Blume und Logo von Anette Dröge
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HWS-Syndrom

 

Ich möchte den Verlauf einer Stunde mit Körperorientierter Psychotherapie vorstellen, um die Verwandlung zu demonstrieren, die möglich ist, wenn wir uns Raum und Zeit nehmen, uns mit unseren Gefühlen, unserer gefühlten Wahrheit auseinander zu setzen.

Eine Klientin kommt in die Praxis mit sehr starken Verspannungen im Schulter- Nacken-Bereich. Das ist sowieso ihre Schwachstelle. Sie wünscht sich eine Massage, um die Spannungen abzubauen. Sie ist seit einiger Zeit bei mir in Behandlung und geht gerade durch einen sehr intensiven Wandlungsprozess, der jetzt auch zu einem Umzug in eine andere Stadt führt. Muster und Verhaltensweisen, die sich im Laufe der Analyse gezeigt haben, lösen sich und sind durchschaubar geworden, so dass sie immer öfter die Wahl hat, zu entscheiden: Auf die herkömmliche Art reagieren oder bei sich bleiben und etwas Neues ausprobieren?

Wir arbeiten im Liegen auf der Matratze, um mit dem Symptom in Kontakt zu treten. Ich gebe ihr Unterstützung in Form von Druck, Halt und Massage an verschiedenen Bereichen des Körpers, damit sich die angespannten Muskeln lösen können.

Zunächst zeigen sich Ärger und das Gefühl, strammstehen zu müssen, da sie gerade sehr viel zu tun hat und erschöpft ist. Dann wird es ruhiger, ich gebe ihr weiterhin Halt an den Schultern, sie entspannt sich und da taucht plötzlich wie aus dem Nichts der Satz auf, das Gefühl, was die Schultern so blockiert hat: 

In die Stille hinein sagt sie: „Eigentlich sitzt in den Schultern ganz viel Angst vor dem Neuen, vor der Zukunft." Und sie kann ganz deutlich spüren, wie sie versucht hat, diese Angst durch das viele Arbeiten wegzudrücken. 

Ich ermutige sie, jetzt und hier die Angst zuzulassen, weiter zu atmen und zu spüren, wie es ihr damit geht. Sie stellt fest, dass sie das Neue schon deutlich in der unteren Körperhälfte spüren kann, oben aber noch nicht. Sie atmet bewusst in ihren Körper und erlaubt sich innerlich, dass sich das Gefühl des Neuen nach und nach im ganzen Körper ausbreiten kann. Wir nehmen uns für diesen Teil viel Zeit, so dass sich Körper und Seele in einem bewussten Prozess verbinden können. 

Am Ende hat sie noch Zeit zum Ruhen und Nachspüren von dem, was passiert ist. Als sie zum Abschluss der Stunde wieder im Sessel sitzt, sagt sie: „Erstaunlich wie stark ich das Neue jetzt im ganzen Körper spüren kann." Ihr wird deutlich spürbar, dass dieser Wandlungs- und Wachstumsprozess nicht etwas rein Geistiges ist, sondern auch durch „Mark und Bein" geht. In der Stunde hat eine Verwandlung stattgefunden. 

Dadurch, dass sie sich Zeit und Raum genommen hat, ihre Angst in einem sicheren Raum zuzulassen, konnte das dahinter liegende Thema sichtbar werden - und zu einer konstruktiven Lösung führen. 

Ihre neuen Erkenntnisse und das neue positive Körpergefühl kann sie direkt mitnehmen. Es hat eine innere Aufrichtung stattgefunden, die sie nun trägt und ihr einen neuen Stand im Leben ermöglicht. Indem sie sich Ihrer Angst gestellt hat, kann sich nun auch die Vorfreude auf das Neue entfalten. 

Oft sind es ja genau diese alten Ängste und Befürchtungen, die eine sinnvolle Auseinandersetzung mit den Symptomen verhindern. 

 

>> Zum kompletten Artikel über das HWS-Syndrom aus psychosomatischer Sicht.

 

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