Blume und Logo von Anette Dröge
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Chronische Nebenhöhlenentzündung

 

Chefsekretärin, 59 Jahre.

Die Chefsekretärin des Bezirksleiters eines großen Wohnungsbauunternehmens kam wegen der Folgen einer Nasennebenhöhlenentzündung mit anschließender Lungenentzündung in die Praxis. Sei war zu der Zeit wegen der Lungenentzündung auch in ärztlicher Behandlung.

Im Gespräch stellte sich heraus das sie die Nebenhöhlenentzündung schon drei Jahre mit sich herumgetragen hatte, bevor sie sich zu einer Lungenentzündung weiterentwickelte.

Damals hatte es Umstrukturierungen in ihrer Firma gegeben. Sie hatte gute Kollegen verloren und in ihrem direkten Umfeld eine neue Kollegin dazu bekommen.

Diese hatte eine völlig andere Arbeitseinstellung, sie brauchte eine Stunde von der Eingangstür bis zu ihrem Arbeitsplatz, ging während der Arbeit schon mal Einkaufen und machte regelmäßig Rauchpausen.

Dadurch war sie viel abwesend.

 

Meine Klientin, die sehr zuverlässig war und ihrer Arbeit gerne nachging, versuchte um größere Störungen für die Kollegen zu vermeiden die Anrufe mit zu beantworten und die Kollegen kamen immer öfter mit ihren Anliegen zu ihr. Da sie ja zuverlässig immer anzutreffen war.

So versuchte sie alles am Laufen zu halten. Und zunächst schmeichelt es einem ja auch wenn einem alle vertrauen.

 

Leider entstand dadurch bei ihren Vorgesetzten fälschlicher Weise der Eindruck alles wäre ok....

Und nach einer Weile kamen die Vorgesetzten mit ihren Anliegen auch lieber zu ihr....

Diese Anerkennung und der Zuspruch verwandelten sich aber nach einer Weile auch zu einer Falle, aus der sich dann eigentlich nur noch mit Hilfe der Krankheit befreien konnte.

Da sie nur eine 25-Stunden-Stelle hatte, machte sie nun jeden Tag Überstunden, und ärgerte (entzündete) sich darüber, dass sie ständig neben ihrer eigenen Arbeit die Arbeit ihrer Kollegin mit machen musste.



Am meisten ärgerte es sie aber, das sie ihre eigene Arbeit nicht schaffte!

Der Ärger zeigte sich auf der körperlichen Ebene zunächst als Erkältungen, die wiederholt auftraten. Sie hatte das „Nase-voll- Syndrom“.

 

Sie versuchte durch verschiedene Gespräche mit der Kollegin und der Chefin die Situation zu verbessern. Leider ohne nennenswerten Erfolg.

 

Innerhalb von drei Jahren schlich sich nach und nach eine chronische Nebenhöhlenentzündung ein, die sie selber nicht als solche wahrnahm.

Sie wurde durch ihren Arzt diagnostiziert.

Sie beschrieb wiederkehrende starke Erkältungen, morgentlichen Husten und  Räuspern wie bei einem „Frosch im Hals“.

Diese Symptomatik entsteht der aber durch den Retronasalen Katarrh bei dem das Sekret hinten von der Nase in den Rachen läuft.

Die Nebenhöhlenentzündung war genauso chronisch und zäh war wie ihre Arbeitssituation.

 

Sie schluckte aber nicht ihren Ärger herunter sondern auch den ganzen zähen, entzündlichen dickflüssigen Schleim, der ständig „HINTENRUM“ durch ihren Rachen sickerte.

Trotz der Antibiotika Gaben durch den Arzt breiteten sich die Bakterien immer weiter in ihrem Körper aus. Durch das herunterschlucken des entzündlichen Sekrets bekam meine Klientin erst chronische Bronchitis und am Ende eine Lungenentzündung und wurde schwer krank.

 

In diesem Stadium kam sie zu mir zur Behandlung.

Sie hatte mittlerweile auch einen Lungenfacharzt gefunden, der sie nun erstmalig mit dem passenden Lungenantibiotikum behandelte.

Neben der Antibiotischen Behandlung durch den Arzt begannen wir mit der homöopathischen Behandlung mit ihrem Konstitutionsmittel.

In dem Maße in dem es ihr besser ging, befassten wir uns mit ihrem inneren Wertesystem, und ihren Inneren Überzeugungen, die sie so hatten handeln lassen....

Alte Überzeugungen ihrer Eltern kamen auf den Tisch, die sie dazu erzogen hatten sich für andere derartig aufzuopfern, ihre Schwierigkeiten mit Wut umzugehen wie z.B. bei Zeiten ihren Ärger zu äußern, sowie gesunde Grenzen zu ziehen mussten neu erarbeitet werden.

Dazu musste sie zunächst lernen ihre Grenzen, Wünsche und Bedürfnisse überhaupt zu spüren.

 

Viele von uns sind schon in der Kindheit darauf „trainiert“ worden zu funktionieren. Dadurch lernen wir immer wieder aufs neue den Kontakt zu unserem eigenen Inneren zu unserer Wahrnehmung und zu der Weisheit unseres Körpers abzuschneiden.

Es wird dann im Laufe der Jahre immer schwieriger, wieder zu der eigenen Wahrnehmung durchzudringen. Deshalb hatte sie die chronischen Symptome der Nebenhöhlenentzündung auch gar nicht „wahrgenommen“!

 

Zu einem Schlüsselerlebnis wurde eine Aufstellung des Symptoms.

Bei der ihr zum ersten mal die Beschwerden wie Hitze und Rötung deutlich spürbar bewusst wurden.

Denn obwohl die Nebenhöhlenentzündung zu dem Zeitpunkt vollständig abgeklungen war, tauchten während der Aufstellung diese Symptome wieder auf. So erhielt meine Klientin einen bewussten Zugang zu ihren Gefühlen und konnte diese deutlich wahrnehmen.

Erstaunlich war für sie die Erkenntnis, wie stark die Entzündung in den Nebenhöhlen auf der körperlichen Ebene, ihren Ärger über die Situation widerspiegelten. Ihre Nase und die Nebenhöhlen hatten ihr sozusagen die Wut abgenommen.

 

Seither spürt sie viel schneller, wenn ihr etwas zu viel wird, wenn sie wieder aus Höflichkeit versucht ist, über ihre Grenzen zu gehen.

Anders ausgedrückt: Sie spürt jetzt, wenn ihre Nebenhöhlen anfangen zu kribbeln und weiß: Irgendetwas ist zu viel.



Ihr Körpersymptom ist heute ein liebevoller Hinweisgeber, so dass sie frühzeitig reagieren kann – bevor sie wieder krank wird.

 

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>> Zum kompletten Artikel über Nasennebenhöhlenentzündung aus psychosomatischer Sicht.

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