalytiker Herbert Freudenberger, der 1974 in einem Artikel einen körperlichen und seelischen Endzustand bei sich selbst und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen alternativer Selbsthilfegruppen und Kriseninterventionseinrichtungen beschrieb.</p><p class="wp-block-paragraph">Er beobachtete, wie sich aufopferungsvolle und pflichtbewusste, engagierte MitarbeiterInnen in leicht reizbare und zynische Mitarbeiter verwandelten. Sie zeigten deutliche Symptome von physischer und psychischer Erschöpfung. Er verglich das Ausmaß des Zustandes von Menschen mit einem zerstörten Bauwerk:</p><p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><em>„Wer je ein ausgebranntes Gebäude gesehen hat,</em><br><em>der weiß, wie verheerend so etwas aussieht.</em><br><em>Ein Bauwerk, eben noch von pulsierendem Leben erfüllt, ist nun verwüstet.</em><br><em>Wo früher Geschäftigkeit herrschte, finden sich jetzt nur noch verkohlte Überreste von Kraft und Leben.<br>Ein paar Ziegel und Zementbrocken mögen stehengeblieben sein, ein paar leere Fensterrahmen.<br>Vielleicht ist sogar die Hülle des Gebäudes noch erhalten.<br>Wer sich jedoch hineinwagt in die Ruine, wird erschüttert vor dem Werk der Vernichtung stehen.“</em></p><p class="wp-block-paragraph">In meiner Praxis begegne ich immer wieder Menschen in den verschiedenen Stadien von Burnout-Krisen und Erschöpfungszuständen.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em><span style="text-decoration: underline;">1.&nbsp; Burnout-Phase: das Kontrollstadium – der Anfang (vom Ende)</span></em></strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Die Betroffenen haben noch den Eindruck, alles unter Kontrolle zu haben, aber sie spüren schon, dass alles nicht mehr so schnell und einfach klappt wie früher.</p><p class="wp-block-paragraph">In dieser Phase gibt es zwar den Wunsch nach Hilfe – „und zwar sofort“ – aber nur, um weitermachen zu können wie bisher und um zu verhindern, dass es noch schlimmer wird und sie die Kontrolle nicht gänzlich verlieren.</p><p class="wp-block-paragraph">Ein Mensch in diesem Stadium möchte nicht hören, dass er kürzer treten soll und dass er mehr Ruhe und mehr Schlaf braucht. In der Regel wird protestiert: „Wie stellen Sie sich das vor, das geht nicht so einfach und außerdem ist dann die ganze Existenz in Gefahr“.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em><span style="text-decoration: underline;">2.&nbsp; Burnout-Phase: das Erschöpfungsstadium – Sport und Diäten statt Pausen</span></em></strong></h4><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong>Wenn der „innere Antreiber“ die Führung übernimmt</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Im Inneren der Betroffenen entsteht ein Dialog, den wir uns ungefähr so vorstellen können:<br><em>„Das ging früher aber wesentlich schneller!“</em><br><em>„Oh Schreck, jetzt bin ich sogar zu blöd zum Schreiben!“</em><br><em>„Oh Gott das habe ich auch vergessen!“</em><br><em>„Ich bin doch ein Versager!“</em><br><em>„Wieso lasse ich mich so gehen?“</em><br><em>„Jetzt reiß dich mal zusammen du Schlaffi“&nbsp;</em>und natürlich<br><em>„Warum fühle ich mich so entsetzlich schlapp, müde und komme gar nicht wieder zu Kraft?“</em><br><em>„Das soll aufhören!“</em></p><p class="wp-block-paragraph">Sie verzichten immer häufiger auf regelmäßiges Essen und Trinken, „ernähren“ sich von Kaffee und Zigaretten, können nicht mehr abschalten, geschweige denn nachts durchschlafen. Es entsteht eine permanente innere Unruhe. Um abends runterzukommen, wird die Unruhe mit Bier, Wein oder Medikamenten „behandelt“.</p><p class="wp-block-paragraph">All das schwächt die Betroffen immer weiter.</p><p class="wp-block-paragraph">In diesem Stadium fühlen sich die Menschen getrieben von ihren Lebensumständen, was ja auch schon Teil ihres Problems ist: Im Grunde haben sie schon die Kontrolle über ihr eigenes Leben verloren, aber haben noch die Hoffnung, dass das Problem verschwinden könnte, wenn sie sich jetzt sofort entspannen, eine Diät machen, die richtigen Tabletten nehmen oder einfach nur mehr Sport treiben. So wird die Belastung für Körper und Seele zunächst sogar noch gesteigert.</p><p class="wp-block-paragraph">Maßnahmen, die aber bis zu einem gewissen Punkt tatsächlich hilfreich und gesund sein könnten, wirken in dieser Phase schwächend. Die Ansprüche und der innere Druck steigen weiter an, weil ja weiterhin der Wunsch besteht, wieder genauso wie vorher zu „funktionieren“ und das Problem in den Griff zu bekommen. In diesem Zustand erscheint es für den Betroffenen unvorstellbar, das Tempo zu drosseln oder Pausen in den Alltag einzubauen. Stattdessen treiben Ehrgeiz und innere Verzweiflung den Betroffenen immer weiter voran.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><span style="text-decoration: underline;"><strong><em>3.&nbsp; Burnout-Phase: das Endstadium – „ausgebrannt“</em></strong></span></h4><p class="wp-block-paragraph">Viele bemühen sich, trotz der beginnenden Konzentrationsschwäche, Erschöpfung und Schlafmangel weiterhin normal zu „funktionieren“ und gute Arbeit abzuliefern. Sie trinken mehr Kaffee, rauchen mehr Zigaretten und manche fangen auch noch an, Tabletten oder Drogen zu nehmen, um den Arbeitsansturm zu bewältigen, den sie schon seit längerem nicht mehr bewältigen können.</p><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong>Erschöpfung und Konzentrationsschwäche reißen Löcher ins Gehirn</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Die Konzentrationsstörungen bewirken, dass sie sich wie Trottel fühlen. Die einfachsten Sachen fallen nun schwer. Rechnen, schreiben, lesen sowie das Erinnern des Gelesenen wird zu einer schwierigen Angelegenheit. Aufgaben, Verabredungen und Vereinbarungen werden vergessen. Manche können sich nicht einmal an alltägliche Dinge erinnern, z. B. wie man bestimmte Worte schreibt.</p><p class="wp-block-paragraph">Es beginnt ein „Überlebenskampf“. Die Betroffenen machen Fehler, die zu Konflikten führen. Manche versuchen dann, die Fehler durch andere Aktionen zu überdecken. Vielleicht fangen sie an, zu lügen oder zu tricksen, nehmen sich Arbeit mit nach Hause, wo dann auch noch der Druck von der Familie dazu kommt.</p><blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>„Wenn ich bei der Arbeit bin,</em><br><em>laufen mir den ganzen Tag Tränen aus den Augen.</em><br><em>Was soll ich tun?“</em></p></blockquote><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong>Ein Teufelskreis entsteht</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Dieser Teufelskreis lässt sich eigentlich nur mit Ruhe, Erholung und Abstand durchbrechen, was ja durch Urlaub oder Krankschreibung durchaus möglich wäre. Auch die „Löcher“ im Gehirn würden sich durch Ruhe und Erholung schnell wieder schließen. Leider schaffen es aber nur die wenigsten, an diesem Punkt anzuhalten. Die inneren Antreiber und die Existenzängste – die aber auch Teil der Symptomatik sind – erhöhen dagegen das Tempo und den Druck.</p><p class="wp-block-paragraph">Die meisten Burn-Out-Klienten kommen genau an diesem Punkt in meine Praxis. Die Schulmedizin hat es bis zu diesem Zeitpunkt meist nicht geschafft, dass innere Ruhe und damit die Kraft wiederhergestellt werden, denn Krankschreiben alleine reicht nicht. Meiner Erfahrung nach kommt das total aufgewühlte Nervensystem ohne bestimmte Impulse nicht zur Ruhe.</p><p class="wp-block-paragraph">Eine meiner Patientinnen machte in dieser Phase eine radikale Ernährungsumstellung, um wieder zu Kraft zu kommen, mit dem Erfolg, dass sie ca. 8 Wochen später einen totalen Zusammenbruch auf der Arbeit erlebte – vor allen Leuten – also genau das, was sie die ganze Zeit vermeiden wollte. (Danach war sie insgesamt ein ¾ Jahr krankgeschrieben bis sie vollständig wieder hergestellt war und über das Hamburger Modell* eingegliedert werden konnte.)</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>In 7 Schritten raus aus dem Burnout</em></strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Die Rekonvaleszenz eines Burn-out-Syndroms ist eine ganzheitliche Angelegenheit. Es müssen alle Ebenen mit einbezogen werden. Burnout Therapie im „Schnellgang“ funktioniert leider nicht, auch wenn das zunächst die Hoffnung aller Gestressten ist. Natürlich möchte jeder so schnell wie möglich wieder gesund werden, doch gerade bei der Heilung und Therapie eines Burnout-Syndroms ist es besonders wichtig, Geduld mitzubringen und viel Zeit, denn genau die Abwesenheit dieser beiden Elemente hat ja in den Burnout geführt.</p><p class="wp-block-paragraph">In meiner Praxis haben sich die folgenden Maßnahmen bewährt:</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em><span style="text-decoration: underline;">1 – Regelmäßiges Essen und Trinken</span></em></strong></h5><ul class="wp-block-list"><li>Achten Sie darauf, dass sie regelmäßig essen und trinken.</li><li>Spüren Sie eigentlich Ihren Hunger oder Ihren Durst?</li><li>Ein Körper, der zu wenig Flüssigkeit bekommt, oder durch Kaffee und Alkohol entwässert wird, ist müde und übersäuert. Auch durch Stress entstehen Säuren im Körper. Ein typisches Anzeichen dafür ist es, wenn sie sich am Morgen vor dem Aufstehen wie erschlagen fühlen. Der typische Satz ist dann „ich werde alt…“. Bei den meisten Menschen in mittlerem Alter sind diese Beschwerden aber die Folge von Stress und Übersäuerung! Dieses Phänomen kann durch ausreichendes Trinken von viel Wasser oder Apfelsaftschorle behoben werden.</li></ul><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><span style="text-decoration: underline;"><strong><em>2 – Achten Sie auf ausreichenden Schlaf</em></strong></span></h5><p class="wp-block-paragraph">Können Sie noch gut schlafen?<br>Gehen Sie ins Bett, wenn sie müde sind?<br>Oder halten Sie sich künstlich wach, um noch eben dies und das „schnell“ zu erledigen?</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em><span style="text-decoration: underline;">3 – Machen sie Pausen</span></em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Es ist essenziell wichtig, „gute Pausen“ einzulegen und gut für sich zu sorgen:</p><ul class="wp-block-list"><li>Strukturieren Sie ihren Alltag durch klare Abschnitte, in denen sich Arbeit und Pausen deutlich voneinander unterscheiden.</li><li>Essen Sie in Ruhe und vor allem an einem vom Arbeitsplatz getrennten Ort.</li><li>Üben Sie das schon mit Ihren Kindern. Setzten Sie sich alle zusammen an den Tisch, um in Ruhe gemeinsam zu essen.</li><li>Machen Sie beim Essen den Fernseher aus und lassen Sie die Handys außer Reichweite.</li><li>Gehen Sie bei der Arbeit zur Pause einmal um den Block.</li><li>Atmen Sie frische Luft.</li><li>Bringen Sie sich gesundes, einfaches Essen mit.</li></ul><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em><span style="text-decoration: underline;">4 – Finden Sie ihre eigene Struktur</span></em></strong></h5><ul class="wp-block-list"><li>Lernen Sie, nicht mehr alles gleichzeitig zu machen, sondern strukturiert nacheinander.</li><li>Beantworten Sie nicht jede Email sofort sondern in einem bestimmten Zeitfenster, z. B. von 8.00 – 9.00 Uhr und dann wieder von 11.00 – 12.00 Uhr und zwar ohne dabei gleichzeitig ans Telefon zu gehen!</li></ul><p class="wp-block-paragraph">(Betrachten Sie diese Tipps als allgemeine Ideen für strukturiertes Arbeiten, bei dem Sie die Zügel in der Hand haben und nicht andere.)</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><span style="text-decoration: underline;"><strong><em>5 – Entlarven Sie Ihre inneren Antreiber</em></strong></span></h5><p class="wp-block-paragraph">Burnout-Betroffene leiden oft unter einem überhöhten Anspruch und müssen daher lernen,&nbsp; auf ihre Grenzen aufzupassen und sich von scheinbar „positivem“ Zuspruch nicht mehr manipulieren zu lassen. Es bedeutet die Verabschiedung von Lebensmustern und Antreibern. Sie müssen zum Beispiel lernen – und das fällt oft schwer – ihre Kollegen zu enttäuschen, indem sie ihnen nicht mehr hilft und nicht mehr die Arbeit für andere erledigte. Für ein gesundes und lebenswertes Leben müssen wir lernen, auf verführerische Gefühle wie „besser als“ oder „ich kann alles“ zu verzichten und zu lernen, den Konflikt und die Reibung auszuhalten, wenn wir nur noch im Rahmen unserer realistischen Möglichkeiten arbeiten.</p><p class="wp-block-paragraph">Ursachen für den Inneren Antreiber sind vielfältig. Sie reichen von einem angelernten übertriebenen Verantwortungsgefühl über Versagensangst bis zum Wunsch nach Perfektion. Die meisten von uns haben solche Muster schon mit der Muttermilch aufgesogen.</p><p class="wp-block-paragraph">Ich empfehle daher, sich selbst einmal mit den folgenden Fragen auseinanderzusetzen:</p><ul class="wp-block-list"><li>Wie standen Ihre Eltern zur Arbeit?</li><li>Waren sie übertrieben fleißig?</li><li>Haben sie gearbeitet anstatt zu fühlen?</li><li>Haben sie getrunken anstatt zu arbeiten?</li><li>Ist es ein übernommenes Muster oder ist es ein Muster, um eben nicht so zu sein wie die eigenen Vorbilder?</li></ul><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em><span style="text-decoration: underline;">6 – Grenzen achten hält gesund</span></em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Das Thema „Abgrenzung“ spielt in jeder Therapie eine große Rolle. Besonders aber beim Burnout wird klar, dass wir für ein gesundes Leben in gesunden Grenzen psychische Reserven benötigen. Diese Reserven schwinden durch die Überarbeitung, Schlafmangel und schlechte Selbstversorgung.</p><p class="wp-block-paragraph">Je müder wir dann aber werden und desto überarbeiteter wir sind, desto schwieriger wird es, sich abzugrenzen. Mangelnde Abgrenzung ist also bereits ein wichtiges Warnsymptom. Daran können wir festmachen ob wir noch in unserer gesunden Mitte sind. Wenn das nicht mehr so einfach möglich ist, sind wir es nicht</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em><span style="text-decoration: underline;">7 – Lassen Sie sich helfen</span></em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Eine sinnvolle Therapie hilft Ihnen, die Körperwahrnehmung wieder zu schärfen und die Entspannungs-Parasympathikus-Reaktion zu stärken, damit Ihr Körper und damit auch das Vegetative Nervensystem nachhaltig zur Ruhe kommen. Besonders wirkungsvoll ist an diesem Punkt eine körperorientierte Psychotherapie. Die Kombination von Gesprächen, Körperarbeit und Klassischer Homöopathie unterstützt auf sehr ganzheitliche und organische Weise die Rekonvaleszenz und Erholung nach einem Burnout.</p><p class="wp-block-paragraph">Das vegetative Nervensystem reagiert sensibel auf den Kontakt und die Berührung. Mit Berührung, Massage oder Ausstreichungen kann man den Stress aus dem System herausnehmen. Die Atmung, innere Bilder und Schärfung des Selbstkontaktes zum eigenen Körper sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Die Muskulatur kann erst dann entspannen, wenn sie von außen genauso viel Druck bekommt, wie in ihr steckt.</p><h5 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong><em>In jedem Burnout liegt eine Chance</em></strong></h5><p class="wp-block-paragraph">Einen inneren Antreiber haben wir alle, aber nicht jeder wird davon krank. Meist kommen noch bestimmte persönliche Muster sowie innerer und äußerer Druck hinzu.</p><p class="wp-block-paragraph">Letztendlich zwingt uns ein Burnout – wenn wir noch etwas vom Rest unseres Lebens haben wollen –, unseren Lebensstil zu überdenken und unbewusste Verhaltensweisen aufzudecken.&nbsp; Die meisten meiner geheilten Burnout-Patienten haben die Krankheit mit wichtigen neuen Erkenntnissen über sich selbst und mit ganz neuen Fähigkeiten (z. B. zum Thema Abgrenzung) hinter sich gelassen. Eine Burnout Krise ist immer ein wichtiger Hinweis auf grundlegende Missverständnisse. Wenn Sie sich dran machen, diese aufzudecken und aus der Welt zu schaffen, können Sie als ein ganz neuer, ruhigerer und sehr viel besser geerdeter Mensch daraus hervorgehen.</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/burnout-wenn-nichts-mehr-geht/">Burnout – Wenn nichts mehr geht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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		<title>Chronische Nebenhöhlenentzündungen</title>
		<link>https://www.anette-droege.de/chronische-nebenhoehlenentzuendungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anette Dröge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Dec 2022 15:12:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Therapien]]></category>
		<category><![CDATA[psychosomatishe krankheit behandeln]]></category>
		<category><![CDATA[Psychsomatik]]></category>
		<category><![CDATA[psychsomatische Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[psychsomatische symptome loswerden]]></category>
		<category><![CDATA[Symptomtagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist, als würden wir die ganze Zeit auf eine Leinwand starren, auf die wir den „Grübel Film“ projizieren, anstatt uns umzudrehen und uns mit dem eigentlichen Problem zu beschäftigen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/chronische-nebenhoehlenentzuendungen/">Chronische Nebenhöhlenentzündungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="wp-block-heading">Und die UN-heimliche Macht des Grübelns</h2><p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#55595b"><strong><em>Es ist, als würden wir die ganze Zeit auf eine Leinwand starren, auf die wir den „Grübel Film“ projizieren, anstatt uns umzudrehen und uns mit dem eigentlichen Problem zu beschäftigen. Ich möchte heute über ein Problem schreiben, dem ich sehr häufig in meiner Praxis im Zusammenhang mit chronischen Nebenhöhlenentzündungen, aber auch anderen chronischen Entzündungen begegne: dem Grübeln!</em></strong></p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Warum gehen manche Entzündungen einfach nicht weg?</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">In diesem Artikel befasse ich mich mit der Frage, was steckt eigentlich hinter chronischen Nebenhöhlenentzündungen und anderen chronischen Entzündungen, die einfach nicht weggehen wollen? Welche Probleme, Verhaltensweisen und unbewussten Überzeugungen fachen die Entzündung immer wieder an? Das Thema ist deshalb so spannend, weil es inzwischen wissenschaftliche Belege für die Verbindung zwischen Körper und Seele gibt. Über diese ganz reale biochemische Verbindung wirken sich positive und negative Gefühle und Gedanken auf unsere Gesundheit aus:</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Viele psychosomatisch Kranke leiden dreifach</strong></h4><ol class="wp-block-list"><li>an der Krankheit &#8211; denn bei vielen Menschen führt die Ohnmacht über eine Krankheit, die nicht weggeht, zu negativen Grübelschleifen, die so zum Krankheitsverstärker werden;</li>

<li>an Schuldgefühlen &#8211; weil sie, im Gegensatz zu den „Anderen“ ständig krank sind &#8211; an einem Versagensgefühl;</li>

<li>weil die Krankheit trotz vielfacher Behandlungen einfach nicht weggeht;</li></ol><p class="wp-block-paragraph">Deshalb möchte ich zeigen, welche Auswirkungen Grübeln auf die Gesundheit hat.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Grübeln fühlt sich sehr wichtig an, geradezu unwiderstehlich und schlau.</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">So „objektiv“, so als ob dieser Teil von uns den absoluten Durchblick hätte. Ein Teil, der in den meisten Fällen urteilt und wertet und versucht dadurch den Überblick, um nicht zu sagen die Kontrolle, zu behalten. Wir versuchen natürlich alle, durch Denken oder zum Teil auch Grübeln ein Problem zu lösen. Indem wir es verstehen, durchdenken und damit bewältigen. Inwieweit ist Denken bzw. Grübeln also gesund und löst Probleme und ab wann verlieren wir die Kontrolle darüber und es macht uns krank?</p><blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen, die psychosomatisch krank sind, werden durch einen langen Krankheits- und Leidensweg&nbsp;verständlicherweise sehr frustriert und verzweifelt. So beginnt meistens das Grübeln.</p></blockquote><p class="wp-block-paragraph">Wir sind enttäuscht, wütend oder ohnmächtig. Im Kopf beginnen die Gedanken sich im Kreis zu drehen, in der Hoffnung das Problem zu lösen. Die Betroffenen beschreiben das Gefühl, als „werden sie gegrübelt“. In solchen Phasen entsteht das Gefühl, keine Kontrolle mehr über das Denken bzw. über das Gehirn zu haben. Dann wird das Grübeln zu einem sehr anstrengendem, erschöpfendem und zermürbendem Zustand, der früher oder später körperliche Krankheiten hervorruft und vor allem verschlimmert.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Gefangen auf der „dunklen Seite“ des Denkens &#8211; wenn wir nicht mehr entspannen können</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Fatalerweise erzeugt Grübeln nicht nur körperliche und seelische Spannungen, sondern verhindert gleichzeitig die Ausschüttung „der Hormone der Entspannung“. Sie sind deshalb so wichtig, weil sie dazu führen, dass Körper, Seele und Nervensystem sich wieder entspannen. In diesen Momenten können die Erlebnisse der letzten Tage verarbeitet werden. Sie schenken uns ein Gefühl von Geborgenheit, zum Beispiel am richtigen Platz im Leben zu sein und mit den richtigen Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Was die ganze Situation natürlich entspannt und erlösen kann. Der biochemische Stress wird verarbeitet und kann abfließen und der Körper würde seine gesunde Balance wiedergewinnen.</p><p class="wp-block-paragraph">Negative Gefühle und Gedanken, wie wir sie beim Grübeln erleben, verhindern aber das Umschalten. Für die psychosomatische Genesung ist es wichtig zu wissen, dass ein stressiges Ereignis 72 Stunden braucht, um abzufließen. Das bedeutet, wir brauchen viel länger, als gedacht, um unseren Stress abzubauen. Wenn dann gleichzeitig die Erholung und Entspannung, also die gesunde Gegenpendelbewegung, durch das Grübeln verhindert wird, kann man sich gut vorstellen, wie sehr Körper, Seele und Immunsystem unter Druck geraten.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Ich höre immer wieder diese ungläubige Frage: Wie können Gefühle und Gedanken mich krank machen?</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Sie sind doch nur in meinem Kopf? Es sind doch nur Gedanken/Gefühle, die keiner mitbekommt? In unserer Gesellschaft werden konkrete Dinge, die im Außen stattfinden, immer noch als „echter/wichtiger“ eingestuft als seelische Belange und Bedürfnisse, die ja „nur“ im Inneren stattfinden.</p><p class="wp-block-paragraph">Klar kommt es einem so vor, als wären Gedanken und Gefühle nur „heiße Luft“, hätten keine Folgen oder Auswirkungen. Was aber immer aus unseren Gedanken und Gefühlen entsteht, ist eine Stimmung. Die Forschung der PNI, der Psychoneuroimmunologie zeigt, dass nicht nur äußere Ereignisse eine positive oder negative biochemische Resonanz im Körper auslösen, sondern auch innere Ereignisse wie Gefühle, Gedanken und Stimmungen, also z.B auch Sorgen, Frust, Ängste und ungelöste Konflikte. Um es mal auf einen ganz einfachen Nenner zu bringen: Entweder leben wir in einer guten Stimmung und fühlen uns sicher, entspannt, wohl und tatkräftig oder wir leben in einer schlechten Stimmung und wir fühlen uns unsicher, gestresst, genervt und erschöpft.</p><p class="wp-block-paragraph">Ab wann kippt es und warum? Wann wird aus „Denken“ Grübeln?</p><blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p class="wp-block-paragraph">Denken und Grübeln fühlen sich sehr ähnlich an, der entscheidende Unterschied ist aber, dass Denken zu Ergebnissen führt und Grübeln nicht. Grübeln hat einen Sog &#8211; Grübeln erhält sich selbst &#8211; Grübeln findet kein Ende</p></blockquote><p class="wp-block-paragraph">Wer grübelt, ist in einem negativen Gedankenkarussell gegen sich selbst gefangen, die Gedanken und die emotionale Ladung drehen sich im Kreise. Mit dem Wort Ladung meine ich die emotionale Ladung der Gefühle, die mit dem Problem verbunden sind. Diese Ladung kann aus Gefühlen von Ärger, Enttäuschung, Wut oder Ohnmacht entstehen, aber auch aus Zukunftsängsten, Angst vor Einsamkeit oder finanziellen Sorgen. Grübeln findet aber keine Lösung, es beginnt immer wieder an der selben Stelle, es findet keinen Ausgang. Denn aus ganz individuellen Gründen fällt es uns schwer, die zu Grunde liegenden Gefühle, Stimmungen und Bedürfnissen zu verarbeiten. Grübeln ist also ein Hinweis darauf, dass etwas im Inneren brodelt, das uns etwas Wichtiges umtreibt.</p><blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p class="wp-block-paragraph">Das Problem am Grübeln ist aber, dass wir die ganze Zeit mit dem Grübeln beschäftigt sind und nicht mit dem eigentlichen Problem.</p></blockquote><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Grübeln macht über die Brücke der Biochemie den Körper krank</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Grübeln hält uns in einer negativen und autoaggressiven Stimmung gefangen. Die meisten Menschen dreschen dabei erbarmungslos auf sich selbst ein, analysieren ihre vermeintlichen Fehler und es entwickelt sich dadurch im Inneren ein Gefühl tiefer Wertlosigkeit. Sie machen sich pausenlos Vorwürfe, sodass sie in eine Negativspirale geraten und sich z.B. Wochen oder sogar monatelang als Versager fühlen, „als die/der Einzige, die/der es nicht schafft“ oder als jemand, der/die es gar nicht verdient hat, glücklich, erfolgreich und gesund zu sein. Gleichzeitig verhindern die autoaggressiven Grübelschleifen die Ausschüttung der Hormone der Entspannung und Regeneration, sodass der Zustand sich weiter zuspitzt.</p><p class="wp-block-paragraph">Andere ergehen sich in melancholischen Träumereien über die Vergangenheit und landen im Großen und Ganzen bei den gleichen Gefühlen von Negativität, Versagen und Wertlosigkeit. Sie dreschen innerlich scheinbar „objektiv“ wie böse und strafende Eltern oder alte Tanten auf sich selbst ein, und bestrafen sich auf die Weise selbst dafür, dass sie diese oder jene Chance nicht ergriffen haben. Wobei diese innere Stimmung den Anschein erweckt, „objektiv“ zu sein. Deshalb ist es so schwer, dagegen anzukommen, denn es hört sich alles sehr plausibel und richtig an.</p><blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p class="wp-block-paragraph">Sie fangen mehr und mehr an, dieser unheimlichen Stimme in ihrem Inneren zu glauben und werden immer wütender auf sich selbst, unsicherer und verzweifelter. Und die biochemische Stressreaktion im Körper wird ebenfalls immer stärker und mit ihnen die Krankheit.</p></blockquote><p class="wp-block-paragraph">Im weiteren Verlauf entsteht bei den Betroffenen das Gefühl, ihre Gedanken nicht mehr verändern bzw. kontrollieren zu können. Es entsteht ein Gefühl darin unterzugehen, es nicht stoppen zu können. Und vor allem immer tiefer in die eigenen Ängste und Zweifel hineinzurutschen. Jetzt besteht die Gefahr, dass sich ernsthafte Depressionen oder Ängste entwickeln. Bei manchen Menschen entwickeln sich zum Teil sogar Panikattacken, denn sie können Wahrheit und Grübeln nicht mehr auseinander halten.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Negative Gedanken und Gefühle erzeugen biochemischen Stress</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Diese vielen negativen Gedanken und Gefühle vergiften aber nicht nur unser Denken und Fühlen, sondern lösen eine biochemische Stressreaktion im Körper aus, mit allen bekannten Reaktionen: Blutdruck und Herzfrequenz steigen, die Verdauung wird heruntergefahren, die Muskulatur verspannt sich reflektorisch und das Immunsystem wird aktiviert.</p><p class="wp-block-paragraph">Klingt doch erstmal gut &#8211; oder? Ja, im ersten Moment hat der Körper auch kein Problem damit, aber im Dauerbetrieb werden wir davon krank. Durch das aufgepeitschte Immunsystem entstehen chronischen Entzündungen im Körper, die sich zunächst als Mikroentzündungen an den jeweils individuellen Schwachstellen (Nebenhöhlen, Knie, Hals, Zähne) des Körpers zeigen. In diesem Stadium können solche Beschwerden nicht durch die üblichen Verfahren diagnostiziert und behandelt werden. Es entwickeln sich Rücken- oder Knieschmerzen, chronische Nebenhöhlenentzündungen oder Darmentzündungen aber auch Neurodermitis oder chronische Kopfschmerzen ohne Diagnose. Eine Patientin von mir hatte durch ihre unendliche Grübelei eine chronische Zahnwurzelentzündung bekommen, die sie über viele Jahre in Atem gehalten hat.</p><p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig hat die Forschung beobachtet, dass&nbsp;<strong>durch die negativen Gefühle und Gedanken auch die Produktion von Immunzellen heruntergefahren wird</strong>, sodass das Immunsystem auf Dauer geschwächt wird und so seiner Aufgabe nicht mehr richtig nachkommen kann. Es öffnen sich nicht nur Tür und Tor für Bakterien und Viren, sondern auch für Krebserkrankungen, denn das Immunsystem hat nicht mehr genug Abwehrzellen, um alle veränderten Krebszellen aufzuspüren. Wer hätte sich das vor ein paar Jahren vorstellen können, dass die Kraft der Gedanken und Gefühle so mächtig ist? Erst die konsequente Forschung der PNI, der Psychoneuroimmunologie, hat diese wichtigen Zusammenhänge in den letzten Jahren hervorgebracht.</p><blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p class="wp-block-paragraph">Viele Menschen werden durch dieses Phänomen dauerhaft krank und verstehen gar nicht, warum sie trotz ständiger Bemühungen nicht gesund oder sogar immer kränker werden.</p></blockquote><p class="wp-block-paragraph">Bei vielen Menschen wird die Krankheit bzw. die Angst vor der Krankheit als ein zusätzlicher Krankheitsverstärker, der durch Grübeln angetrieben wird. Besonders Krankheiten wie Neurodermitis aber auch Chronische Entzündungen und Schmerzen lösen dieses Dreifachproblem (s.o.) aus. Der Leidensdruck und die Ohnmacht der Krankheit gegenüber sind so groß, dass es fast als Erleichterung empfunden wird, auf sich selbst einzudreschen, denn es gibt uns wenigstens ein Gefühl der Kontrolle zurück. Wenigstens kann man „verstehen und bewerten“ was los ist, wenn man schon dieser unheilbaren Krankheit ausgeliefert ist. Auch wenn es sich einen Moment lang gut anfühlt, reicht es nicht, um den biochemschischen Stresspegel zu senken, sondern verstärkt die Krankheit und verhindert Entspannung und Erholung zusätzlich. Für die psychosomatische Genesung ist es wichtig zu wissen, dass ein stressiges Ereignis 72 Stunden braucht, um abzufließen. Das bedeutet, Stress braucht viel länger als wir dachten, um abzufließen.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Grübeln hat eine Funktion!</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Grübeln ist im Grunde ein Selbstschutzmechanismus, es hält uns beschäftigt und verhindert so, dass wir von unseren Gefühlen überschwemmt werden. Sehr häufig dreht es sich dabei um Gefühle, mit denen wir nicht gut umgehen können. Jeder von uns hat ja eine Geschichte, die uns geprägt hat. Die verschiedenen Lebenserfahrungen haben in uns unterschiedliche „Missverständnisse“ über das Leben entstehen lassen. Dieses persönliche Erlebnisprofil führ dazu, dass es uns schwerfällt, mit bestimmten Gefühlen umzugehen.</p><p class="wp-block-paragraph">Um die negativen und krankmachenden Grübelschleifen zu unterbrechen, reicht positives Denken allein nicht aus, denn es ist wichtig, die dahinterliegenden Gefühle und Sorgen zu verstehen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Und da liegt bei vielen Menschen das Problem, denn viele wissen überhaupt nicht, was der Krankheit zu Grunde liegt. Sie haben schon so viel gegrübelt, dass sie vollkommen den Kontakt zu sich und ihren Gefühlen verloren haben.</p><blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p class="wp-block-paragraph">Es ist, als würden wir die ganze Zeit auf eine Leinwand starren, auf die wir den „Grübelfilm“ projizieren, anstatt uns umzudrehen und uns mit dem eigentlichen Problem zu beschäftigen.</p></blockquote><p class="wp-block-paragraph">Das nächste Hindernis ist, dass viele Menschen gar nicht gelernt haben, mit ihren Gefühlen umgehen. Wir haben es ja im Grunde alle nicht gelernt, mit bestimmten Gefühlen umzugehen. Die großen, die tiefen und die unangenehmen Gefühle werden häufig ausgeblendet, damit wir weiter funktionieren können.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Wenn wir genau hinsehen, erkennen wir, dass das Grübeln eine reine Ablenkung ist</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Es fühlt sich zwar immer soooo wichtig und wahr an, aber in Wirklichkeit hält es uns davon ab, uns mit dem eigentlichen Thema auseinanderzusetzen. Grübeln hält uns innerlich beschäftigt und hält uns davon ab, eine Lösung zu finden.</p><p class="wp-block-paragraph">Ein gutes Beispiel ist die Geschichte von einem Patienten mit chronischen Nebenhöhlenentzündungen. Jedes Mal, wenn er einen inneren Konflikt erlebte, z.B. ob er sich bei der Arbeit abgrenzen durfte oder nicht, ob er in einer Beziehung Nein oder Ja sagen durfte, oder mit seiner Freundin Nähe und Berührbarkeit erleben wollte oder sich mehr oder weniger bewusst über etwas ärgerte, jedes Mal bekam er eine Nebenhöhlenentzündung. Denn er konnte seine Gefühle einfach nicht Ausdrücken bzw. verarbeiten. Er konnte aufgrund seiner Geschichte weder richtig Ja noch richtig Nein sagen. Er war sehr frustriert und wütend auf sich selbst, weil seine Symptome einfach nicht weggehen wollten und immer wieder, scheinbar ohne Grund wiederkamen. Erst als wir diesen Zusammenhang erkannten und er lernte, ja und nein sagen zu dürfen, beruhigten sich die Nebenhöhlen.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Fühlen ist gesund!</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Aber es ist nicht so, dass Gefühle uns krank machen, sondern der Umgang mit den Gefühlen. Wenn wir Gefühle regelmäßig runterschlucken, weil wir vielleicht nie gelernt haben anders mit ihnen umzugehen, dann stapeln sich nicht nur die Gefühle im Inneren, sondern auch der biochemische Stress. Manche Menschen haben Probleme, Gefühle wie Wut oder Enttäuschung zu spüren, andere haben Probleme, ihre Verletzlichkeit oder Bedürftigkeit wahrzunehmen und zu zeigen. Gefühle sind sogar sehr wichtige Helfer. Sie verbinden uns mit der Umwelt, sie helfen uns die richtigen Entscheidungen zu treffen oder uns im richtigen Moment zurückzuziehen. Wenn wir uns von den schwierigen Gefühlen abschneiden, geht auch der Kontakt zu den schönen, heilsamen und nährenden Gefühlen verloren. Deshalb ist es so wichtig, aus dem Kopf wieder zurück in den Körper und in die Gefühle zu finden. Damit das Leben wieder bunt, aktiv und lebendig werden kann. Damit uns auch die Freude und die Liebe wiederfinden können und wir aus unserer ureigenen Kraft und Schönheit heraus leben können.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Das Symptom überflüssig machen</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Nun bemühen sich viele Menschen zu verstehen, was sie krank macht. Sie lesen Ratgeber und versuchen nun mit Deutungen, die leider viel zu oft auch Bewertungen sind, ihrer Krankheit beizukommen. Immer noch mit dem Fokus darauf, die Krankheit „wegzumachen“. Aber auch das führt nicht zu dem gewünschten Erfolg. Denn die Symptome können sich erst dann auflösen, wenn wir gefühlt und damit innerlich begriffen haben, welches Bedürfnis, welche seelische Verletzung oder welches Missverständnis dahinter steckt. Dann wird das Symptom überflüssig! Mit den Deutungen und Bewertungen steigt der Druck im System noch weiter. Denn jetzt fühlen sich viele Betroffene auch noch schuldig und als Versager, dass sie überhaupt krank sind und es nicht schaffen, wieder gesund zu werden. Das verstärkt bei vielen das Grübeln, denn in den Deutungen und Bewertungen fehlen Güte und ein liebevolles Mitgefühl für die eigene Geschichte.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Nicht jede Entzündung ist mit Wut verbunden.</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Üblicherweise werden Entzündungsprozesse in der Psychosomatik mit Ärger, Wut und Enttäuschung verbunden. Allerdings kenne ich inzwischen viele Patient:innen mit chronischen (Nebenhöhlen-) Entzündungen, die in ihrer Kindheit sehr viel Angst erlebt haben oder deren Eltern abwesend oder unberechenbar waren. Die Kinder haben dann sehr früh intensiven Stress durch Verlassenheitsgefühle, Angst und seelische Ungeborgenheit erfahren. Diese frühe biochemische Stressreaktion verhindert eine gesunde Entwicklung von Nervensystem, Hormonsystem und Immunsystem und wird so zur Grundlage für spätere Autoimmunkrankheiten und chronische Entzündungen.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Angst macht eng</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Chronische Entzündungen tauchen häufig bei Menschen auf, die viel zu früh auf sich alleine gestellt waren und oder auch viel Angst erlebt haben und deshalb schon früh gelernt haben, sich im wahrsten Sinne des Wortes zusammenzureißen und ihre Gefühle nicht zu zeigen. So entsteht in der Seele eine unbewusste Überlebensstrategie, die auch im erwachsenen Leben sofort zugreift, wenn etwas „Ähnliches“ passieren könnte. So kommt es, dass wir unsere Muskeln in bestimmten Momenten vollkommen unbewusst und automatisch verspannen und bestimmte Gefühle reflektorisch unterdrücken, noch bevor sie überhaupt bewusst werden können. Die Gefühle lösen natürlich trotzdem die biochemische Stressreaktion aus, egal ob sie uns bewusst sind oder nicht. Deshalb werden wir auf Dauer davon krank.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Der Kopf ist rund &#8211; damit das Denken die Richtung ändern kann!</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Wenn wir anfangen, nach der Ursache für die psychosomatische Krankheit zu forschen, begegnen wir oft zunächst allen möglichen Selbstschutz- und Verteidigungsmechanismen. Wie zum Beispiel den ganzen Bewertungen und Deutungen, aber auch einer Leere und dem Gefühl „nichts zu fühlen“. Der erste Schritt ist es also, erst mal wieder Kontakt zum Körper und den eigenen Gefühlen aufzunehmen. In der Praxis können wir zunächst über das Erzählen Kontakt zu den Gefühlen rundum das Ereignis und die Krankheit aufnehmen. Der nächste Schritt ist dann durch die Atmung, Kontakt mit dem Körper und mit dem Symptom aufzunehmen. In diesem offenen lauschenden Zustand können dann Bilder oder Gefühle aufsteigen, die uns zeigen, womit die Krankheit zu tun hat.</p><p class="wp-block-paragraph"><strong>Verrücktererweise liegt der Schlüssel für die Genesung oft genau in den Gefühlen oder Verhaltensweisen, die wir unbedingt loswerden wollen!</strong></p><ul class="wp-block-list"><li>Wenn du das Gefühl hast, nicht so belastbar zu sein, frage dich: „Warum ist Belastbarkeit für mich so wichtig? „Warum habe ich das Gefühl, alles alleine machen zu müssen?“</li>

<li>Wenn du regelmäßig Nebenhöhlenentzündungen bekommst, frage dich: „ Was verstecke ich in meinen Nebenhöhlen? Warum muss ich mich und meine Gefühle und Bedürfnisse verstecken?“</li>

<li>Wenn du regelmäßig Hautausschlag hast, frage dich: „ Welche seelische Verletzung oder Verletzlichkeit steht mir ins Gesicht geschrieben? Welcher seelischen Verletzung bin ich bisher aus dem Weg gegangen?“</li></ul><h3 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Es gibt drei wichtige Säulen für die Psychosomatische Genesung:</strong></h3><ol class="wp-block-list"><li>Komm dir selbst auf die Schliche</li>

<li>Die konkrete Verarbeitung der zugrundeliegenden Gefühle und der Geschichte</li>

<li>Die konsequente Veränderung des Lebensstils, damit auch wieder die nährenden und heilenden Hormone der Entspannung&nbsp;ausgeschüttet werden können</li></ol><ul class="wp-block-list"><li><strong>Zu 1 &#8211; Komm dir selbst auf die Schliche</strong></li></ul><p class="wp-block-paragraph">Wenn du wirklich etwas ändern willst, dann ändere was: Versprich dir selbst z.B. 10 Minuten am Tag etwas für deine Genesung zu tun. Dann setz dich hin und schreib mal alles auf, was du sowieso die ganze Zeit grübelst. Was erzählst du dir selber den ganzen Tag? Einen Tag später kannst du den Brief nochmal durchlesen &#8211; und du wirst staunen!</p><ul class="wp-block-list"><li><strong>Zu 2 &#8211; Fühlen ist gesund</strong></li></ul><p class="wp-block-paragraph">Wie können wir nun mit diesen Gefühlen, für die wir keine andere Lösung fanden, als sie zu unterdrücken, wieder in Kontakt kommen? Es ist gut, erst mal alles aufzuschreiben. Schreib dir alles von der Seele und vermeide jegliche Bewertung und Deutung. Schreib aus der Sichtweise eines Forschers, der zum allerersten Mal von der Krankheit bzw. der Situation hört. Ich empfehle es in diesem Stadium, nicht mit Freunden darüber zu sprechen, denn sie werden in irgendeiner Weise reagieren, vielleicht auch bewerten oder sich überfordert fühlen. Nimm die Verantwortung deshalb in die eigenen Hände und schreib es dir von der Seele. Gibt es einen roten Faden in deiner Geschichte, gibt es wiederkehrende Themen die dich belasten? Gibt es andere Situationen, in denen dieses Thema dich auch schon genervt, bedrückt oder ausgebremst hat?</p><p class="wp-block-paragraph"><strong>Dann beantworte die folgenden vier Fragen:</strong></p><ul class="wp-block-list"><li>Seit wann bin ich krank?</li>

<li>Was war da?</li>

<li>Was hätte ich damals wirklich gebraucht?</li>

<li>Sind meine Erwartungen an mich realistisch?<br>&nbsp;</li></ul><p class="wp-block-paragraph">Um besser mit „schwierigen“ Gefühlen umzugehen, empfehle ich nach dem Schreiben, MIT den Gefühlen spazieren zu gehen und erst danach ein klärendes Gespräch zu führen. Damit die emotionale Ladung abfließen kann und du wieder einen klaren Kopf bekommst.</p><ul class="wp-block-list"><li><strong>Zu 3 &#8211; Nimm dir Zeit für Ruhe, Erholung und Genuss</strong></li></ul><p class="wp-block-paragraph">Danach kannst du selbst aktiv werden und z.B. mehr darauf achten, was du denkst und mit positiven Affirmationen und Meditationen die Kontrolle über dein Denken auf eine positive und liebevolle Weise zurückerlangen.<br>Was brauchst du, was braucht dein Körper wirklich, um sich zu entspannen und aus der chronischen Stressreaktion wieder herauszukommen? Der Körper braucht, ob wir wollen oder nicht, regelmäßige Ruhezeiten, für die gesunde Gegenpendelbewegung, um sich zu regenerieren und zu erholen.<br>Welche Überzeugungen und Muster haben dich aber bisher davon abgehalten? Welche Sätze hörst du in deinem Inneren, wenn du eine Pause machen möchtest? Wozu waren diese Sätze einmal gut?</p><p class="wp-block-paragraph">Nur durch Ruhe kann der Körper sich erholen und entgiften. Damit meine ich echte Ruhe, ohne Handy, oder andere Ablenkungen, die ein ab- und umschalten des Nervensystems verhindern. Das Immunsystem hat erst dann endlich genug Zeit und Ruhe, um den Körper von Bakterien und Viren zu befreien und eben von den schon erwähnten veränderten (Krebs-) Zellen.</p><h4 class="has-text-color wp-block-heading" style="color:#55595b"><strong>Entspannung erzeugt Entspannung</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist es dir auch schon mal aufgefallen? Viele Menschen werden erst müde, wenn sie sich ausruhen. Kennst du dieses Phänomen? Erst durch Ruhe können wir abschalten, erst durch die „Abwesenheit von Unruhe“ kommen Körper und Seele runter. Jetzt werden die nährenden und entspannenden Hormone der Entspannung ausgeschüttet, dadurch können sich in unserem Inneren positive und entspannende Gefühle ausbreiten. Körper und Seele können in dieser Stimmung richtig loslassen und regenerieren. Körper und Seele brauchen diese Auszeiten auch, um die Ereignisse des Tages zu verarbeiten. Es stärkt nicht nur die allgemeine Resillienz, sondern auch die Selbstheilungskräfte.   </p><p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein entspannendes Ereignis senkt den Pegel der Stresshormone für 48 Stunden</strong>, von daher ist es sehr wichtig, um gesund zu werden, jeden zweiten Tag Zeit für Entspannung zu sorgen. Körper und Seele können ca. drei Jahre im Dauerstress durchhalten, danach werden wir krank. Was tust du gerne? Dann nimm dir dafür regelmäßig Zeit. Ich habe es oben schon geschrieben, dass es sehr hilfreich und nützlich ist, mit positiven Affirmationen oder Meditationen, dem Leben regelmäßig positive Impulse zu geben.</p><p class="wp-block-paragraph">Jetzt möchte ich dich abschließend einladen, ein paar neue positive und heilsame bzw. erholsame Rituale für dich zu etablieren. Überfordere dich. Nicht! Es ist besser dreimal die Woche 5 Minuten zu meditieren als gar nicht. Oder 2 mal in der Woche Yoga zu machen oder spazieren zu gehen als sich einen zu straffen Plan zu machen, den man am Ende sowieso nicht durchhält.   </p><p class="wp-block-paragraph">  </p><p class="wp-block-paragraph">Wenn du jetzt deinem Symptom auf den Grund gehen willst kannst du dir gerne kostenlos <strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color"><a href="http://anette-droege.de/eintragung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">das Symptomtagebuch</a></mark></strong> herunterladen laden.<br>Wenn du tiefer einsteigen möchtest, kannst du <a href="https://www.anette-droege.de/kontakt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color">einen Termin</mark></strong></a> für ein kostenloses Vorgespräch machen oder <a href="https://anette-droege.coachy.net/lp/fuhlen-ist-gesund-2" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#ba5d1e" class="has-inline-color">den Online Kurs</mark></strong></a> buchen, der dich über 9 Wochen auf einem intensiven Selbstheilungsweg begleitet.</p><p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"> </p><p>Der Beitrag <a href="https://www.anette-droege.de/chronische-nebenhoehlenentzuendungen/">Chronische Nebenhöhlenentzündungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.anette-droege.de">Anette Dröge</a>.</p>
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